Ralf Maeder hat geschrieben:Jondalar, ich finde auch nichts besonderes daran, .....
Abgesehen davon betone ich, dass ich hier ganz nuechtern versuche, die SRT wiederzugeben. Ohne Wertung, ob das Konzept der LK nun sinnvoll ist oder nicht. Ich moechte mir mehr Zeit lassen, das gebuehrend zu entscheiden. Schliesslich geht es mir darum, zu einer moeglichst objektiven Sichtweise zu gelangen und dazu gehoert meines Erachtens, die SRT gut genug zu verstehen. Zumindest so weit, dass ich mich damit wohl fuehle, ein Urteil zu faellen (fuer mich persoenlich, ich will niemanden von irgendwas ueberzeugen).
Hallo Ralf,
nein, da ist auch in der Tat nichts besonderes dran - nur wollen manche Leute etwas ganz besonderes draus machen, nämlich den - falschen - Fakt, dass Bahnhof und Zug sich nie decken können, weil der Zug TATSÄCHLICH verkürzt ist, was natürlich Blödsinn ist, denn aus dem IS-Zug wäre ja der Bahnhof verkürzt, das ist niocht nur paradox, das ist auch noch in EINEM Universum schlichtweg unmöglich. Als Scheineffekt ja, keine Frage, nur ebnen nicht real.
Harald hat das ja sehr schön zusammen gefasst und genauso sehe ich das auch. Innerhalb der RT und unter der Voraussetzung, dass ein Beobachter den Zug verkürzt WAHRNIMMT, wird Dir wohl wirklich keiner widersprechen.
Ich versuche auch immer, die RT so nüchtern wie möglich dar zu stellen, aber dazu gehört dann auch, dass man sie a) verstanden hat und b) keine Postulate "erfindet" die die RT gar nicht hergibt. Der eigentliche Disput von Harald mit dem, der meinen Namen nicht nennt, ist von Anfang an schon zu Gunsten Haralds entschieden, der Kontrahend will das nur nicht sehen und verteidigt seine Position um jeden Preis.
Wie das mit Jocelynes Anfragen und den Antworten darauf aussieht, kann man ja auch nachlesen.
Wiki weiss Beispielsweise (Hervorhebungen durch mich):
Die Lorentzkontraktion oder relativistische Längenkontraktion ist ein Phänomen der speziellen Relativitätstheorie. Sie besagt, dass ein bewegter Beobachter eine kürzere Distanz zwischen zwei Punkten im Raum misst als ein ruhender.
interessant dazu,
Die Längenkontraktion wurde ursprünglich in qualitativer Form von George Francis FitzGerald (1889) und in quantitativer Form von Hendrik Antoon Lorentz (1892) postuliert, um den negativen Ausgang des Michelson-Morley-Experiments zu erklären und dabei die Idee eines ruhenden Äthers zu retten (Fitzgerald-Lorentzsche Kontraktionshypothese).
und
Wie vom Relativitätsprinzip gefordert, müssen in allen Inertialsystemen dieselben Naturgesetze gelten. Die Längenkontraktion fällt also symmetrisch aus: Ruht der Stab im Zug, hat er im Zugsystem S' seine Ruhelänge und wird im Bahnhofsystem S kontrahiert gemessen. Wird er hingegen auf den Bahnhof transportiert, dann wird im Bahnhofsystem S seine Ruhelänge und im Zugsystem S' seine kontrahierte Länge gemessen.
So gesehen ist es nicht verwunderlich, dass Du da keine gegensätzlichen Paper findest, weil daran kein (Zitat Artie:) "echter Physiker" wirklich rütteln will.
Jocelyne und Harald,
Harald Maurer hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:Das ist aus meiner Sicht der Knackpunkt: Die SRT negiert die Existenz von Bewegung und negiert dementsprechend die Existenz von bewegten Beobachtern in der Natur.
Nein, ganz im Gegenteil! Genaugenommen gibt es NUR Bewegung! Den Zustand absoluter Ruhe gibt es in der SRT nicht.
ja, genau genommen sagt die RT weder noch, sie sagt, dass man nicht feststellen kann ob sich ein Objekt/IS bewegt oder nicht. Anfangs wurde zur Vereinfachung einfach angenommen, dass der Beobachtende ruht, weil es die Formeln vereinfacht und es relativistisch auch egal ist, ob sich der Beobachter nun auch bewegt oder nicht. Der Unterschied wäre nur, dass eine Formel, die den Bezug zweier gegenseitig Bewegter Systeme darstellen will, komplizierter sein muss, als die benutzte mit nur einem bewegten BS/IS. Wie schon gesagt, INNERHALB der RT ist durchaus alles schlüssig und mathematisch einwandfrei. Nur, was man daraus ableitet ist zumindest fragwürdig, manchmal direkt abstrus.
Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Nein, ein bewegter Beobachter kann auch etwas messen: Zum Beispiel kann die Polizei aus einem bewegten Fahrzeug die Geschwindigkeit eines anderen Fahrzeugs messen (sprich die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden). Allerdings existierte diese Meßmethode (mit der Reflektion des Lichts) zur Zeit Galilei nicht.
Das ist ein einfaches Beispiel, das zeigt, dass die Formelen für ruhende B schlichtweg einfacher sind. Wenn die Polizei steht und nur misst, wie schnell sich das Auto dagegen bewegt, muss man nur ermitteln, wie schnell der Laser/Radar wieder beim Absender eintrifft. Im bewegten Polizeifahrzeug muss man noch die Eigengeschwindigkkeit addieren. Das ist hier kein großer Akt, aber bei mehreren Körpern die sich in verschiedene Richtungen mit verschiedenen v gegeneinander bewegen kann so eine Formel ganz schnell sehr kompliziert werden.
Herzliche Grüße