Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon fallili » Mi 4. Sep 2013, 09:58

Lübecker hat geschrieben:Hier kommt ja so einiger Unfug und Kappes als Behauptungen von den Zweiflern und Leugnern, darum mal ein einfaches Beispiel. Gegeben ist eine Strecke von oben nach unten oder andersherum.

50000 m | 1000 Schwingungen | 189,53 s | 052,76 Hz
45000 m | 1000 Schwingungen | 189,20 s | 052,85 Hz
40000 m | 1000 Schwingungen | 188,66 s | 053,01 Hz
35000 m | 1000 Schwingungen | 187,74 s | 053,27 Hz
30000 m | 1000 Schwingungen | 186,18 s | 053,71 Hz
25000 m | 1000 Schwingungen | 183,53 s | 054,49 Hz
20000 m | 1000 Schwingungen | 179,05 s | 055,85 Hz
15000 m | 1000 Schwingungen | 171,46 s | 058,32 Hz
10000 m | 1000 Schwingungen | 158,61 s | 063,05 Hz
05000 m | 1000 Schwingungen | 136,85 s | 073,07 Hz
00000 m | 1000 Schwingungen | 100,00 s | 100,00 Hz

Unten auf 0 m steht eine Uhr und dort werden von einem Sender Schwingungen erzeugt. Es wird die Zeitdauer mit einer Uhr unten gemessen, die der Sender für 1000 Schwingungen braucht. Das dauert unten genau 100 Sekunden. Damit wird der Sender unten mit 100 Hz gemessen, seine Sendefrequenz. Auf 5000 m steht nun auch eine Uhr, auch sie misst genau die Dauer der 1000 Schwingungen des Senders, da sie schneller geht also die Uhr unten, kommt sie auf 136,85 s. Damit beträgt die empfangene Frequenz auf 5000 m nur noch 73,07 Hz. Auf 10000 m steht nun auch eine Uhr, auch sie misst genau die Dauer der 1000 Schwingungen des Senders, da sie schneller geht also die Uhr darunter, kommt sie auf 158,61 s. Damit beträgt die empfangene Frequenz auf 5000 m nur noch 63,05 Hz.

Und so geht es weiter nach oben, die Uhr geht jedes mal ein wenig schneller als die darunter und damit erhöht sich die Dauer für die 1000 Schwingungen. Infolge verringert sich natürlich die gemessene Frequenz des Signals von unten. Es geht auch von oben nach unten, oben steht auf 50000 m ein Sender, die Dauer von 1000 Schwingungen werden oben mit 189,53 s gemessen, das gibt dort oben eine Sendefrequenz von 52,76 Hz. Das Signal läuft nun nach unten und wird auf jeder Höhe mit der Uhr dort gemessen. Es erhöht stetig seine Frequenz und hat dann unten 100 Hz. Es wird also oben mit 52,76 Hz gesendet und kommt unten nach Blau verschoben mit 100 Hz an.

Damit ist alles gezeigt, die Uhren gehen langsamer wenn sie näher an der Erdoberfläche stehen und die Uhr oben geht ein ganz Stück schneller als die Uhr unten. Die Zweifler und Leugner können ja gerne mal eine eigenen Tabelle daneben setzten und ganz wichtig, auch begründen. Ach für den Fall es wurde nicht bemerkt, es gehen keine Schwingungen verloren oder kommen dazu, weder auf den Weg nach oben, noch auf dem Weg nach unten...


Im Prinzip ist das alles richtig und ich stimme Dir völlig zu.
Das Problem ist aber, dass dies natürlich keine Erklärung ist ! Die roten Hervorhebungen von mir sollten das aufzeigen.
Es ist so, dass TATSÄCHLICH eine andere Frequenz GEMESSEN wird und dass DAHER nur die Möglichkeit übrigbleibt, dass die Uhren unterschiedlich schnell gehen weil Frequenz ja auch eine Zeitangabe (Einheit 1/s) ist .

