Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 31. Mai 2013, 05:58

Hallo zusammen,

Ich mache auf meinen heutigen Blog-Eintrag aufmerksam:

Fachaufsichtsbeschwerde an Bundesminister Philipp Rösler: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der Relativitätstheorie

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon julian apostata » Sa 31. Aug 2013, 12:04

Ich hab mir mal die Mühe gemacht, festzustellen inwieweit die Almanachdaten der RT-Korrektur widersprechen könnten.

Zunächst mal die RT-Grobkorrektur für 100 Wochen:

4.46*10^-10*100*7*86400s~0.027s~27E-3s~27Millisekunden.

Ich hab jetzt Folgendes gemacht: Die Zeitkorrektur Af0(s) für Woche 400...

http://www.navcen.uscg.gov/?Do=gpsArchives&path=ALMANACS/YUMA&year=2007&exten=txt
(114 anklicken Woche 400 Sat 15 fehlt )

…hab ich verglichen mit der Zeitkorrektur Af0(s) für Woche 500

http://www.navcen.uscg.gov/?Do=gpsArchives&path=ALMANACS/YUMA&year=2009&exten=txt
(79 anklicken Woche 500 Sat 1 fehlt)

PRN-02********|0.1010894775E-003 - 0.1544952393E-003| ~ 0.0534E-003
PRN-03********|0.4673004150E-004 - 0.3690719604E-003| ~0.3224E-003
PRN-04********|0.1049041748E-004 - -0.2193450928E-004| ~0.03242E-003
PRN-05********|0.2765655518E-004 - -0.1335144043E-004| ~0.04101E-003
PRN-06********|0.1525878906E-003 - 0.4482269287E-004| ~0.1078E-003
PRN-07********|0.3347396851E-003 - 0.2098083496E-004| ~0.3138E-003
PRN-08********|-0.1049041748E-003 - -0.1955032349E-003| ~0.0906E-003
PRN-09********|0.6675720215E-004 - 0.4673004150E-004| ~0.02E-003
PRN-10********|0.1010894775E-003 - -0.1335144043E-004| ~0.1145E-003
PRN-11********|0.1430511475E-004 - 0.3814697266E-005| ~0.00105E-003
PRN-12********|-0.4386901855E-004 - -0.3032684326E-003| ~0.2596E-003
PRN-13********|0.1659393311E-003 - 0.2927780151E-003| ~0.1269E-003
PRN-14********|0.1716613770E-004 - -0.1373291016E-003| ~0.1545E-003
PRN-16********|0.1420974731E-003 - 0.6580352783E-004| ~0.07639E-003
PRN-17********|0.7057189941E-004 - 0.5149841309E-004| ~0.019E-003
PRN-18********|-0.2508163452E-003 - -0.7247924805E-004 |~0.1784E-003
PRN-19********|0.2765655518E-004 - 0.3051757812E-004| ~0.0028E-003
PRN-20********|-0.2384185791E-004 - 0.8773803711E-004| ~0.1115E-003
PRN-21********|0.7534027100E-004 - 0.2288818359E-004| ~0.05246E-003
PRN-22********|0.1783370972E-003 - 0.2031326294E-003| ~0.0248E-003
PRN-23********|0.1611709595E-003 - 0.3890991211E-003| ~0.2279E-003
PRN-24********|0.9441375732E-004 - 0.1754760742E-003| ~0.081E-003
PRN-25********|0.2126693726E-003 - 0.3156661987E-003| ~0.103E-003
PRN-26********|-0.1554489136E-003 - 0.5245208740E-004| ~0.2078E-003
PRN-27********|0.1068115234E-003 - 0.3433227539E-004| ~0.0725E-003
PRN-28********|0.2861022949E-005 - -0.2384185791E-004| ~0.02673E-003
PRN-29********|0.1907348633E-005 - 0.9536743164E-006| ~0.0001E-003
PRN-30********|0.3147125244E-004 - 0.1344680786E-003| ~0.103E-003
PRN-31********|0.2002716064E-004 - -0.5531311035E-004| ~0.073E-003

Die ungenaueste Atomuhr hab ich rot gekennzeichnet. Sie geht in 100 Wochen um 0,3224 Millisekunden falsch.

Ohne relativistische Autokorrektur wären dies (27 - 0.3224) = 26.6776Millisekunden.

Das wussten die Relativisten schon vor 100 Jahren. Dazu mussten sie sich keine Gedanken über Uhrenmechanik machen, sondern lediglich über die Zeit nachdenken.

P.S.

Ich habe das Zahlenmaterial mit größtmöglicher Sorgfalt zusammengestellt.

