Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Do 18. Jul 2013, 16:31

Ralf Maeder hat geschrieben:Ich denke nicht, dass Minkowski-Diagramme da irgendetwas falsches suggerieren. Sie sind nur Hilfsmittel, sich Sachverhalte der SRT plausibler, plastischer, einfacher, anschaulicher zu Gemuete zu fuehren. Es ist sogar so, dass ich mir die Kunst des Zeichnens der Minkoswki-Diagramme aneignen werde. Ich sehe das aber nur als Verbildlichung von mathematischen Zusammenhaengen.


WENN man Minkowski-Diagramme RICHTIG zeichnet, dann ergeben sie natürlich auch einen richtigen Sinn, aber wenn man schon logikverzerrt beginnt - Garbage in -> Garbage out.

Der Dicke hat - soweit ich das hier überblicken kann, zwar schon ein oder zwei wirklich geistreiche Aussagen getätigt, ich bin mir aber nicht sicher, ob er das, was er damit ausgedrückt hat, auch wirklich so gemeint hat. ? !

DerDicke hat geschrieben:(1) Messung:
Generation einer physikalischen Anzeige anhand einer materiellen Meßvorrichtung. Etwa Zeitmessung mit einem Oszillator. Der Oszillator zählt die Schwingungsperioden zwischen dem Start- und Endimpuls. Den Oszillator mit seine Display hält DerDicke für ein reales Objekt, die Erzeugung einer konkreten Anzeige auf diesem Display für einen realen Prozeß.

(2) Berechnung
Mathematische Hilfsmittel (Koordinatensystene, Zeitachsen) hält DerDicke NICHT für reale Objekte. Folglich kann die Umrechnung von konkreten Anzeigewerten auf Koordinatenwerte auch KEIN realer Prozeß sein.

(3) Scheineffekt
entsteht, wenn ein reales Meßsignal durch Neuronen oder Elektronik in ein falsches Modell eines realen Objektes umgesetzt wird. Beispiel: das von einem in Wasser getauchten Stock reflektierte Licht wird an der Wasseroberfläche gebrochen, das Gehirn des Betrachters konstruiert ein 3D Modell eines abgeknickten Stockes. Ein Scheineffekt ist ein REALER Prozeß. Der gerade Stock ist REAL, die Brechung des Lichtes and der Wasseroberfläche ist REAL und das durch (in Neuronen verdrahtete) Algorithmen im Gehirn des Betrachters erzeuge Bild eines abgeknickten Stockes ist REAL.



Die Folgerung daraus, die RICHTIGE, ist:

Jondalar hat geschrieben:
Was der Dicke hiermit ausdrückt, und worin ich ihm völlig zustimmen darf, ist schlicht und einfach das, was ich auch schon ein paar Tage lang hier schreibe. Eine Messung ist eine Messung - nicht mehr, nicht weniger. Ich habe das blöde Beispiel schon angebracht, an dem ich das hier nochmal erklären möchte. Ich messe, dass ich, wenn ich jeden Tag soundsoviele Kalorien weniger esse, soundsoviel Kilo abnehme. Die Kalorien sind dabei nur eine Konstante, das Wiegen ist das Messergebnis.

Aus beiden Parametern erstelle ich eine Gleichung - eine Rechnung. Daraus folgt, dass ich in 10 Jahren Minus 500 Kilogramm wiegen werde. Das ist der mathematische Teil dabei. Unbestechlich und unbestreitbar richtig und unwiderlegbar.

Die Realität schliesst aber - in jedem wissenschaftlichen Bereich - Parameter mit ein, die ich weder bei meiner Messung (wiegen), noch bei meiner Berechnung (Minus 500 Kg) mit einbezogen habe. In diesem Fall die biologischen Umstände, dass ich dabei, würde ich das durchziehen, schon gar keine 10 Jahre mehr leben würde. Die Umstände der Realität können also, müssen aber nicht, meiner Messung und der daraus resultierenden Formel folgen.




Herzliche Grüße
Jondalar
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon M.S » Do 18. Jul 2013, 16:49

Jondalar hat geschrieben:....
Was der Dicke hiermit ausdrückt, und worin ich ihm völlig zustimmen darf, ist schlicht und einfach das, was ich auch schon ein paar Tage lang hier schreibe. Eine Messung ist eine Messung - nicht mehr, nicht weniger. Ich habe das blöde Beispiel schon angebracht, an dem ich das hier nochmal erklären möchte. Ich messe, dass ich, wenn ich jeden Tag soundsoviele Kalorien weniger esse, soundsoviel Kilo abnehme. Die Kalorien sind dabei nur eine Konstante, das Wiegen ist das Messergebnis.

Aus beiden Parametern erstelle ich eine Gleichung - eine Rechnung. Daraus folgt, dass ich in 10 Jahren Minus 500 Kilogramm wiegen werde. Das ist der mathematische Teil dabei. Unbestechlich und unbestreitbar richtig und unwiderlegbar.


Nein, das zeigt nur, daß deine Gleichung/Formel falsch ist bzw. die Realität (das ist das, was du misst, und du wirst niemals -500kg messen)
abbildet.
Das als Beleg/Gleichnis anzuführen, ist wirklich Kindergartenniveau.