Die Zweifler hier möchten aber eine ERKLÄRUNG für die SRT, ART und für die Invarianz von c und diese Erklärung KANN aber nicht gegeben werden.
Es gibt festgestellte Meßergebnisse und Tatsachen die eben so sind und mit denen man leben muss - auch wenn man es nicht "versteht".
Deine Beiträge zeigen auf WIE etwas ist - aber leider wirst es auch Du nicht schaffen zu zeigen WARUM (philosophisch gesehen) es so ist.

Das passt den Zweiflern aber nicht und daher haben Sie lieber ihre eigenen "Schwurbelerklärungen", die dann halt irgendwie mit völlig undefinierten Begriffen etwas "zusammenschwurbeln" was schön klingt.
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon Yukterez » Do 5. Sep 2013, 00:36

Sinngemäß stimmt das so, aber ist die Tabelle korrekt? Nach der Gravitation alleine sollte sich bei 50km Höhe nicht so ein hoher Wert wie 2:1 ergeben. Mit Gravitation und Winkeldrehgeschwindigkeit der Erde mal Radius+Höhe zusammen kriege ich das Maximum bei ca. 3.5e7m (35000km) Höhe, und das liegt bei ca. 1:5.5e-10, ohne Orbitalgeschwindigkeit ca. 1:6.5e-10. Um bei höheren Höhen den Abstand zum Boden konstant zu halten (Turm) dominiert ab 150000km Höhe wieder die Geschwindigkeit über die Gravitation, das heisst, beide Parteien empfangen einander dann rotverschoben.

Bild
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon McDaniel-77 » Do 5. Sep 2013, 01:03

Hi Lübecker,

was soll dieser Uhrenvergleich? Uhren sind Geräte und bestehen aus Materie, im atomaren Maßstab sind da kleine Elektronen und Protonen am Schwingen. Willst du etwa leugnen, dass der Einfluss der Erde mit ihren 10^54 Elementarladungen auf die Uhr vernachlässigbar ist?

Wie wurde denn die Sekunde definiert? Ich glaube den Schwindel hatte ich schon mehrfach Aufgedeckt.

Definition der Sekunde in der Standard-Theorie - Sinngemäß:

"Eine Sekunde ist die Zeitdauer, die das Licht braucht, um die Strecke zurück zu legen, wofür das Licht eine Sekunde benötigt."

Hier fehlen alle möglichen Zusatzinformationen, wie z.B. absolute Position und Geschwindigkeit der Uhr im Universum, der Luftdruck, wie die nächsten Lottozahlen ausfallen und noch viele weitere Faktoren.

Mit amüsiertem Gruß

McDaniel-77
Zuletzt geändert von McDaniel-77 am Do 5. Sep 2013, 22:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon julian apostata » Do 5. Sep 2013, 11:46

Okay, da hätt ich mal auch ein Szenario zu bieten.

Ein “Kritiker” behauptet doch Folgendes:

1.Der Gang einer Uhr wird hängt von den Ortsumständen ab.
2.Je geringer die Schwerkraft, desto schneller läuft die Uhr.
3.Frequenzen ändern sich nicht auf dem Weg von oben nach unten.


Jetzt begeben wir uns in ein massereiches Doppelsternsystem.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lagrange-Punkte

Bild

Der blaue Planet sendet ein Funksignal, welches 12 000 Schwingungen lang ist.

Am Lagrangepunkt 1 wird (dort herrscht Schwerelosigkeit) werden 50 Sekunden für den Vorbeizug der 12000 Schwingungen gemessen, das macht 240 Hertz.

An der gelben Planetenoberfläche werden die 12 000 Schwingungen innerhalb 30 Sekunden empfangen, was dann 400 Hertz ergibt.

Wie verträgt sich mein letzter Satz mit Punkt 3 eurer Standardfolklore.

