Ernst hat geschrieben:Das ist ja eine besonders törichte Folgerung:
Diese "Mittelwertbildung" vernachlässigt sträflich die unterschiedliche Anzahl der Wellenlängen auf der Hin- und Rück-Strecke.
Es gibt keine unterschiedliche Anzahl der Wellenlängen bei
konstanter Frequenz auf der Hin-und Rückstrecke! Da werden in der gleichen Zeiteinheit gleich viel Wellenzüge empfangen wie gesendet! Genau deshalb ist die Frequenz konstant! Dieses Gespenst von der unterschiedlichen Anzahl der Wellenlängen ist ein Irrtum, hervorgerufen durch die Ansicht, da gäbe es kurze und lange Wellenlängen. Aber diese Differenzen werden durch die Bewegung des Empfängers ja egalisiert. Wenn ein Sender in 1 s 1000 Wellenzüge absendet und der Empfänger in 1 s 1000 Wellenzüge empfängt, diese reflektiert und beim Sender kommen wiederum 1000 Wellenzüge in 1 s an, was sollten dann unterschiedliche Wellenanzahlen für eine Rolle spielen? Die Wellen werden um einen bestimmten Faktor vom Sender gestaucht oder gedehnt, und der Empfänger dehnt oder staucht sie um den gleichen Faktor zurück zu jener Länge, aus welcher sich die gleiche Frequenz ergibt wie beim Sender. Dieser Kompensationsvorgang ist unabhängig von der Geschwindigkeit im Medium. Läuft das Licht kontinuierlich durch und ist einmal eine konstruktive Interferenz eingestellt, wird eine Änderung der Mediums-Geschwindigkeit keine Änderung dieser Interferenz bewirken können!
Ernst hat geschrieben:Richtig wird's so
λ = λo*[(1-v/c)(1+v/c) + λo*(1+v/c)(1-v/c)]/[(1+v/c)+(1-v/c)]
λ = λo*(1-v²/c²) + λo*(1-v²/c²)/2
λ = λo*(1-v²/c²)
Du rechnest mit (1-v/c) und (1+v/c) in allen Fällen. Das ist falsch! Die Formeln für bewegte Quelle und bewegten Beobachter sind unterschiedlich! Und im MMI sind alle Quellen und Beobachter relativ zum Medium bewegt! Daher sind beide unterschiedlichen Formeln einzusetzen bzw. zu kombinieren:

- doppler_comp4.png (11.19 KiB) 5281-mal betrachtet
Nehmen wir eine Frequenz von 1000 Hz an. Das ergäbe ruhend im Medium eine Wellenlänge von 300 m (mit c=300000 km/s)
Du würdest bei v=300 mit folgenden Wellenlängen rechnen:
aus 300*(1+v/c) ergibt sich 300,3 m
aus 300*(1-v/c) ergibt sich 299,7 m
Die richtigen Formeln würden ergeben
300*(1+v/c)=300,3 m
300*(1/(1+(v/c)))=299,7002997002997002997002997003 m
Da gibt es also in der kürzeren Wellenlänge einen kleinen Unterschied von rund 0,0003, um welchen sie länger ist als nach Deinem Ansatz.
Was ergibt sich aus Deinem λo*(1-v²/c²):
300*0,999999=299,9997. Du erhältst einen zu kleinen Wert, denn die kurze Welle ist nach richtiger Rechnung etwas länger! Geben wir also den kleinen Unterschied hinzu:
299,9997+0,0003=300 !
Also:
λ = λo !
Nicht nur auf die Gl. 15 in Engelhardts Arbeit gucken! Alles lesen, und die Rechnung verfolgen!
Und aus λ=299,9997 ergäbe sich außerdem eine Frequenz von 1000,001...Hz. Nach Deiner Rechnung bliebe die Frequenz also nicht konstant. Bleibt sie aber.
Grüße
Harald Maurer