Expansion des Universums

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » So 4. Aug 2013, 00:47

McDaniel-77 hat geschrieben:Macht man den Versuch einzeln, so fällt die Erde schneller auf die Sonne als der Mond, da der Mond eine geringere Fallbeschleunigung als die Erde bewirkt.

Die Erde fällt auf die Sonne schneller als der Mond? :o Galilei und Newton haben sich geirrt! :?:
Das ist ja eine sensationelle Feststellung! :shock:

Grüße
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Jondalar und Ernst - ein ungleiches Paar

Beitragvon Yukterez » So 4. Aug 2013, 01:33

Lol Ernst, was redest du nun für einen Schwachsinn? Jeder hier weiss, dass Masse 1 abhängig von Masse 2 beschleunigt und Masse 2 abhängig von Masse 1. Wie kommst du nun darauf, dass "Fallen" die Summe aus beiden Geschwindigkeiten wäre? Bei Jondalar liegt das daran, dass er in einer Waldorfschule war, wo man statt Mathematik und Physik nur Klatschen und Tanzen hatte, aber du solltest wissen, dass es genau so und nicht anders ist wie auf Seite 30. Oder hast du dazu etwa Einwände?
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 05:42

Chief hat geschrieben:Dann kleben wir kleine Masse m an die große Masse M. Dadurch entsteht eine noch größere Masse M+m.

Wieso wird sie nicht gebremst wenn kleine Masse langsamer fällt?

Was fällt schneller ein Kilogramm Federn oder ein Kilogramm Blei


Du hast die kleine Masse ja an die große geklebt, dann wirkt das wie eine Masse und die fällt halt dann schneller, nicht langsamer.

Auch im letzten Satz kommt es darauf an, wie immer ;)

Wenn Du die Federn am Nordpol wiegst, und das Blei am Äquator sind die Federn schwerer, wenn DU sie am gleichen Ort wiegst werden sie wohl gleich viel wiegen. Wieg doch mal 1Kg Blei auf dem Mond....

Herzliche Grüße
Zuletzt geändert von Jondalar am So 4. Aug 2013, 05:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 05:44

Harald Maurer hat geschrieben:Alle Körper unterliegen derselben Fallbeschleunigung, ungeachtet ihrer Masse.


Das ist eine Näherung Harald, weil man kleine Massen auf der Erde vernachlässigen kann. Eine große Masse zieht eben auch die Erde an und bewegt sie mitunter auch auf sie zu, zwei Massen ziehen sich GEGENSEITIG an.

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 05:51

Highway und McDaniel,

natürlich spielt dabei G eine Rolle, das steht ja auch in der Formel. Zwei massereiche Körper aus 5000 Km Entfernung fallen natürlich schneller zusammen als zwei massearme Körper.

Die Erde hat ja auch eine Anziehung G - wird aber natürlich auch von der Sonne angezogen. Nur, weil ein Körper kleiner ist, verliert er ja nicht seine Gravitation. Die ersten Exoplaneten wurden anhand der gravitativen Bahnstörungen des Sternes gemessen. Ein ausreichend großer Planet bringt seinen Mutterstern zum taumeln.

Es wird auch schon erwogen eine Asteroidenabwehr zu realisieren, bei dem man eine Rakete vor oder hinter einem Asteroiden "parkt" und damit gravitativ seine Bahn verändert.

Herzliche Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » So 4. Aug 2013, 07:43

Highway hat geschrieben:ich denke der Fehler in deiner Ableitung ist m.E. nach der, dass in deiner Beziehung R als konstant angenommen wird. Das ist er aber genau genommen nicht.

a = GM/R² ergibt die Fallbeschleunigung auf der Oberfläche des Himmelskörpers (R=Radius), die Höhenabhängigkeit darüber berechnet sich einfach mit Addition der entsprechenden Höhe zu R: a = GM/(R+h)²

Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 07:50

Harald Maurer hat geschrieben:a = GM/R² ergibt die Fallbeschleunigung auf der Oberfläche des Himmelskörpers


Ja, und je höher M ist, desto mehr a kommt hinten raus oder ;)

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Harald Maurer » So 4. Aug 2013, 08:10

Jondalar hat geschrieben:Ja, und je höher M ist, desto mehr a kommt hinten raus oder

Die Masse M ist als Schwere Masse das Maß für die Kraft, die diese Masse auf eine andere Masse ausübt, aber auch als Träge Masse ein Maß für die Kraft, mit welcher M sich einer auf sie ausgeübten Kraft widersetzt (Trägheit). Aus dieser Äquivalenz Schwere Masse=Träge Masse folgt eben das Fallgesetz. Ein schwerer Körper wird von der Erde stärker angezogen, widersetzt sich aber auch stärker, ein leichterer Körper wird weniger angezogen, widersetzt sich aber auch weniger. Das führt dazu, dass beide gleich schnell fallen. Erde, Mond und eine Erbse würden daher auf die Sonne gleich schnell fallen, und für alle drei würden dieselben Umlaufbahnen um die Sonne ohne Berücksichtigung ihrer Massen gelten.

Grüße
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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 08:23

Harald Maurer hat geschrieben:
Jondalar hat geschrieben:Ja, und je höher M ist, desto mehr a kommt hinten raus oder

Die Masse M ist als Schwere Masse das Maß für die Kraft, die diese Masse auf eine andere Masse ausübt, aber auch als Träge Masse ein Maß für die Kraft, mit welcher M sich einer auf sie ausgeübten Kraft widersetzt (Trägheit). Aus dieser Äquivalenz Schwere Masse=Träge Masse folgt eben das Fallgesetz. Ein schwerer Körper wird von der Erde stärker angezogen, widersetzt sich aber auch stärker, ein leichterer Körper wird weniger angezogen, widersetzt sich aber auch weniger. Das führt dazu, dass beide gleich schnell fallen. Erde, Mond und eine Erbse würden daher auf die Sonne gleich schnell fallen, und für alle drei würden dieselben Umlaufbahnen um die Sonne ohne Berücksichtigung ihrer Massen gelten.

Grüße
Harald Maurer


Die Formel ist doch F=G*m1*m2/r²

F=m*a, soweit ist ja alles richtig. Dann folgt aber:

m*a=G*m*m2/r² , daraus dann

a=G*m2/r²

Dein M ist also nur m2 und ergibt bei größerem m2 auch mehr a.

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Re: Expansion des Universums

Beitragvon Jondalar » So 4. Aug 2013, 08:45

Highway hat geschrieben:Es ging um zwei Körper unterschiedlicher Masse welche 100 km über der Erde fallen gelassen werden und die Behauptung lautete sinngemäß das die Fallgeschwindigkeit unterschiedlich sei.

Jetzt geht es offenbar um den Vergleich die Fallgeschwindigkeiten auf anderen Planet und Himmelskörpern. Irgendwie ist das mal wieder alles etwas konfus. :evil:


Das spielt eigentlich gar keine Rolle. G ist bei jedem Körper anders, aber das Prinzip bleibt immer gleich. Wenn ein Apfel auf den Boden fällt, zieht der auch die Erde an und bewegt sie ein Stück auf sich zu - wenn auch nur ein klitze-klitzekleines Stück ;)

Herzliche Grüße
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