Wenn trotzdem jemand Fehler entdeckt (die nötigen Links hab ich angegeben), der möge mich informieren, dann ändere ich es selbstverständlich.
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon Kurt » Sa 31. Aug 2013, 12:26

julian apostata hat geschrieben:Ich hab mir mal die Mühe gemacht, festzustellen inwieweit die Almanachdaten der RT-Korrektur widersprechen könnten.


Die ungenaueste Atomuhr hab ich rot gekennzeichnet. Sie geht in 100 Wochen um 0,3224 Millisekunden falsch.

Ohne relativistische Autokorrektur wären dies (27 - 0.3224) = 26.6776Millisekunden.

Schön, dann hat man also einen Anhaltspunkt (wenn man die besseren Uhren hernimmt) um wieviel eine Uhr auf der Bahn der GPS-SAT schneller läuft als herunten.
Jetzt wären noch Daten wünschenswert die auf höheren und niedrigeren Bahnen ermittelt wurden.
Und zwar hinauf bis weit ausserhalb des Masseneinflusses der Erde auf den Gang der Atomuhren.

Vielleicht ergibt sich auch ein Zusammenhang mit der Gravitation von Materie im Bereich der Erdenmasse.
Es könnte auch sein dass sich dadurch, ohne das man gemessen hat, Hinweise auf die jeweilige LG ergeben.

Auch die Sternenaberrationsstärke in Abhängigkeit von der Erde wäre hier ein willkommener Hinweis.
Das gäbe wertvolle Daten um zu erkennen wie sich der Einfluss der Erde in Bezug auf den -Raum- auswirkt.

julian apostata hat geschrieben:Das wussten die Relativisten schon vor 100 Jahren. Dazu mussten sie sich keine Gedanken über Uhrenmechanik machen, sondern lediglich über die Zeit nachdenken.


Tja, schön für sie.
Fragt sich nur ob die Werte die sie errechnet haben auch mit denen der Realität was zu tun haben.

Du sagt: weil sie über -die Zeit- nachdachten.
Frage: was ist -die Zeit-, worüber haben sie da nachgedacht?


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Highways Unverstand

Beitragvon Yukterez » Sa 31. Aug 2013, 14:19

Highway hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:...Ohne relativistische Autokorrektur wären dies (27 - 0.3224) = 26.6776Millisekunden....

Was willst du uns damit überhaupt mitteilen? ich verstehe es noch nicht.

Du bist auch nicht das richtige Zielpublikum für solche Sachen, da du ja noch nicht mal den Unterschied zwischen Newton und der RT kennst. Das liegt daran, dass du, wie auch Frau Lopez, weder den Newton, noch die RT kennst, wie im Hammer und Feder Faden jeden Tag aufs neue bewiesen wird. Herr Apostata meint damit das gleiche, was ich auch meine: viewtopic.php?p=61331#p61331

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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon julian apostata » Sa 31. Aug 2013, 14:20

Highway hat geschrieben:Ohne relativistische Autokorrektur wären auch (150 - 0.3224) = 149.6776Millisekunden. Und? :?


Wollen wir jetzt wieder gegen die SRT argumentieren, in dem wir ihr Falschaussagen unterstellen?

Die RT sagt seit 100 Jahren voraus: Satellitenuhren mit kreisförmiger Umlaufbahn in 20 200km Höhe gehen innerhalb 100 Wochen um 27 Millisekunden vor.

Wie zum Geier kommst du da auf 150 Millisekunden?

Bild

Würde man diese Vorhersage nicht berücksichtigen, und läge der Wert Af0(s) in Woche 297 bei 0 s so würde der Wert in Woche 397 bei -27 Millisekunden liegen.

Mit anderen Worten: 27 Millisekunden müsste man von der SAT-Zeit subtrahieren um auf die offizielle GPS-Zeit kommen.

Derartige Ungenauigkeiten vermeidet man eben indem man die RT automatisch berücksichtigt, so dass nur mehr die weitaus geringeren Ungenauigkeiten der Satellitenuhren übrig bleiben, die jedermann im Almanach einsehen kann.

Siehe auch.

http://www.quantenwelt.de/technik/GPS/almanach.html
Zuletzt geändert von julian apostata am So 1. Sep 2013, 06:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon DerDicke » So 1. Sep 2013, 00:46

Highway hat geschrieben:Newton sagt:

Satellitenuhren mit kreisförmiger Umlaufbahn in 20 200 gehen innerhalb 100 Wochen um 0 Millisekunden vor, in guter Übereinstimmung mit der gemessenen Abweichung von 0.3224E-003s.

nee, Navigationshilfen, die nicht auflösen können, ob man in Cambridge oder in Oxford ist waren schon zu Newtons Zeit unakzeptabel.
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon julian apostata » So 1. Sep 2013, 06:15

In meinem Text hat sich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen, was ich nun korrigiert habe. So ist es jetzt also richtig. (100 Wochen und nicht 2)

julian apostata hat geschrieben:20 200km Höhe gehen innerhalb 100 Wochen um 27 Millisekunden vor.


