Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Mi 17. Jul 2013, 21:28

Ralf Maeder hat geschrieben:[
Ich verstehe nicht, worauf du genau hinauswillst? Davon abgesehen ist die SRT nur eine mathematische Beschreibung und gibt keine Naturweisheiten wieder oder entbloesst Geheimnisse der Natur. Sie beschreibt lediglich die mathematischen Zusammenhaenge, die sich aus der Invarianz der LG ergeben, geparrt mit der These, dass die Naturgesetze in allen IS die gleiche Form haben (hoert sich etwas steif an, ist aber wohl die Quintessenz).

Gruss Ralf.


Wenn das so zutrifft, wie du es beschreibst, dann ist an der SRT nichts reales dran. Ich verstehe dann diese endlosen Diskussionen nicht. Die SRT wäre dann wirklich reine Ansichtssache. Ich erwarte ja noch einen tieferen Kern, sonst löst sich das ganze doch in Luft auf. Die maximale Lichtgeschwindigkeit als Basis reicht doch nicht aus. Na ja und eine mathematische Gleichung, die man eigentlich nicht versteht, ist auch nicht überzeugend.

Wenn man aus einer Gleichung eine Anschauung ableitet, dann geht man einen falschen Weg. Erst kommt die Anschauung, dann die Gleichung.

Bezüglich der Atome hat bis jetzt ja noch keiner etwas geschrieben.

Gruß

All
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Mi 17. Jul 2013, 22:21

All hat geschrieben:
Ralf Maeder hat geschrieben:[
Ich verstehe nicht, worauf du genau hinauswillst? Davon abgesehen ist die SRT nur eine mathematische Beschreibung und gibt keine Naturweisheiten wieder oder entbloesst Geheimnisse der Natur. Sie beschreibt lediglich die mathematischen Zusammenhaenge, die sich aus der Invarianz der LG ergeben, geparrt mit der These, dass die Naturgesetze in allen IS die gleiche Form haben (hoert sich etwas steif an, ist aber wohl die Quintessenz).


Wenn das so zutrifft, wie du es beschreibst, dann ist an der SRT nichts reales dran. Ich verstehe dann diese endlosen Diskussionen nicht.


Da bist du nicht der einzige.

All hat geschrieben:Bezüglich der Atome hat bis jetzt ja noch keiner etwas geschrieben.


Hallo All, das Borsche Atommodell ist doch längst vorüber, das taugt auch nicht um die behauptete Längenveränderung zu erklären.
Diese findet einfach nicht statt, schau dir an woher sie stammt.

Wenn jemand anmerkt das sich der Abstand eines Elektrons zum Kern hin verringert weil dieses gegen den "Wind" steht, es deswegen zur Verkürzung kommt, dann reicht eine einfach Frage aus um das abzuschmettern.

"Was ist mit dem Elektron dass hinten steht, es wird ja doch wohl wegen dem Winde weiter weg geschoben"

Also kompensiert sich das doch aus?
Oder nicht?

Kurt
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Mi 17. Jul 2013, 23:15

@ Kurt

Die Frage ist ja jetzt nicht, ob das Bohrsche Atommodell was taugt, sondern ob es in die SRT mit einbezogen ist.

Wenn ja, dann sehen wir mal weiter.

Gruß

All
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 17. Jul 2013, 23:31

Kurt hat geschrieben:Hallo All, das Borsche Atommodell ist doch längst vorüber, das taugt auch nicht um die behauptete Längenveränderung zu erklären.
Diese findet einfach nicht statt, schau dir an woher sie stammt.

Wenn jemand anmerkt das sich der Abstand eines Elektrons zum Kern hin verringert weil dieses gegen den "Wind" steht, es deswegen zur Verkürzung kommt, dann reicht eine einfach Frage aus um das abzuschmettern.

