rmw hat geschrieben:So viel ich weis wollten sie das Ergebnis zum "Einsteinjahr" 2005 präsentieren hatten aber nichts als ein verrauschtes Signal. Dann haben sie bis 2011 (!) dieses verrauschte Signal ausgewertet und wollen dann diese Effekte gefunden haben. Kann glauben wer mag, eine der vielen Grotesken um die RT-Beweise halt.
Gravity Probe B ist von Anfang an gescheitert. Die übermittelten Daten entsprachen überhaupt nicht den Erwartungen. Das hätte natürlich auch bedeuten können, dass die Gyroskope bislang unbekannte Gravitationseffekte aufgedeckt hatten. Das lag aber nicht in der Absicht der Erfinder. Es musste also ein Fehler her, und man ging einfach davon aus, dass sich auf den Gyroskopkugeln unerwartete elektrische Felder gebildet hatten. Bill Bencze, der als Elektroingenieur bei Gravity Probe B mitgearbeitet hatte, sagte dazu:
"Nach dem Start ins All fanden wir eine kleine elektrische Ladung auf dem Gyroskop. Andere Ladungen im Gerät üben darum kleine Kräfte auf das Gyroskop aus, und das hat unsere Pläne durchkreuzt. Dadurch scheitert nicht das ganze Projekt, aber es macht die Datenauswertung schwieriger, denn wir müssen den Störeffekt erst verstehen und berechnen können."
Wie groß der "Störeffekt" war, kann man aus einem Artikel hier
http://www.sciencenews.org/view/generic ... _pays_off_entnehmen, indem es heißt:
“The first analysis of this data revealed unexpected anomalies. The gyroscopes had behaved badly – wandering around and pointing in strange orientations. Irregular patches on the surfaces of the spheres were to blame. Everitt knew about these patches and expected interactions with the housing that would create small forces, or torques. But unanticipated patches on the housing itself amplified these electrostatic interactions. ‘The torques were 100 times larger than we were expecting,’ says Everitt. ‘It was a horrible shock."
Der "Störeffekt" war also 100 Mal stärker als der erwartete Effekt!
Dazu muss man wissen, dass die Verdrehung der Gysroskop-Rotationsachsen just mit auf den Kugeln liegenden elektrischen Feldern und den sich daraus bildenden Magnetfeldern gemessen hätten werden sollen.
"Den Störeffekt verstehen und berechnen" heißt wohl nichts anderes, als die chaotischen Daten auf das gewünschte Ergebnis hin zu rechnen. Man wusste weder, ob die Annahme zusätzlicher Felder überhaupt zu traf, noch hatte man die Möglichkeit, diese Felder zu messen und von den ohnehin vorgesehenen Feldern zu selektieren. Es war also von vornherein nur eine Methode denkbar, den angenommenen Fehler so zu dimensionieren, dass das gewünschte Resultat zutage trat. Andernfalls hätte man zugeben müssen, dass 50 Jahre Vorbereitung und 760 Millionen Dollar nur verlorene Zeit und hinaus geschmissenes Geld bedeutet hätten.
Es ist aber nicht einmal gesichert, ob dieser angenommene Störeffekt überhaupt vorlag, und das Ergebnis des Experiments hätte demnach auch lauten können, dass Gravity Probe B die Aussagen der ART
nicht bestätigt! Hier zeigt sich die übliche Methode, anhand passender Fehlerrechnung Einstein "glänzend zu bestätigen", in besonders deutlicher Weise!
Obwohl es sich praktisch um nichts anderes als ein misslungenes Experiment handelt, hält es nun dennoch Einzug in die Reihe der Experimente, die Einstein nicht widerlegen konnten, und wird nun sogar als eines der präzisesten Experimente dieser Art bezeichnet.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt...
Grüße
Harald Maurer