(Hervorhebung im zitierten Text von mir eingefügt).
M.S
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Do 18. Jul 2013, 17:00

M.S hat geschrieben:
Nein, das zeigt nur, daß deine Gleichung/Formel falsch ist bzw. die Realität (das ist das, was du misst, und du wirst niemals -500kg messen)
abbildet.
Das als Beleg/Gleichnis anzuführen, ist wirklich Kindergartenniveau.


(Hervorhebung im zitierten Text von mir eingefügt).


So? Ist das so?

WAS wissen wir denn GESICHERT über das Universum? WIE stellen wir unsere Gleichungen auf? WAS davon ist Annahme und WAS davon ist Fakt?

Die Wissenschaft als Religionsersatz zu nehmen fällt jedenfalls keinem Wissenschaftler ein, das fällt nur den Leuten ein, die sich damit "mal beschäftigen". Also nochmal meine Frage, die ich schon an Artie gestellt hatte:

WAS genau ist an meiner Formel falsch und WAS genau ist an den Formeln der RT "richtiger", obwohl das auch alles nur Gleichungen mit dutzenden Unbekannten sind?

Die Realität ( das ist das, was Du misst, und da wird niemals ein 1m Stab nur noch 80 cm haben ) ist das, was hier PASSIERT, nicht das, was in traumtänzerischen Formeln beschrieben wird. Die REALITÄT einer Diskussion ist auch, dass man nicht immer nur sagt: Nein, DU hast nicht recht, weil ich recht habe. Die Realität in einer Diskussion ist : Zeig mir Deine Fakten und/oder wenigstens Deine Beispiele und/oder Gedankenexperimente.

Ich habe nun schon wirklich ein gutes Dutzend Beispiele gebracht - wo sind die Taten, die Deinen Worten folgen? Beispiele? Ereignisse in der realen Welt? Irgendetwas, ausser "Nein, Du hast nicht recht" ?

Herzliche Grüße
P.S. Du darfst Dich natürlich auch gerne zur Limburgerphysik und den Minkowski-Diagrammen äussern - wie siehst DU das denn?

Nachtrag:

Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und die letzten paar Deiner Beiträge durch gelesen. Nicht EIN EINZIGER mit einer klaren, direkten Aussage, ausser, Nein das ist nicht so, Du irrst. Ich habe Dich in diesen Beiträgen auch schon mehrfach - wie hier auch wieder - um Stellungnahme und/oder Fakten gebeten, aber anscheinend trollst Du lieber immer wieder mal hier mal da herum.

Jetzt also mal Butter bei die Fische oder lass mich in Ruhe. WAS ist mit Minkowski, WAS ist mit ZD/LK, WAS ist mit dem ganzen anderen Mist, den DU besser weisst, als jeder andere hier. Hast Du INHALTLICH etwas zu sagen, oder lassen wir das jetzt ein für alle mal?
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon M.S » Do 18. Jul 2013, 17:27

Jondalar hat geschrieben:...
Ich habe mir jetzt mal die Mühe gemacht und die letzten paar Deiner Beiträge durch gelesen. Nicht EIN EINZIGER mit einer klaren, direkten Aussage, ausser, Nein das ist nicht so, Du irrst. Ich habe Dich in diesen Beiträgen auch schon mehrfach - wie hier auch wieder - um Stellungnahme und/oder Fakten gebeten, aber anscheinend trollst Du lieber immer wieder mal hier mal da herum.
...

Das bedeutet, du hast in den Spiegel geblickt.


Was deine "Gewichtsrechnung" betrifft. Glaubst du, du wärst in der Schule mit dieser Formel/Rechnung (die du übrigens nicht angeschrieben hast) durch eine Prüfung gekommen? Die Antwort ist: Nein, mit so einem Unsinn wärst du dort hochkantig rausgeflogen.
M.S
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Jondalar » Do 18. Jul 2013, 17:30

M.S hat geschrieben:Das bedeutet, du hast in den Spiegel geblickt.


Was deine "Gewichtsrechnung" betrifft. Glaubst du, du wärst in der Schule mit dieser Formel/Rechnung (die du übrigens nicht angeschrieben hast) durch eine Prüfung gekommen? Die Antwort ist: Nein, mit so einem Unsinn wärst du dort hochkantig rausgeflogen.


Also wieder KEINE Aussage, KEIN Inhalt, KEIN Minkowski, KEIN ZD/LK........

Du bist einfach nur erbärmlich.......
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Do 18. Jul 2013, 17:32

Irgendwie komme ich mit dem Bohrschen Atommodell noch nicht weiter. Wenn die SRT das Bohrsche Atommodell mit als Erklärung heranzieht, dann erklärt sich auch die ZD/LK. Alles verkürzt sich, wie in dem Atommodell auch, weil die Elektronen an den Kern gedrückt werden. Insofern könnt ich ja noch eine ZD/LK nachvollziehen.


Spätere neue Erkenntnisse ergaben aber, dass den Elektronen keine Bahn zugewiesen werden kann. Insofern klemmt da etwas mit der SRT. Klare Antworten habe ich hier nicht bekommen.