"Was ist mit dem Elektron dass hinten steht, es wird ja doch wohl wegen dem Winde weiter weg geschoben"

Also kompensiert sich das doch aus?
Oder nicht?

Kurt

Verstehe ich recht, dass ihr darueber nachsinnt, ob die LK die Atome oder Elektronenbahnen zusammenstaucht? Ich denke, ich kann im Sinne der RTler sprechen, dass die LK kein real auftretender Effekt ist. Sie wird nur "beobachtet" (in der Theorie der SRT) wenn man aus einem dazu relativ ruhendem IS in ein bewegtes IS hineinmisst. Es gibt keine wirklich gequetschten Atome oder Objekte.

Was die ZD betrifft, so habe ich noch keine eindeutige Antwort daruaf erhalten koennen, ob sie real ist oder ebenfalls nur ein Messeffekt. DerDicke versuchte mir den Sachverhalt zu erklaeren, aber ich habe nicht verstanden, was er genau sagen wollte. Vielleicht koennt ihr mir helfen, seinen Kommentar zu verstehen?
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=562&start=90#p58322

Gruss Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Maeder am Mi 17. Jul 2013, 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Mi 17. Jul 2013, 23:35

Ich habe folgende Aussage gefunden:

Erfolgt die Beschleunigung so schnell, dass die atomaren Bindungskräfte der Verkürzung nicht folgen können oder wird das Objekt duch äußere Kräfte am Schrumpfen gehindert, so kann die Längenkontraktion durchaus zu materiellen Konsequenzen führen. Das Material muss es sich entweder verformen, indem Atome in die freiwerdenden Lücken hineinfließen, oder es wird brechen. Die spezielle Relativitätstheorie bewirkt bei Beschleunigungen zusätzliche Trägheitskräfte. In aller Regel dürften aber die klassischen Materialbelastungen überwiegen und man bemerkt bei alltäglichen Geschwindigkeiten nichts von der Materialverformung.

Also ist das Atommodell Bestandteil der SRT. Ich denke, dass es das Bohrsche Atommodell sein soll. Es ist ja irgendwie das modernste.


Gleichwohl habe ich folgende Aussage gefunden:

Zuletzt sorgt die Ununterscheidbarkeit dafür, dass alle Atommodelle, die Aussagen über einzelne Elektronen machen, falsch sein müssen. Man kann die Elektronen nicht auf Schalen aufteilen, wenn man sie nicht einmal unterscheiden kann. Damit werden die Atommodelle aber natürlich nicht überflüssig. Modelle, die die Ununterscheidbarkeit von Elektronen vernachlässigen können noch immer gute Näherungen sein und als Ausgangspunkt für bessere Modelle, die die Ununterscheidbarkeit beinhalten, dienen.


Wenn also das Atommodell falsch ist und damit die Längenkontraktion erklärt wird, dann ist die Längenkontraktion auch falsch.

Insgesamt kann man heute sagen, dass nach der Quantenmechanik einem Elektron keine Bahn zugewiesen werden kann.

Zeitdilatation/Längenkontraktion sind mathematische Wunder, die entweder geglaubt werden können oder nicht. Damit hat sich das Thema erledigt.

Oder gibt es Einwände.

Viele Grüße

All


Nachtrag @ Ralf

Swoeit ich weiß, gibt es Zeitdilatation und Längenkontraktion nur im Paket. Getrennt geht gar nicht. Ist die LK erst mal eliminiert verschwindet auch die Zeitdilatation automatisch.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Mi 17. Jul 2013, 23:39

Ralf Maeder hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Hallo All, das Borsche Atommodell ist doch längst vorüber, das taugt auch nicht um die behauptete Längenveränderung zu erklären.
Diese findet einfach nicht statt, schau dir an woher sie stammt.

Wenn jemand anmerkt das sich der Abstand eines Elektrons zum Kern hin verringert weil dieses gegen den "Wind" steht, es deswegen zur Verkürzung kommt, dann reicht eine einfach Frage aus um das abzuschmettern.

