McDaniel-77 hat geschrieben:Lieber HD116657 und fallili,
erst mal zu deinen Fragen HD116657 warum Atomkerne nicht auseinander fliegen und was es mit Neutrinos von der Sonne auf sich hat.
Atomkerne fliegen eigentlich fast alle auseinander, siehe das Bild der Isotopenverteilung etwas weiter oben. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es jedoch stabile Atome. Bei diesen relativ stabilen Atomen handelt es sich um Kombinationsobjekte einzelner Protonen und Elektronen. Wasserstoff ist noch klar, ein Proton und ein Elektron. Beim Helium wird es schon kompliziert, denn im Kern des Heliumatoms befinden sich zwei Protonen, welche nicht durch Elektronen zusammengehalten werden. Insgesamt besteht ein Heliumatom aus 8 Elementarladungen, wobei 4 Protonen zusammen mit zwei Elektronen den Atomkern bilden und die restlichen 2 Elektronen die Atomhülle bevölkern. Jetzt darf man nicht der Idee verfallen, ein Atom sei ein starres Objekt, nein, ein Atom ist ein sehr dynamisches Gebilde. Die Anziehungs- und Abstoßungskräfte halten sich die Waage, es stellt sich ein dynamisches Gleichgewicht ein. Im zeitlichen Mittel kann man sich es vielleicht so vorstellen, dass im Kern die beiden Elektronen dafür sorgen, dass die vier Protonen nicht auseinander fliegen, schließlich werden diese beiden Elektronen sehr stark von den vier Protonen angezogen, gleichzeitig stoßen sich die Protonen und die Elektronen aber ab. Wäre das nicht der Fall, würde ein Atom nicht existieren und vermutlich auch sonst nichts. Durch die ambivalente Struktur der Elementarladung kommt es eben zu diesen Anziehungs- und Abstoßungskräften, welche dazu führen, dass Atome eine räumliche Ausdehnung besitzen und Materie nicht komprimierbar ist. Ein Elektron stürzt auch nicht ins Proton, denn dieses Kombinationsobjekt wird heute noch als Neutron verstanden, dieses Gebilde ist allerdings nicht stabil und zerfällt wieder zu einem Proton und Elektron. Neutrale Teilchen, wie du schreibst, gibt es nicht, sie bestehen immer aus Elementarladungen und sind nur rechnerisch "neutral".
Das was man als angebliche Neutrinos der Sonne gemessen hat, ist in Wirklichkeit auch nur ein elektromagnetischer Effekt. Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, das Fenster zum Kosmos ist die EM-WW, wir haben keine andere Wechselwirkung, mit der wir mit der Realität in Verbindung treten können. Das Licht ferner Sterne wird durch elektromagnetische Prozesse erzeugt, bewegte Elementarladungen transportieren die EM-WW mit maximal der Lichtgeschwindigkeit bis zum Empfänger. Ein Empfänger absorbiert die EM-WW wiederum durch einen elektromagnetischen Prozess. Z.B. werden Moleküle in unserer Netzhaut durch die EM-WW eines fernen Sterns dazu gebracht einen elektrischen Impuls auszulösen, der durch eine Nervenzelle, wiederum elektrisch weitergeleitet wird, bis im Gehirn durch elektromagnetische Prozesse eine Vorstellung in unserem Bewusstsein entsteht. Es ist nie etwas anderes, als die elektromagnetische Wechselwirkung im Spiel.
Daher ist meine Realitäts-Theorie prinzipiell anderen Theorien überlegen, da alles nur durch die Elementarladung und die durch sie hervorgerufene EM-WW erklärt werden kann. Die Gravitation, wie wir sie verstehen ist nur eine fast infinitesimal kleine Nebenwirkung der EM-WW.
Lieber fallili,
bitte lese noch mal genauer nach, was ich schreibe/sage. Nichts existiert nicht, nur Objekte existieren. Die einzigen Objekte im Universum sind Elementarladungen. Sterne existieren selbstverständlich, da sie makroskopische Objekte aus etwa 10^54 Elementarladungen sind. Was wir mit Photozellen von diesen Sternen empfangen können, ist die EM-WW deren Elementarladungen, diese Wirkung reicht bis zu uns, auch wenn Millionen von Lichtjahren dazwischen liegen. Elementarladungen haben keinen Rand, somit ist die Reichweite nur durch die intrinsische Rotverschiebung der Materie limitiert. Heute können wir die Rotverschiebung durch bekannte Plasma-Physik plausibel erklären. Fiktionaler Nonsens, à la Expansion des Konzeptes Raumzeit, leisten keinen Beitrag zum besseren Verständnis der physikalischen Vorgänge im Universum.
