Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon fallili » Fr 30. Aug 2013, 19:23

Wird wahrscheinlich niemanden überraschen - aber ich les da Lübeckers lange Antworten und ich finde keinen Fehler in seinen Argumentationen.
Ich schreib das nun eigentlich mehr für Lübecker, damit er nicht daran verzweifelt, dass bisher alle "gegen" ihn stehen.

Leider hat Einstein selbst die Texte so geschrieben, dass sie manchmal etwas Interpretationsspielraum lassen.
Als anderes Beispiel. Lübecker will beim Zugbeispiel den 2,3 ls langen Zug weil er die Ausgangsituation anders interpretiert als ich (und die meisten hier).

Und so Interpretationsspielraum dürfte eigentlich nicht sein.
Ich kann mich noch erinnern, dass bei meinen Publikationen oft viel Stress mit dem Institutsleiter darüber entstanden ist weil er immer gesagt hat, dass man einen Text so schreiben muss, dass selbst der bösartigste "Gegner" den Text nicht missinterpretierten KANN. Und wie man sieht, mein Prof hatte recht.

Und genauso wird hier bei diesem Gravitationseinfluss wieder heruminterpretiert, die einzelnen System durcheinandergeworfen und daher gibt's da wieder elendslange Diskussionen.
Sollen die "Gegner" doch gleich sagen: "Die ART ist grundsätzlich Blödsinn es gibt keinen Einfluss, wir erkennen auch keine Beweise der Physik an, weil die alle lügen" und damit wär schon gut.
Wenn man davon ausgeht das die ganze SRT und ART nur ein "Trick" ist und damit auch nicht anerkennt, dass Uhren eben unterschiedlich schnell gehen können - also Zeit eben nicht etwas absolutes ist -, braucht man ja erst gar nicht lange zu diskutieren. Pech halt, das die Meßergebnisse in der Realität bisher eben Einstein durchaus recht geben.
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon fallili » Fr 30. Aug 2013, 20:51

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Sollen die "Gegner" doch gleich sagen: "Die ART ist grundsätzlich Blödsinn es gibt keinen Einfluss, wir erkennen auch keine Beweise der Physik an, weil die alle lügen" und damit wär schon gut.
....


Das sagt niemand. Lümmelbeckers ART ist falsch. Das ist ein erheblicher Unterschied. Warum du darin keinen Fehler entdecken kannst ist dabei nachrangig.


Kann sein - das Thema les ich nur so nebenbei weil mich GPS nicht so wahnsinnig interessiert. Dass prinzipiell alles auch gerechnet werden könnte, ist meiner Meinung nach nur von wissenschaftlichem Interesse, weil ich glaube (und diverse Seiten im Netz geben mir recht) dass GPS ganz pragmatisch so von Hand so justiert wird, dass die angegebenen Positionen dann stimmen.

Daher kann ich in dieser Diskussion da durchaus etwas übersehen haben - ich find aber den Fehler in Lübeckers Argumentation nicht.
Vielleicht überseh ich was - aber die Grundaussage, dass die oben gesendete Frequenz und die unten gemessene Frequenz NICHT identisch ist, halte ich für richtig. "Frequenz" ist ja auch nichts anderes als ein Zeitmaß (1/s) und daher muss sich die Frequenz, wenn die ART gilt und die Zeit vom Gravitationsfeld beeinflusst wird, ebenfalls ändern.

Vor allem den letzten Beitrag http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=593&start=110#p61538 würde ich mal als zutreffend bezeichnen.
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon fallili » Fr 30. Aug 2013, 21:18

Highway hat geschrieben:Für solche überlangen Postings müsste er schon körperlich gezüchtigt werden, Ich lese die überhaupt nicht mehr oder nur in den seltensten Fällen. Er sabbelt, wie eine tibetanische Gebetsmühle, immer wieder den gleichen Unfug runter. Außerdem verwechselt er laufend die Bezugssystem was seiner Argumentation zusätzlich abträglich ist.