"Was ist mit dem Elektron dass hinten steht, es wird ja doch wohl wegen dem Winde weiter weg geschoben"

Also kompensiert sich das doch aus?
Oder nicht?

Kurt

Verstehe ich recht, dass ihr darueber nachsinnt, ob die LK die Atome oder Elektronenbahnen zusammenstaucht? Ich denke, ich kann im Sinne der RTler sprechen, dass die LK kein real auftretender Effekt ist. Sie wird nur "beobachtet" (in der Theorie der SRT) wenn man aus einem dazu relativ ruhendem IS in ein bewegtes IS hineinmisst. Es gibt keine gequetschten Atome oder Objekte.
Was die ZD betrifft, so habe ich noch keine eindeutige Antwort daruaf erhalten koennen, ob sie real ist oder ebenfalls nur ein Messeffekt. DerDicke versuchte mir den Sachverhalt zu erklaeren, aber ich habe nicht verstanden, was er genau sagen wollte. Vielleicht koennt ihr mir helfen, seinen Kommentar zu verstehen?
http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=562&start=90#p58322

Gruss Ralf.


Ralf! Wozu?

Du siehst doch dass diese Theorie nur so wimmelt von ...
Wozu sich damit noch befassen, sie ist doch längst Geschichte!

Es ist doch viel interessanter nach vorne zu schauen, das was bekannt ist in einer neuen Theorie zu -würdigen-.

Es gibt nur dann ein Zusammenstauchen von Atomen wenn hinten angeschoben wird, ist das vorbei -normalisiert- sich alles.
Dabei muss der neue Normalzustand nicht der alte sein, es kommt auf die Umstände an.

Jedenfalls ereignet sich keine Verkürzung nur weil sich jemand als IS-Sianer bezeichnet.


Kurt


Alle reden vom IS, es gibt aber keins.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 17. Jul 2013, 23:44

All hat geschrieben:Ich habe folgende Aussage gefunden:

Erfolgt die Beschleunigung so schnell, dass die atomaren Bindungskräfte der Verkürzung nicht folgen können oder wird das Objekt duch äußere Kräfte am Schrumpfen gehindert, so kann die Längenkontraktion durchaus zu materiellen Konsequenzen führen. Das Material muss es sich entweder verformen, indem Atome in die freiwerdenden Lücken hineinfließen, oder es wird brechen. Die spezielle Relativitätstheorie bewirkt bei Beschleunigungen zusätzliche Trägheitskräfte. In aller Regel dürften aber die klassischen Materialbelastungen überwiegen und man bemerkt bei alltäglichen Geschwindigkeiten nichts von der Materialverformung.

Also ist das Atommodell Bestandteil der SRT. Ich denke, dass es das Bohrsche Atommodell sein soll. Es ist ja irgendwie das modernste.

Wow, ich halte dieses angebliche Zitat fuer Schmarn. Meiner Meinung hat das nichts mit SRT oder ART zu tun, sondern wenn ueberhaupt mit mechanischen Belastungen, die durch hohe Beschleunigungen hervorgerufen werden koennen. Alles in allem klingt dieses Zitat ziemlich unwissenschaftlich und inkorrekt.

All hat geschrieben:Wenn also das Atommodell falsch ist und damit die Längenkontraktion erklärt wird, dann ist die Längenkontraktion auch falsch.

Insgesamt kann man heute sagen, dass nach der Quantenmechanik einem Elektron keine Bahn zugewiesen werden kann.

Zeitdilatation/Längenkontraktion sind mathematische Wunder, die entweder geglaubt werden können oder nicht. Damit hat sich das Thema erledigt.

Oder gibt es Einwände.

Was soll ein Atommodell mit LK zu tun haben? Das ist mir schleierhaft. Ueberhaupt sind deine Schluesse ueber ZD und LK irgendwie aus der Luft gegriffen.