Noch etwas, wenn man ein fiktionales Teilchen postuliert und es nicht 100%ig nachweisen kann, hat man es dann gefunden oder nicht? Einfache Antwort: Nein! Man hat es nicht gefunden, man kann keine Gefäße mit Neutrinos füllen oder Gegenstände aus Neutrinos bauen. Von Konzepten kann man weder Fotos machen und noch einen Ort im Universum angeben, wo man dieses Konzept bzw. Neutrinos finden kann. Zeig mir ein Foto von einem Neutronenstern oder einem Schwarzen Loch, ein Gefäß voll mit Dunkler Materie wäre natürlich auch der Hammer. Außerdem würde ich vermutlich meinen Verstand verlieren, wenn du mir einen Eimer voll Dunkler Energie vor die Füße kippen würdest. Man kann keinen Ort angeben wo man Glück oder Liebe findet - vermutlich auf der Venus, nicht wahr?
MfG
McDaniel-77
Da Du mich persönlich angesprochen hast, möchte ich auch antworten.
Zu dem Teil den Du "mir "geschrieben hast kann ich nur sagen, dass jede Theorie eigentlich NUR mit Konzepten und Modellen arbeitet. Ob diese dann überhaupt mit der Realität übereinstimmen, muss man sehr bezweifeln - entscheidend ist aber ob diese Konzepte eine brauchbare Beschreibung der Realität erlauben.
Und da ich der Meinung bin "Ja das tun sie, und dies sogar sehr gut" wohingegen Du hier eigene Konzepte gegenüberstellst, glaube ich nicht, dass wir wirklich eine Diskussion führen können.
Man kann keine Gegenstände aus Neutrinos bauen, aber auch nicht aus Elektronen, Protonen, Neutronen oder Quarks. All diese Begriffe sind nur "Worte" für etwas, das wir mit Sicherheit nicht "in Wirklichkeit" erkennen können (da würde ich fast auf Kant's "Ding an sich" zurückgreifen)- dennoch heißt das nicht, dass es keine Neutrinos ... Quarks gibt.
Zu dem vor "meinem" Teil geschriebenen Text.
Auch da finde ich viele Dinge die ich so nicht gelten lassen würde.
1) Ich würde nicht sagen, das Helium 8 Elementarladungen hat. 2 Protonen, 2 Elektronen und 2 Neutronen - das wars für mich.
Natürlich kann man ein neutrales Neutron auch als Proton+Neutron betrachten - aber das ist nicht korrekt.
Ein Proton und ein Elektron zusammenzugeben ergibt noch lange kein Neutron - und ein zerfallendes Neutron ergibt auch nicht Proton + Elektron sondern da entsteht auch noch ein Anti-Neutrino (wirst Du aber auch wahrscheinlich nicht anerkennen).
Teilweise gibt's Du ja auch selber Antworten die so ungefähr passen könnten.
Aber dennoch bleibt ein Neutron ein neutrales Teilchen und ist nicht "nur rechnerisch" neutral. Dies eben deswegen, weil ein Neutron nicht nur "ein Elektron + ein Proton" ist sondern etwas Eigenständiges.
2) Dass Atomkerne "eigentlich fast alle auseinanderfliegen" halte ich auch für eine schwierige Aussage.
Natürlich kann man zu einem Helium Kern theoretisch bis zu unendlich viel Neutronen dazupacken, und dann sagen - "das sind alles instabile Kerne" und nur mit 2 oder 3 Protonen ist der Kern stabil - also ein Verhältnis von unendlich zu 2.
Deine Aussage suggeriert daher zumindest, das Atomkerne eigentlich eher unstabil sind - aber wieso ist dann dann z.B. unsere Erde zum größten Teil aus stabilen Kernen aufgebaut? Ich würde daher eher aussagen, das Atomkerne meistens (bis fast immer stabil) sind.
Ich glaube, dass wir beide sehr unterschiedliche Auffassungen, Konzepte und auch Begriffsvorstellungen haben und daher kaum über diese Themen reden können.
Ich halte Deine Ausführungen manchmal für durchaus interessant - und find es auch gut, wenn jeder versucht sich "die Welt" zu erklären (die "derzeit gültige wissenschaftliche Sichtweise" ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss).
Aber dennoch werde ich Deine Ausführungen meist noch weniger verstehen als das was uns die Wissenschaft bietet und die "derzeit gültige wissenschaftliche Vorstellung" ist für mich hilfreicher für ein Verständnis der Welt.
Viele Grüße
fallili