Yukterez hat geschrieben:Beim Beispiel Mond auf Erde benötigt man bei gleicher Entfernung zur Oberfläche (300m) nur noch 5 sek, anstatt, wie bei Hammer oder Feder, 13 sek:
Zuerst berechnest Du die Fallzeit von Hammer und Feder
auf den Mond mit 13 s, dann berechnest Du die Fallzeit des Mondes
auf die Erde mit 5 s - und das vergleichst Du nun? Was soll das aussagen?
Du hast die Fallzeit des Mondes auf die Erde aus 300 m Höhe mit 5,11904 s berechnet. Und nun rechne mal die Fallzeit des Hammers und jene der Feder auf die Erde aus 300 m Höhe aus!
In der Entfernung des Mondes (60 mal den Erdradius) beträgt die Fallbeschleunigung 2,72*10^-3 m/s². Das gilt auch für einen Hammer in derselben Entfernung. Das Verhältnis zur Fallbeschleunigung auf der Erdoberfläche ist
a_hammer/a_mond= (60*r_erde/r_erde)²
--> a_hammer=3600*a_mond.
Das ergibt für
a_hammer = 2,72*10^-3*3600 m/s²= 9,8 m/s² !
Für Hammer und Mond gilt daher dieselbe Fallbeschleunigung und demnach müsste Hammer und Mond aus 300 m Höhe auch dieselbe Fallzeit haben!
Die auf den Mond in seiner Entfernung wirksame Fallbeschleunigung Richtung Erde ergibt sich aus dem 2. Keplerschen Gesetz:
(4*pi²*60*r_erde)/Umlaufzeit Mond mit 2,36*10^6 s = 2,72*10^-3 m/s² !
Ob's den Mond betrifft oder einen Hammer, ist egal. Auch der Hammer würde auf der Bahn des Mondes in 27,3 Tagen die Erde umkreisen. Und - wie gesagt - aus 300 m Höhe ebenso schnell wie der Mond zur Erde fallen! Wäre es nicht so, dann wäre das Äquivalenzprinzip widerlegt (Schwere Masse = Träge Masse!)
Die Anziehungskraft zwischen Erde und Hammer ergibt sich mit F=G*m_hammer*M_erde/R²
Die Beschleunigung des Hammers a_hammer = F/m_hammer!
Die Anziehungskraft zwischen Erde und Mond ergibt sich mit F=G*m_mond*M-erde/R²
Die Beschleunigung des Mondes a = F/m_mond !
Da muss doch für Hammer und Mond dasselbe herauskommen!
Grüße
Harald Maurer