Der Ausgangspunkt war der, dass die gravitationsbedingte Rot- bzw. Blauverschiebung offenbar nicht stattfindet, wie das ursprünglich von Kurt aufgeworfen wurde. Ich glaube nicht das der Lümmelberger das in diesem Leben nochmal begreift. Insofern ist noch mit weiteren megalangen Blödsinnabsonderungen zu rechnen. ;)

Ich tendiere eher zu Auffassung von Harald, Ernst, Chief und einiger anderer User.

Grüße


Das mit "elendslang" kann ich nachvollziehen und es ist nicht leicht herauszufinden was er genau aussagt ;-)

Aber entweder gibt es einen Einfluss der Gravitation wie das die ART behauptet, dann muss dieser Einfluss auch beim GPS System existieren, oder die ART ist "Blödsinn" dann gibt's natürlich auch keine gravitationsbedingte Rot- bzw. Blauverschiebung.

Sieht also so aus, dass ich nicht Deiner Meinung bin, ich glaub der ART.
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon Kurt » Fr 30. Aug 2013, 21:25

Highway hat geschrieben:
fallili hat geschrieben:...
Sollen die "Gegner" doch gleich sagen: "Die ART ist grundsätzlich Blödsinn es gibt keinen Einfluss, wir erkennen auch keine Beweise der Physik an, weil die alle lügen" und damit wär schon gut.
....


Das sagt niemand. Lümmelbeckers ART ist falsch. Das ist ein erheblicher Unterschied. Warum du darin keinen Fehler entdecken kannst ist dabei nachrangig.


Und vor allem ist es unverständlich.
Siehst du wirklich nicht was da nicht zusammenpasst, oder willst du es nicht sehen?


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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon Hannes » Fr 30. Aug 2013, 21:50

Hallo Falili !
Daher kann ich in dieser Diskussion da durchaus etwas übersehen haben - ich find aber den Fehler in Lübeckers Argumentation nicht.
Vielleicht überseh ich was - aber die Grundaussage, dass die oben gesendete Frequenz und die unten gemessene Frequenz NICHT identisch ist, halte ich für richtig.

Was du nicht sehen willst, wirst du nie sehen.
Es stellt sich immer deutlicher heraus, dass uns Albert Einstein mit seinem Ausspruch: "Zeit ist das, was die Uhren anzeigen", ganz gewaltig aufs Eis geführt hat.Eine von Menschen gemachte Uhr hat nicht den geringsten Einfluss auf den Ablauf der Zeit. Sonst hätten sich schon viele eine Uhr gebaut, die um die Hälfte langsamer läuft. Sie könnten dann die doppelte Lebenszeit haben.
Und wenn die Uhr stehenbleibt....... sind sie tot.
Wenn eine Uhr von äusseren Einflüssen abhängig ist, muss sie repariert werden.Oder umgebaut oder entsorgt.
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon Kurt » Fr 30. Aug 2013, 22:13

Lübecker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:GPS beweist eindeutig dass die Frequenz eines oben gesendeten Signals unten identisch ankommt, also keinerlei, besser: überhaupt keine Frequenzänderung stattfinden kann.

Die Frage dazu war:

1. Auf der Erde wird ein Sender auf 10,229999995453 Mhz gesellt, ja oder nein?

Und kann er darauf Antworten, oder ist die Frage schon zu schwer? Einverstanden oder Einwände?



Dir passt also die Frequenz nicht, naja, dann eben die Originalen.

Wir nehmen einen GPS-SAT stellen ihn auf die Startrampe und stellen seine Uhr so ein dass sich eine Sendefrequenz
für den P-Code von 10,229999995453 Mhz
für das L1 Trägersignal von 1575,419999299762 Mhz
für das L2 Trägersignal von 1227,59999945436 Mhz ergibt.

