Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Hannes » Mi 11. Sep 2013, 13:29

Hallo Joachim Stiller °!
Die Maße sind doch klar: Sekunde und Meter... Ich weß gar nicht, wo da das Problem ist.. Und wenn die Zeit relativ ist, müssen unterschiedliche Uhren in unterschiedlichen Situationen auch unterschiedlich schnell laufen. Und das kann man nicht nur beobachten, sondern auch klar messen und quantitativ bestimmen. Sieh z.B. das Hafele-Keating-Experiment von 1971... Das ist Dir sicherlich bekannt. Es ist eine rein experimentelle Bestätigung der Zeitdialatation...

Ja, wenn sich die SRT darauf beschränken sollte, genau zu berechnen, um wieviel die Uhren in den einzelnen Situationen falsch gehen, dann wäre es ja kein Problem.
wenn dann eine Uhr stehenbleibt ,steht eben die Zeit.Ich würde eine Pendeluhr vorziehen. Da verlangsamt sich die Zeit und die kann man bei Bedarf anhalten. Das würde mir ganz recht sein.
Da würde ich im Haus genau schauen, ob nicht irgendwo so ein Teufelszeug läuft.
Denn ich möchte doch 1000 Jahre werden- und wegen der Zeitdilatation auch nicht schneller älter werden.
Leider geht der Mythos nicht auf.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Mi 11. Sep 2013, 14:51

Tja, die RT behauptet allerdings auch nicht, dass die Zeit aufhört zu fließen, nur weil Du Deine Pendeluhr angehalten hast... :lol: Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Mi 11. Sep 2013, 19:53

Kein kommentar... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon contravariant » Mi 11. Sep 2013, 21:18

Ich hatte das in einem anderen Thread schonmal geschrieben, nur finde ich das Posting grade nicht wieder.

Zwei Ereignisse E1 = (c t1, x1, y1, z1) und E2 = (c t2, x2, y2, z2) können in einem kausalen Zusammenhang stehen, wenn diese zeitartig verbunden sind. Das heißt, wenn es zb. möglich ein "Signal", das sich mit v <= c bewegt, von E1 nach E2 zu schicken. Sind die beiden Ereignisse raumartig verbunden, ist dies nicht möglich und sie können in keinem kausalen Zusammenhang stehen.

Die SRT verletzt die Kausalität also, wenn es möglich ist zwei zeitartige in zwei raumartige Ereignisse (oder umgekehrt) zu transformieren.
Zwei Ereignisse sind zeitartig (raumartig), wenn die Länge des Differenzvektors von E1 und E2 größer (kleiner) als Null ist. Wenn also gilt
s = |\Delta E| = |E2 - E1| > (<) 0.
Das Raumzeitintervall s ist nun eine Invariante aller Lorentztransformationen, dh. der Wert von s ändert sich durch keine LT. Damit lassen sich aber zeitartige Ereignisse nicht in Raumartige transformieren (oder umgekehrt). Damit gibt es in der SRT auch keine Verletzung der Kausalität.
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Harald Maurer » Mi 11. Sep 2013, 21:23

Chief hat geschrieben:Noch einmal, Lorentz-Äther ruht relativ zur Sonne. Das Sonnensystem bewegt sich sehr viel schneller (>>>30km/s) aber diese Geschwindigkeit wird von Lorentz nicht berücksichtigt.

