Ernst hat geschrieben:In der GT verwechselt ja auch niemand die real unterschiedlichen Ortskoordinaten in den beiden IS mit manipulierten Maßstäben.
Kann man auch nicht verwechseln, denn die unterschiedlichen Ortskoordinaten
bezeichnen den gleichen Raumpunkt. Wenn es mit den unterschiedlichen Zeitkoordinaten auch so ist, dann
bezeichnen sie den gleichen Zeitpunkt. Bist Du der Nächste, der auf die humpelnden Vergleiche des Herrn Lübecker herein fällt?
Ernst hat geschrieben:Wenn also die LT für zwei gleichzeitige Ereignisse an unterschiedlichen Orten in IS1 im IS2 Ungleichzeitigkeit ergibt, dann ist das eine ganz reale Unleichzeitigkeit in diesem Koordinatensystem; die Ereignisse passieren in diesem Koordinatensystem tatsächlich nacheinander.
Ja klar, ein Ereignis vor dem Ereignis und ein Ereignis nach dem Ereignis. Ich habe hier erklärt, wie's nicht funktioniert:
Harald Maurer hat geschrieben:Die LT transformiert die Blitzkkoordinaten des Bahndamms ins Koordinatensystem des Schaffners. Da steht der Schaffner genau in der Mitte zwischen diesen beiden Koordinatenpunkten. Das Licht hat auf beiden Seiten dieselbe Strecke vor sich und würde bei gleichzeitigem Start den Schaffner gleichzeitig erreichen. Das vordere Licht soll aber am Schaffner früher ankommen als das von hinten, obwohl die beiden Laufstrecken gleich lang sind. Also muss das Licht vorne früher starten als jenes von hinten, um über die gleichen Laufstrecken ein ungleichzeitiges Ankommen beim Schaffner zu bewirken. Nun sagst Du selbst, ein Ereignis könne zu sich selbst nicht früher oder später sein, dann haben wir aber den Fall, dass bei ein und demselben Ereignis die Uhr des Wärters auf 0 steht und jene des Schaffers 0,57735 s vor Null. Und da es nur ein Ereignis ist, entsprechen die beiden Zeiten einander - die Zeitanzeigen sind halt unterschiedlich. Es vergeht ja angeblich zwischen t=0 auf Wärters Uhr und t'=-0,57734 auf Schaffners Uhr keine Zeit. Wenn zwischen zwei unterschiedlichen Zeitanzeigen zweier Uhren keine Zeit vergeht, dann ist das der gleiche Moment. Und ist das der gleiche Moment, dann schlägt der Blitz für beide Systeme im gleichen Moment ein - nur die Uhren sind anders gestellt. Und beim Blitz hinten ist es dasselbe, er schlägt für beide Systeme im gleichen Moment ein, welcher mit Wärters Uhr mit 0 und Schaffers Uhr mit +0,57735 s bezeichnet wird. Aber da funktioniert die RdG nicht! Weil es völlig gleichgültig ist, was die Uhren zeigen, wenn sie vorne und hinten den gleichen Moment bezeichnen. Dann startet das Licht auch im Zug in den gleichen Momenten wie im Bahndamm und hat bis zum Schaffner dieselben Strecken vor sich, die es mit c durchmisst und es kommt daher beim Schaffner gleichzeitig an, ganz egal, was irgendwelche Uhren zeigen! Die RdG kann nur funktionieren, wenn zwischen den Blitzeinschlägen für den Schaffner tatsächliche Zeitdifferenzen gegenüber den Zeiten im Bahndamm bestehen! Der vordere Blitzeinschlag kann nicht im selben Moment erfolgen, wie für den Bahndamm, sondern er muss tatsächlich früher sein, eben 0,57734 s früher, was die LT mit Minus 0,57735 s angibt! Und da stolpert die RdG eben unweigerlich über das Kausalitätsprinzip. Die RdG funktioniert also in keinem Fall - und ist nur Schall und Rauch. Ein komplett verunglückter Schwindel ist das, um c=const in beiden Systemen behaupten zu können!
Also erkläre bitte, wie es funktioniert. Und vor allem, wo die LT die Zeiten -0,57735 s und +0,57735 s hernimmt, wieso es gerade diese Zeitangaben sind und wieso da eine RdG entstehen soll, wenn - ebenso wie die Ortskoordinaten denselben Ort - die Zeitkoordinaten den selben Zeitpunkt bezeichnen.
Und worauf bezieht sich die Zeitangabe Minus 0,57735 s denn? Minus wovon? Früher als was?
Und dann noch eine Frage: Du hälst also die SRT für richtig?
Grüße
Harald Maurer