Die Aussage, dass in der Quantenmechanik mit dem relativistischen Faktor gearbeitet wird, bringt mich nicht weiter. Was hat das in dem Moment mit meiner Frage zu tun?

Schildere ich evtl. den Sachverhalt zu unverständlich?

Gruß

All
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon M.S » Do 18. Jul 2013, 17:39

Jondalar hat geschrieben:
....
Du bist einfach nur erbärmlich.......


Und wieder hast du in den Spiegel geblickt.
Mach dir nichts draus, Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ralf Maeder » Do 18. Jul 2013, 17:54

All hat geschrieben:Irgendwie komme ich mit dem Bohrschen Atommodell noch nicht weiter. Wenn die SRT das Bohrsche Atommodell mit als Erklärung heranzieht, dann erklärt sich auch die ZD/LK. Alles verkürzt sich, wie in dem Atommodell auch, weil die Elektronen an den Kern gedrückt werden. Insofern könnt ich ja noch eine ZD/LK nachvollziehen.


Spätere neue Erkenntnisse ergaben aber, dass den Elektronen keine Bahn zugewiesen werden kann. Insofern klemmt da etwas mit der SRT. Klare Antworten habe ich hier nicht bekommen.

Die Aussage, dass in der Quantenmechanik mit dem relativistischen Faktor gearbeitet wird, bringt mich nicht weiter. Was hat das in dem Moment mit meiner Frage zu tun?

Schildere ich evtl. den Sachverhalt zu unverständlich?

Gruß

All

All, ich verstehe nicht, wieso du dich so darauf versteifst im Zusammenhang mit der SRT ein Atommodell anzuwenden? Die SRT verliert doch ihre Berechtigung auf diesen Skalen. Sie ist nur ein mathematisches Werkzeug, dass nur (wenn ich es so ausdruecken muesste) auf makroskopischen Groessenordnungen anwendbar ist. Was den atomaren Bereich betrifft, da ist sie nicht mehr anwendbar, denn da kommen ja andere Faktoren hinzu wie Kernkraefte. Also ein Fall fuer eine andere Theorie, z.B. die QM.

Die SRT handelt nur von Zuegen und Blitzen. ;)

Gruss Ralf.
Ralf Maeder
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Do 18. Jul 2013, 18:02

Ralf Maeder hat geschrieben:All, ich verstehe nicht, wieso du dich so darauf versteifst im Zusammenhang mit der SRT ein Atommodell anzuwenden? Die SRT verliert doch ihre Berechtigung auf diesen Skalen. Sie ist nur ein mathematisches Werkzeug, dass nur (wenn ich es so ausdruecken muesste) auf makroskopischen Groessenordnungen anwendbar ist. Was den atomaren Bereich betrifft, da ist sie nicht mehr anwendbar, denn da kommen ja andere Faktoren hinzu wie Kernkraefte. Also ein Fall fuer eine andere Theorie, z.B. die QM.


Wenn ich mich mit einer Frage nach deiner Ansicht auf etwas versteife, dann haben wir eine unterschiedliche Auffassung von Sprache. Wenn ein Physiker das Atommodell zur Erklärung der ZD/LK heranzieht, dann habe ich das nicht erfunden.

Wenn aber diese Erklärung schon damals eine geistige Grundlage zur LK/ZD in Bezug auf die SRT war, dann ist doch offensichtlich die ZD/LK falsch. Wenn man dann heute glaubt andere Erklärungen gefunden zu haben, dann bleiben auch hier berechtigte Zweifel.
All
 
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ralf Maeder » Do 18. Jul 2013, 18:09

All hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:All, ich verstehe nicht, wieso du dich so darauf versteifst im Zusammenhang mit der SRT ein Atommodell anzuwenden? Die SRT verliert doch ihre Berechtigung auf diesen Skalen. Sie ist nur ein mathematisches Werkzeug, dass nur (wenn ich es so ausdruecken muesste) auf makroskopischen Groessenordnungen anwendbar ist. Was den atomaren Bereich betrifft, da ist sie nicht mehr anwendbar, denn da kommen ja andere Faktoren hinzu wie Kernkraefte. Also ein Fall fuer eine andere Theorie, z.B. die QM.

All hat geschrieben:Wenn ich mich mit einer Frage nach deiner Ansicht auf etwas versteife, dann haben wir eine unterschiedliche Auffassung von Sprache. Wenn ein Physiker das Atommodell zur Erklärung der ZD/LK heranzieht, dann habe ich das nicht erfunden.

Wenn aber diese Erklärung schon damals eine geistige Grundlage zur LK/ZD war, dann ist doch offensichtlich die ZD/LK falsch. Wenn man dann heute glaubt andere Erklärungen gefunden zu haben, dann bleiben auch hier berechtigte Zweifel.

Nicht dass ich hier den Oberlehrer spielen wollte, kannst du ein wenig mehr konkretisieren ueber diesen Physiker und was er meinte? Klingt naemlich etwas komisch (dass er ein Atommodell heranzieht oder zog).

Gruss Ralf.
Ralf Maeder
 
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