Nach einigem Stöbern in der Literatur muss ich Dir Recht geben! :oops:
Zu Lorentz' Zeiten betrachtete man das Sonnensystem als absolutes Bezugssystem. Lorentz meinte mit dem Ausdruck "ruhender Äther" daher tatsächlich, dass der Äther in Bezug zur Sonne ruht. Daher rechnete auch Michelson nur mit der Erdgeschwindigkeit von 30 km/s.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Mi 11. Sep 2013, 22:01

Das ist überraschender Weise richtig in Bezug auf ein mögliches absolutes Bezugssystem. Es sit nicht richtig in Bezug auf einen angeblich von der Sonne mitgeführten Äther, denn die Eigenbeweegung der Sonne um das galaktische Zentrum + der Eigenbewegung der Galaxie beträgt je nach Informationsquelle zwischen 350 und 1000 Km / s in Richtung Sternbild Virgo (Jungrfrau). Damit bewegt sich das Bezugssystem und mit ihm auch der Äther mit ebne dieser Geschwindigkeit in entgegengesetzte Richtun, also in Richtung Sternbild Fische. Und eben das ist das Problem bei dem Äther: Man stellt ihn sich zu leicht als zu beweglich vor. Entweder man schafft ihn ganz ab, oder man ersetzt ihn weninigstens durch die Dunkle Energie... Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon julian apostata » Do 12. Sep 2013, 04:36

contravariant hat geschrieben:Das Raumzeitintervall s ist nun eine Invariante aller Lorentztransformationen, dh. der Wert von s ändert sich durch keine LT. Damit lassen sich aber zeitartige Ereignisse nicht in Raumartige transformieren (oder umgekehrt). Damit gibt es in der SRT auch keine Verletzung der Kausalität.


Gut, dass sich hier noch jemand an das Ausgangsthema erinnert. Was "contravariant" schreibt, ist ja auch seit 100 Jahren bekannt.

Trotzdem wird gebetsmühlenartig das Gegenteil behauptet.

@Joachim Stiller.

Wann haben wir eine Neubegründung deiner Neubegründung der SRT zu erwarten?

Diese Neubegründung sollte eine “Stillertransformation” enthalten, die folgendes berücksichtigt.

1. Ein absolutes Bezugsystem
2. c müsste konstant sein im absoluten System und in einem dazu relativ bewegten System.
3. Hin und Rücktransformation müsste möglich sein, ohne dass sich die Ausgangswerte ändern.
4. Transformationen zwischen nicht absoluten Systemen (einschließlich korrekter Rücktransformation) müssten auch noch durchführbar sein.

Kriegst du das hin?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Do 12. Sep 2013, 06:56

@ julian,

ja klar kriege ich das hin:

http://jstiller.js.funpic.de/download/s ... eorie3.pdf

Gruß Joachim Stiller Münster
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon fallili » Do 12. Sep 2013, 09:36

Joachim Stiller hat geschrieben:@ julian,

ja klar kriege ich das hin:

http://jstiller.js.funpic.de/download/s ... eorie3.pdf

Gruß Joachim Stiller Münster


Also ich kann die Beiträge bei dem Link irgendwie nicht verstehen.
Ich find da nix, das irgendetwas aussagt.
Da gibt's was zur Lorenz - Transformation, dann was zur Lorenz-Transformation II dann die Lorenz-Transformation für ein Ruhendes System S und ein bewegtes System S‘ und ich seh 3 mal genau das Gleiche. Hab das nun in 3 Fenstern nebeneinander gestellt und ich find da keinen Unterschied? Überseh ich da was? Gehts nur mir so?

Ich versuch verzweifelt, da irgendwas zu finden und bei diesen Arbeiten find ich immer nur lang und breit das, was in allen Lehrbüchern auch steht.
Irrsinnig schwer zu lesen das Ganze, weil da in allen Arbeiten x mal das selbe bekannte geschrieben und zitiert wird.

Also ich blick einfach nicht durch - wo GENAU IST NUN diese Neubegründung?
Kann das nicht mal ohne 99% Beschreibung von Bekanntem explizit dargestellt werden?
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Re: Es gibt keine Kausalitätsverletzungen in der SRT

Beitragvon Joachim Stiller » Do 12. Sep 2013, 13:45

Nun, bei Einstein gibt es eine Symmetrie der Zeitdilatation... Bei mir nicht... Ganz einfach... :D Gruß Joachim Stiller Münster
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