Beziehungeweise, könnt ihr eure Folkolre so präzisieren, dass sich zu meinem Szenario kein Widerspruch ergibt?

g=00000m/s²|n=12000|t=50s|f=240Hertz
g=riesengroß|n=12000|t=30s|f=400Hertz
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon Kurt » Do 5. Sep 2013, 12:01

julian apostata hat geschrieben:Okay, da hätt ich mal auch ein Szenario zu bieten.


Wie wärs denn mit einem dass auch nachprüfbar ist?

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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon McDaniel-77 » Do 5. Sep 2013, 22:54

Hi Lübecker,

Lübecker hat geschrieben:
McDaniel-77 hat geschrieben:Definition der Sekunde in der Standard-Theorie - Sinngemäß:
"Eine Sekunde ist die Zeitdauer, die das Licht braucht, um die Strecke zurück zu legen, wofür das Licht eine Sekunde benötigt."

Das ist nicht nur falsch, das ist auch richtig dämlich. So kann nie die Dauer einer Sekunde bestimmt werden. Es ist wie immer, da wird einfach der Physik eine falsche Eigeninterpretation als Aussage untergeschoben, die aus eigener Unwissenheit geboren ist. Nein richtig ist:

„Die Zeit hat die Einheit Sekunde [s] und ist definiert als das 9 192 631 770-fache der Periodendauer der dem Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids ¹³³CS entsprechenden Strahlung.“


So, jetzt wollen wir doch mal die Standard-Definition der Sekunde beleuchten.

Die ersten sechs Wörter kann man so stehen lassen, "Die Zeit hat die Einheit Sekunde", danach wird es interessant. Eine Sekunde ist definiert als ein Vielfaches einer Periodendauer. Der Begriff "Periode" beinhaltet bereits eine Zeitdauer. Man definiert die Zeit mit etwas, das mit der Zeit zu tun hat, das ist bereits unzulässig. Weiter heißt es, dass diese Periodendauer ein Bruchteil einer Sekunde ist und sich diese wiederum durch eine elektromagnetische Strahlung, also Wellenlänge oder Frequenz, äußert. Eine Wellenlänge hängt davon ab, wie viele Schwingungen pro Sekunde stattfinden. Auch die Frequenz einer EM-Strahlung ist nichts anderes, als die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde. Man definiert die Zeit mit der Zeit, das ist unzulässig!

Ein weiteres Problem ist, dass eine EM-Strahlung (Plasma) nicht konstant sein kann, da ein Plasma der EM-WW unterliegt, d.h. es macht einen Unterschied, ob man einen Magneten an die Uhr hält oder die Uhr ihre Lokation verändert. Das Erdmagnetfeld ist nicht Konstant, die Schwerkraft ist nicht konstant, die Geschwindigkeit der Erde und auch die Erdrotation ist nicht konstant. All diese Störfaktoren nehmen Einfluss auf den elektromagnetischen Effekt der beim Übergang zwischen den beiden Hyperfeinstrukturniveaus des Grundzustandes von Atomen des Nuklids ¹³³CS stattfindet.

Diese Definition der Sekunde ist nicht nur schwachsinnig, sondern impliziert auch, dass Uhren überhaupt nicht synchron funktionieren können. Einstein sprach von identischen Uhren, ohne zu wissen, was Identität überhaupt bedeutet. Identität ist ein Alleinstellungsmerkmal, ein Objekt existiert nur ein Mal. In der Realität gibt es keine identischen Objekte, denn sie unterscheiden sich immer in mindestens einer Eigenschaft, nämlich der Lokation.

Alle drei Definitionen von Meter, Sekunde und der Lichtgeschwindigkeit sind ein Zirkelschluss, das ist unzulässig. Wenn dem so ist, dass eine Atomuhr schneller tickt, wenn sie sich weiter entfernt von Elementarladungs-Ansammlungen befindet, dann könnte man über Messreihen und Experimente bestimmt einen logischen Zusammenhang zwischen dem Lauf der Uhr und den äußeren Umständen feststellen. Man könnte z.B. eine Serie von 40 baugleichen Atomuhren aufteilen und am Lagrange-Punkt zwischen Erde und Sonne 10 Stück positionieren, auf der Rotationsachse des Mondes 10 Stück, am Südpol ebenfalls 10 Stück und die letzten 10 an einem festen Ort auf der Erde, wo man dann alle Daten zusammen fügen kann. Vorher lässt man alle Uhren zusammen laufen und bildet dann vier 10er Gruppen, bei denen die Mittelwerte gleich sind.

