Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » Do 12. Sep 2013, 17:50

Joachim Stiller hat geschrieben:Nun, bei Einstein gibt es eine Symmetrie der Zeitdilatation... Bei mir nicht... Ganz einfach... :D Gruß Joachim Stiller Münster


Mag ja ganz einfach sein, aber ich sehe nirgends warum es so sein soll.

In Deinem 2ten pdf wird halt mal statt t mit beta zu multiplizieren so "einfach" dividiert und schon wars das ? Hiermit ist also nachgewiesen, dass es unsymmetrisch ist?
Versteh ich eben nicht. Oder überlese ich da was?

Da kann ich auch nächstes mal auf den Markt gehen, feststellen dass 1 kg Äpfel 2 Euro kostet und dann 4 kg kaufen.
Wenn der Verkäufer sagt 4 kg kosten 8 Euro, sag ich, das ich aber statt multiplizieren lieber dividieren möchte und daher einen Gesamtpreis von 25 Cent berechne.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Do 12. Sep 2013, 18:09

Ja sicher, es ist nur eine Feststellung, aber sie löst Widersprüche... :D Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Hannes » Do 12. Sep 2013, 22:20

Hallo Joachim Stiller !
Tja, die RT behauptet allerdings auch nicht, dass die Zeit aufhört zu fließen, nur weil Du Deine Pendeluhr angehalten hast...

Der Hl Albert soll den Ausspruch getan haben:
Zeit ist, was die Uhren anzeigen.

Wenn sich irgendetwas an der "Zeit" verändern sollte, müssen es die Uhren messen können.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Do 12. Sep 2013, 23:44

Tut man ja auch... Siehe das Hafle-Keating-Experiment ovn 1971... :lol: Gruß Joachim Stiller MÜnster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon All » Fr 13. Sep 2013, 08:01

Chief hat geschrieben:
Joachim Stiller hat geschrieben:Tut man ja auch... Siehe das Hafle-Keating-Experiment ovn 1971... :lol: Gruß Joachim Stiller MÜnster

Wozu Hafele-Keating, eine Pendeluhr tut es auch! :mrgreen:


Warum eine Pendeluhr? Ein Photon tut es doch auch. ;)

Wenn sich das Photon mit maximaler Lichtgeschwindigkeit bewegt, vergeht für das Photon keine Zeit.

Der Widerspruch, dass sich etwas bewegt und trotzdem keine Zeit vergeht ist systembedingt und damit konstruiert.

Gruß

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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Fr 13. Sep 2013, 11:32

Wie z.B. beim M<onenzerfall... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Ralf Maeder » Fr 13. Sep 2013, 17:01

Joachim, Haefele-Keating und Myonenzerfall sind ziemliche Tretminen.
Sie allein gesehen als grosse Beweise hinzustellen, trifft unter den Kritikern bestimmt auf mehr Ablehnung als alles andere.
Vielleicht koenntest du andere kreative Beweise anfuehren, die die Kritiker mit offenem Mund dastehen lassen?

Gruss Ralf.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Gerhard Kemme » Fr 13. Sep 2013, 17:53

julian apostata hat geschrieben:Wo bleibt das Rechenbeispiel, um mich zu widerlegen?


Wo du gerade vom Rechnen gesprochen hast - so bitte ich dich bei Rechnungen auch die Zahlenmengen zu bedenken. Gehen wir einmal davon aus, dass die Gleichungen der LT in der Zahlenmenge der Reellen Zahlen IR gerechnet werden. Dann wird man bei diesem mathematischen Konstrukt ein Kontinuum von Zahlen vorfinden - da die Speicherung in der Seinsumgebung der Spezies Mensch nicht mit unendlicher Stellenzahl angenommen werden kann, hat man es immer mit einer gewissen Bandbreite von Dezimalzahlen zu tun. Insofern wird man auch bei der SRT nur davon sprechen können, dass eine ungefähre Kausalität vorhanden ist.