Gruss Ralf.
Zuletzt geändert von Ralf Maeder am Mi 17. Jul 2013, 23:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Kurt » Mi 17. Jul 2013, 23:46

All hat geschrieben:
Gleichwohl habe ich folgende Aussage gefunden:

Zuletzt sorgt die Ununterscheidbarkeit dafür, dass alle Atommodelle, die Aussagen über einzelne Elektronen machen, falsch sein müssen. Man kann die Elektronen nicht auf Schalen aufteilen, wenn man sie nicht einmal unterscheiden kann. Damit werden die Atommodelle aber natürlich nicht überflüssig. Modelle, die die Ununterscheidbarkeit von Elektronen vernachlässigen können noch immer gute Näherungen sein und als Ausgangspunkt für bessere Modelle, die die Ununterscheidbarkeit beinhalten, dienen.


Die Elektronen müssen nicht unterscheidbar sein um ein Atommodell zu haben.
Die Elektronen befinden sich auch nicht auf Schalen, diese Schalen sind nur gedacht, sondern in Abständen zueinander und zum Kern welches eine -Schalenstruktur- ergibt.

In einem Atom gibt es nur ganz bestimmte Plätze die von Elektronen belegt werden können, das lässt sich durch ganz einfache Annahmen über Vorgänge erklären.
Es kreist auch nichts innerhalb des Atoms, wenn dann rotiert das ganze Atom.


Kurt
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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon All » Mi 17. Jul 2013, 23:49

@ Ralf

Es gibt wirklich ausgewachsene Physiker, die glauben, dass die ZD/LK real beobachtbar ist.

In dem Forum wo ich es gelesen habe, stellte sich jemand ernsthaft vor, dass die Längenkontraktion bei entsprechender Geschwindigkeit von einem Raumfahrer beobachtet werden kann.

In dem Forum ist ein normaler, der darauf geantwortet hat, dass falls der Raumfahrer das sieht, dass dann gerade das Raumschiff dabei ist sich in seine Bestandteile aufzulösen und das ganze eher ein statisches Problem ist, als ein beobachtbares Phänomen. (Sinngemäß)

Der normale Beobachter ist scheinbar doch ein wenig näher an der Realität als so mancher Zeitgenosse, der die Maßstäbe so verrückt, wie die ""Relativität"" es vorgibt.


Gruß

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Re: Zeitdilatation - Wahrheit oder Mythos?

Beitragvon Ralf Maeder » Mi 17. Jul 2013, 23:55

All hat geschrieben:@ Ralf

Es gibt wirklich ausgewachsene Physiker, die glauben, dass die ZD/LK real beobachtbar ist.

In dem Forum wo ich es gelesen habe, stellte sich jemand ernsthaft vor, dass die Längenkontraktion bei entsprechender Geschwindigkeit von einem Raumfahrer beobachtet werden kann.

In dem Forum ist ein normaler, der darauf geantwortet hat, dass falls der Raumfahrer das sieht, dass dann gerade das Raumschiff dabei ist sich in seine Bestandteile aufzulösen und das ganze eher ein statisches Problem ist, als ein beobachtbares Phänomen. (Sinngemäß)

Der normale Beobachter ist scheinbar doch ein wenig näher an der Realität als so mancher Zeitgenosse, der die Maßstäbe so verrückt, wie die ""Relativität"" es vorgibt.


Gruß

Al

Nun ja, zwischen "beobachten" und real gibt es Gott sei Dank einen Unterschied. Die beobachtete LK bedeutet ja nicht, dass das bewegte Objekt sich mechanisch staucht. Es wird nur gestaucht gesehen/beobachtet!
Und ruhend zum IS des Objektes (das aus dem erstgenannten IS gestaucht beobachet wird) wird die LK dieses Objektes NICHT beobachtet.

Ist doch ganz einfach!?
Gruss Ralf.
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