So, nun hoch damit, am besten auf eine geostationäre Bahn denn dann gibt's keinen Doppler.

Noch weitere Einwände?


Zur Bestimmung der Frequenzen verwenden wir einen Zähler dessen Referenz mit der GPS-Zeit synchronisiert ist.
(falls dir die Messung von Frequenzen, der technische Ablauf dazu, nicht geläufig sein sollte dann sags, dann machen wir das erst durch).


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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon DerDicke » Fr 30. Aug 2013, 23:13

fallili hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Kann sein - das Thema les ich nur so nebenbei weil mich GPS nicht so wahnsinnig interessiert. Dass prinzipiell alles auch gerechnet werden könnte, ist meiner Meinung nach nur von wissenschaftlichem Interesse, weil ich glaube (und diverse Seiten im Netz geben mir recht) dass GPS ganz pragmatisch so von Hand so justiert wird, dass die angegebenen Positionen dann stimmen.

Nur so nebenbei: Rekonstruktion der Zustandsvariablen von komplexen Systemen anhand der Meßdaten geschieht heute i.A. durch einen Kalmanfilter. nWdD auch beim GPS
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon DerDicke » Fr 30. Aug 2013, 23:20

Chief hat geschrieben:Diese 446ps kommen gar nicht zustande! :lol: :lol: :lol:

...Essen war jahrzehntelang für das britische Zeitnormal zuständig. Als Physiker hatte er sich von Anfang an für Probleme der Relativitätstheorie interessiert [2] [3]. Er war ein beharrlicher Kritiker der Speziellen Relativitätstheorie [4] [5], insbesondere des Konzepts der Zeitdilatation, das er strikt ablehnte. Er weigerte sich, bei der Uhrensynchronisation den Lorentz-Faktor zu berücksichtigen...


Nun hat Herr Maurer in diesem Thread den Beweis für die 446ps anhand der Almanachdaten dankenswerterweise vorgelegt.
Chief setzt dagegen das klassische Bibelforschungsargument, daß irgend ein Guru irgendwann mal irgendwas gesagt hat. Unterschied zwiwchen Religion und Physik immer noch nicht kapiert?
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon DerDicke » Sa 31. Aug 2013, 02:06

Ach ja? Und wie widerlegt eine Uhr mit einem Torsionspendel jetzt die RT?
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Re: Die richtige Sekunde und der richtige Meter

Beitragvon Hannes » Sa 31. Aug 2013, 08:30

Hallo Manuel, Lübecker !

Aber wie wäre eine Synchronisation über einen Pulsar ? Dann laufen die Erduhr und die Orbituhr ganz gleich. Rotverschiebung ohne gegenseitige Bewegung ist dann nicht möglich.

Du erlaubst dir zu schreiben:
Wäre für die Weltzeit eine Möglichkeit, ist aber physikalisch Unfug.


Es ist wirklich nicht deine Aufgabe, über physikalischen Unfug zu befinden.
Warum soll das nicht zu Kontrollzwecken verwendet werden ?

Nach der ART gibt es da durch die Gravitation einen Effekt von ca. 529 ps und nach der SRT ca. - 83 ps in Summe also ca. 446 ps. Ist doch beachtlich, dass die RT also genau diesen Effekt schon vor fast 100 Jahren vorhersagen könnte. Die RT kann also den Gangunterschied der Uhren berechnen und auch logisch begründet geometrisch erklären.

Wie erklären die die Leugner und Zweifler den Wert und die Tatsache, dass die RT den Wert richtig berechnen und erklären kann?

Wozu brauche ich eine Theorie, um den Fehlgang einer Uhr zu berechnen ?
Ja, vielleicht könnte ich mit der Uhr die geografische Höhe eines Satelliten bestimmen, wäre ja eine Möglichkeit.
Rot-oder Blauverschiebung ist NUR durch gegenseitige Bewegung möglich.
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