Unschärfe_Reelle_Zahl_0.JPG
Da jede Reelle Zahl als Dezimalzahl unendlich lang ist, ragt jede Zahl aus IR mit einer gewissen Bandbreite in den Wahrnehmungsbereich des mathematischen Betrachters.
Unschärfe_Reelle_Zahl_0.JPG (228.83 KiB) 4858-mal betrachtet
Gerhard Kemme
 
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Fr 13. Sep 2013, 19:34

Gerhard Kemme hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Wo bleibt das Rechenbeispiel, um mich zu widerlegen?

...da die Speicherung in der Seinsumgebung der Spezies Mensch nicht mit unendlicher Stellenzahl angenommen werden kann...

e^[3*ln(2)]=2^3=8

Sowohl die e-Funktion als auch deren Umkehrung (natürlicher Logarithmus) liefern im Taschenrechner ungenaue Ergebnisse.

e^[3*ln(2)] würde also im Taschenrechner (bei 40 Stellen Genauigkeit) ein Ergebnis bringen, was ein klein wenig von 8 abweicht.

Die Mathematik kann aber sagen: e^[3*ln(2)]=8.0000.…mit unendlich viel Nullen.

Und man kann über die Mathematik einen klaren Vergleich zwischen reellen Zahlen ziehen, nämlich welche größer und welche kleiner ist.

Taschenrechnergenauigkeiten spielen da gar keine Rolle!

Was sollen diese billigen Ausweichmannöver schon wieder?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Fr 13. Sep 2013, 20:54

julian apostata hat geschrieben:Wo bleibt das Rechenbeispiel, um mich zu widerlegen?


Im IS S wird eine in einer Entfernung von 1 LS vom Koordinatenursprung eine Bombe angebracht, die von einem Lichtstrahl, abgeschickt vom Koordinatenursprung bei x=0 t=0, nach 1 Sekunde gezündet werden und explodieren soll.
Ein IS S' startet gleichzeitig mit dem Lichtsignal am gemeinsamen Koordinatenursprung x'=0, t'=0 und bewegt sich zur Bombe mit 0,5 c. Wann und wo wird die Explosion im IS S' registriert?

Es gibt einen Kausalzusammenhang von der Ankunft des Lichtsignals an der Bombe und deren anschließende Explosion.
Es gibt einen Kausalzusammenhang von der Explosion der Bombe und deren Registrierung unmittelbar danach.

Aus der LT ergibt sich:

x=0, t=0 transformiert zu x'=0, t'=0 (die Uhren wurden in beiden IS beim Start auf "0" gestellt!).

Die Explosion der Bombe in S bei x=1 LS, t=1 s transformiert zu x'= 0,577 LS und t'=0,577 s!

Und zwar deshalb, weil in S' die Bombe dem Lichtstrahl entgegen kommt und das Licht auch hier c=const erfüllen muss. Der Lichtstrahl kommt in S' daher früher an als in S ! Und zwar nach 0,577 s, was in S 0,5 Sekunden sind (weil hier die Uhr dilatiert läuft und sich nur dadurch von der Uhr in S' unterscheidet!).

Fragen:

1.) Explodiert die Bombe nach 1 s (die Uhr in S' würde dann 1,1547 s anzeigen) und in S' wird sie eine halbe Sekunde früher registiert, also bevor sie explodieren wird? Dann haben wir eine Kausalitätsverletzung, weil niemand ein Ereignis registrieren kann, bevor es stattfindet!

Oder:

2.) Explodiert die Bombe nach 0,577 s (die Uhr in S zeigt dann erst 0,5 s an), weil in S' das Lichtsignal früher die Bombe erreicht als in S? Dann haben wir eine Kausalitätsverletzung, weil in S die Bombe nicht mehr explodieren kann, denn sie ist schon vor 0,5 s explodiert. Die Kausalität zwischen Lichtsignal und Explosion findet nicht statt - würde aber stattfinden, wenn das IS S' nicht vorhanden wäre!

Also welche der Kausalitätsverletzungen soll man sich aussuchen? 8-)

Grüße
Harald Maurer
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