Einfache Experimente könnte man durchführen, indem man z.B. schwere Objekte oder extrem starke Magnete neben die Uhren stellt und andere Uhren in einer Zentrifuge rotieren lässt. Stellt man dann fest, dass die Uhren irgendwie voneinander abweichen, könnte das vielleicht mit dem jeweiligen Experiment in Verbindung stehen. Normalerweise wiederholt man dann diese Experimente, um nach zu prüfen, ob wieder dieselben Abweichungen auftreten. Ergebnisse sollten replizierbar sein.
Sollte man feststellen, dass die Uhren aus der Zentrifuge anders ticken, dann könnte man versuchen einen Zusammenhang zwischen der Rotationsgeschwindigkeit und der Abweichung des Uhren-Ticks herzustellen.

Lange Rede, kurzer Sinn, ich bin dafür das man Experimente mit Atomuhren durchführt und diese Ergebnisse dann rational interpretiert. Sofern das überhaupt möglich ist, denn schließlich müssen die Abweichungen durch die Experimente deutlich größer sein, als der Standard-Fehler der sowieso auftritt.

Mit zeitigen Grüßen!

McDaniel-77
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon julian apostata » Fr 6. Sep 2013, 10:55

Kurt hat geschrieben:Wie wärs denn mit einem dass auch nachprüfbar ist?


Dass Kurt ständig ausweicht, wenn’s mal zur Sache geht, das kennen wir ja schon.

Natürlich ist die Sache nachprüfbar und zwar über Gedankenexperimente.

Und wenn ihr euch eures Weltbildes sicher wärt, könntet ihr auch den Widerspruch zwischen Punkt 2 und 3 aufklären.

1.Der Gang einer Uhr hängt von den Ortsumständen ab.
2.Je geringer die Schwerkraft, desto schneller läuft die Uhr.
3.Frequenzen ändern sich nicht auf dem Weg von oben nach unten.


http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=599&start=0#p61865
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Re: Blau- und Rotverschiebung, Tabelle

Beitragvon Kurt » Fr 6. Sep 2013, 18:20

julian apostata hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Wie wärs denn mit einem dass auch nachprüfbar ist?


Dass Kurt ständig ausweicht, wenn’s mal zur Sache geht, das kennen wir ja schon.


Du meinst wenn etwas nur oft genug wiederholt wird dann wird's wahr.

julian apostata hat geschrieben:Natürlich ist die Sache nachprüfbar und zwar über Gedankenexperimente.


Genau das sollte es sein, und darum habe ich gemault.
So ein Gedankenexperiment sollte so aufgebaut sein dass das was relevant ist auch sehr einfach darstellbar ist, z.B. kein Doppler berücksichtigt werden muss, eindeutige Bezüge vorhanden sind und dass dieses G-Experiment auch
in der Realität nachvollziehbar ist, also auf der Erde stattfindet.

julian apostata hat geschrieben:Und wenn ihr euch eures Weltbildes sicher wärt, könntet ihr auch den Widerspruch zwischen Punkt 2 und 3 aufklären.


Wer sind euch?
Ich spreche für mich.

julian apostata hat geschrieben:
1.Der Gang einer Uhr hängt von den Ortsumständen ab.
2.Je geringer die Schwerkraft, desto schneller läuft die Uhr.
3.Frequenzen ändern sich nicht auf dem Weg von oben nach unten.




1 ist OK.
2 ist nicht das was ich aussage.
3 bedarf der Klarstellung


Kurt
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