fallili hat geschrieben:Vielleicht hab ich das Ganze falsch verstanden, weil ich da nicht von Anfang an mitgelesen habe, aber ich bleibe dabei das eine große Masse schneller am Boden ankommen wird als ein kleine.
Das kommt wie gesagt darauf an ob man in relativen Abständen oder in Koordinaten rechnet, und wenn man in Abständen rechnet, auch darauf, ob man parallel oder seriell fallen lässt. Und vor allem darauf, ob man die Massen vorher aufheben muss, oder ob man sie über dem Boden materialisiert bekommt.
fallili hat geschrieben:Die Gravitationskraft ist von beiden beteiligten Massen abhängig - die Beschleunigung von der Kraft, und da die Kraft ja nicht nur auf einen Körper wirkt - wird die Zeit bis zum Kontakt (und anders würde ich den Begriff "fällt zu Boden" nicht auffassen) entsprechend kleiner. Schließlich wird ja nicht nur das Gewicht beschleunigt, sondern auch der Mond.
Sehr richtig. Wenn du von der Kraft auf die Eigenbeschleunigung kommen willst, musst du nur noch durch die Eigenmasse dividieren, dann kriegst du für Hammer und Feder gleichen Wert.
Möglicherweise hab ich da aber wirklich etwas übersehen - die Diskussion mit dem parallelen Fallen von Feder und 10 kg Gewicht versteh ich nicht.
Dafür gibt es auch die Bilder:
Parallel.png und
Seriell.pngWenn beide parallel losgelassen werden, kommen natürlich auch beide zur gleichen Zeit an. Feder und Gewicht unterliegen der gleichen Beschleunigung - der Mond aber in so einem Fall auch.
Nichts anderes war gemeint.
Aber wenn man in 100 m über dem Mond eine 10 kg Masse platziert und dann ausrechnet, wann die am Boden ankommt, und im nächsten Fall dann die Masse eines "Gegenmondes" in 100 m Abstand platziert, werden "Gegenmond" UND Mond gleich beschleunigt und damit erfolgt der Kontakt früher. Mehr Gesamtmasse - schnelleres zusammentreffen - wär halt nun mal meine Meinung.
Das ist ja auch richtig, sofern man Hammer und Feder nicht gleichzeitig fallen lässt, sondern nacheinander, und dabei in Abständen statt in Koordinaten rechnet. Das heisst aber nicht, daß dadurch der Hammer eine schnellere Geschwindigkeit erreicht, als die Feder!
Wenn 1kg in 990 g und 10 g zerschnitten wird, dann wird das 990 g Stück schneller ALS das 10 g Stück unten ankommen ABER immer NOCH langsamer als ein 1 kg Stück alleine.
Das kommt darauf an, ob du die Stücke am Boden, oder in der Höhe zerschneidest, und ob du sie nebeneinander oder nacheinander fallen lässt. Die Energie, die am Boden ankommt, ist die gleiche, wie die, die zum Anheben aufgewandt wurde! Wenn du eine Feder von 1e-3 kg um 10 Meter relativ zum Boden hebst, dann senkst du mit den dafür benötigten 0.0016 Joule den Mond, der hier 7e21 kg und einen Radius von 1.7e6 m haben soll, um 1.4e-24 m ab. Koordinatentechnisch hast du die Feder also nur um 10-1.4e-24 m angehoben. Bei einem 10 kg Hammer sind es dann nur noch 10-1.4e-20 m.
Die Feder musst du also um 10+1.4e-24 m von der Oberfläche anheben, den Hammer aber schon um 10+1.4e-20, damit der Abstand vom Schwerpunkt 10 m ist, wenn du die Experimente nacheinander machst. Gleichzeitig macht es keinen Unterschied, da Hammer und Feder gemeinsam am Mond ziehen!

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