Highway hat geschrieben:Was in der Quantenwelt diesbezüglich steht ist ziemlich uninteressant! Wo steht etwas offizielles vom Betreiber dazu?


http://de.wikipedia.org/wiki/GPS#Relativistische_Effekte

Die Zeit, die die Atomuhren auf den GPS-Satelliten anzeigen, unterliegt den Effekten der relativistischen Zeitdilatation.[20] Dabei hängt nach der allgemeinen Relativitätstheorie die Ganggeschwindigkeit einer Uhr vom Ort im Gravitationsfeld ab und nach der speziellen auch von ihrer Geschwindigkeit. Das geringere Gravitationspotential in der Satellitenbahn lässt die Zeit schneller vergehen, die Bahnbewegung der Satelliten relativ zu einem ruhenden Beobachter auf der Erde verzögert sie. In einer Flughöhe von ca. 3.000 km heben sich beide Effekte gerade auf, in der GPS-Satellitenbahn überwiegt der gravitative Effekt um mehr als das 6-fache. Auf den Satelliten geht damit die Zeit vor. Der relative Gangunterschied (Δt/t) zu einer irdischen Uhr liegt zwar bei nur 4,4·10−10, er ist jedoch deutlich größer als die relative Ganggenauigkeit von Cäsium-Atomuhren, die besser als 10−13 sind.


Damit die Satellitensignale des GPS außer zur Positionsbestimmung auch als Zeitstandard verwendet werden können, wird der relativistische Gangunterschied der Uhren allerdings kompensiert. Dazu wird die Schwingungsfrequenz der Satelliten-Uhren auf 10,229999995453 MHz verstimmt, so dass trotz der relativistischen Effekte ein synchroner Gang mit einer irdischen Uhr mit 10,23 MHz gewährleistet ist. Weitere relativistische Effekte, wie zum Beispiel der Sagnac-Effekt sind so klein, dass sie bei stationären Empfängern nicht gesondert berücksichtigt werden müssen.


Mit anderen Worten: Weitere Effekte sind im Vergleich zur Ungenauigkeit der Atomuhren so klein, dass es sich nicht mehr lohnt, die auch noch zu berücksichtigen.
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon Hannes » So 1. Sep 2013, 07:46

julian apostata hat geschrieben:20 200km Höhe gehen innerhalb 100 Wochen um 27 Millisekunden vor.

Ist ein guter Hinweis, wo die Uhrentechniker ansetzen sollen.
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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon Kurt » So 1. Sep 2013, 08:14

julian apostata hat geschrieben:Mit anderen Worten: Weitere Effekte sind im Vergleich zur Ungenauigkeit der Atomuhren so klein, dass es sich nicht mehr lohnt, die auch noch zu berücksichtigen.


Mit den richtigen Worten:
Es existieren keine sog. "relativistischen Effekte", diese sind ein reines Hirngespinnst.

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Re: Das Märchen der GPS-Navigatore als Bestätigung der RT

Beitragvon Harald Maurer » So 1. Sep 2013, 11:48

Highway hat geschrieben:Da bleibt wenig Raum für eine Bestätigung von SRT und ART bzw. geht hoffnungslos im Fehlerkorrektur Dschungel unter.

So ist es, vor allem lässt sich nicht erkennen, ob der SRT-Effekt überhaupt existiert. Lt. SRT ist's ein Relativeffekt und kann nicht von einem Absoluteffekt abgezogen werden. Das sind zwei Paar Schuhe. Die GPS-Uhr geht zwar konkret schneller, aber ob das genau um den Betrag erfolgt, der sich aus ART-ZD minus SRT-ZD errechnet, kann nicht verifiziert werden.
Weiters wurde hier der Fehler gemacht, dass man die Korrekturkoeffizienten einfach vergleicht oder zusammen zählt und meint, das wären schon die endgültigen Korrekturwerte. Das sind sie nicht, sondern es sind Koeffizienten, die in einem Algorithmus zur Berechnung der Korrekturgrößen eingesetzt werden! Diese Berechnung erfolgt so:
Korrekturberechnung.png
Korrekturberechnung.png (67.78 KiB) 7013-mal betrachtet

Dazu sind im Datenblock I insgesamt 5 Uhrparameter enthalten, wobei a_o = Af(0) - Bias, a_1 =AF(1) - Drift und dazu kommt noch a_2 = Ageing und AODC - Age of Data. Der tatsächliche Korrekturwert ergibt sich erst nach Berechnung nach obigen Formeln. Die Koeffizienten alleine sagen noch nichts aus!

Grüße
Harald Maurer
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