Hallo Zusammen,
zunächst mal vielen Dank für die Freischaltung hier, und speziellen Dank an die Verfasser der Beiträge dieses Themas.
ENDLICH, nach langen Jahren der Unsicherheit, weiss ich nun, wie die RT funktioniert. Sie beschreibt - nun für mich nachweislich - nicht das, was Realität bedeutet, sondern eine imaginäre Welt in der die Dinge etwas "anders" laufen.
Nochmal und wirklich ernsthaft - herzlichen Dank für dieses Thema !!!
Ich veranschauliche mal, was dazu zusammen zu fassen ist:
Wir haben zu dem gegebenen Szenario folgende - auch dafür danke - Animationen bekommen:
julian apostata hat geschrieben:

Was selbst einem Laien auf den ersten Blick auffallen dürfte - nein sollte

- ist die Tatsache, dass bei beiden Animationen die Lichtblitze jeweils vom "ruhenden" Standpunkt aus ausgesendet werden, was an sich schon arg konstruiert und völlig unlogisch ist. Diese - vermutlich absichtliche - Inkonsistenz führt natürlich zu den von den RT-lern gewünschten Ergebnissen, ist aber mMn nicht zulässig. Entweder die Signale gehen vom Bahnsteig aus, dann bitte in beiden Beispielen, oder sie gehen vom Zug aus, dann bitte auch in beiden Beispielen. In diesen glorreichen Beispielen, misst aber der jeweils bewegte Beteiligte die Signale die vom jeweils Ruhenden ausgehen - was soll das bitte verdeutlichen oder beweisen?
Ich nehme mal an, jeder der hier Beteiligten hat schonmal etwas von der Planckzeit gehört? Gut, dann möchte ich das gegebene Szenario etwas abändern um diese Missstände deutlich zu Tage bringen zu können.
Wir nehmen also mal an, dass der Bahnsteig 100m lang ist und der Zug ebenfalls 100m lang ist - selbstredend ruhend, aber das ist hier egal

. Nun bringen wir eine Vorrichtung an Zug und Bahnsteig an, die mechanisch auslöst, wenn sich der Zug mit dem Bahnsteig in "Deckung" befindet. Diesmal - das ist der völlig unlautere Trick der RT-ler - messen wir aber keine Lichtlaufzeiten, sondern wir verwenden tatsächlich Detektoren an Bahnsteig und Zug. Im Moment des Auslösens gibt es eine Überspannung und die Sicherungen an Bahnsteig und Zug werden aktiviert. Gemessen wird das mit einem Sensor, der den Moment des Auslösens der Sicherung zur Zug- bzw Bahnsteigmitte übermittelt.
So, jetzt haben wir also einen unendlich kleinen Moment der Planckzeit, in den sich Bahnhof und Zug decken. In diesem Moment wird am Bahnsteig UND im Zug ein Signal ausgelöst, das jeweils zum jeweiligen Beobachter geleitet wird. Dies passiert gleichzeitig und unabhängig von irgendwelchen Geschwindigkeiten und Zeit- und/oder Längenveränderungen. In diesem Abschnitt der Planckzeit wird das Signal gleichzeitig ausgelöst und kommt dann - eine Planck-Unendlichkeit später

- am jeweiligen Mittelpunkt an.
Wir haben also EIN Ereignis, das ZWEI Reaktionen auslöst und das völlig unabhängig von irgendwelchen kuriosen und konstruierten "Lichtlaufzeiten" statt findet und beide Beobachter werden feststellen, dass die jeweiligen Sicherungen gleichzeitig "geflogen" sind. Ich weiss nicht, wie man da nun ein Szenario konstruieren kann, das eine unterschiedliche Auslösezeit der Sicherungen ergibt, ausser man verwendet eben "Lichtlaufzeiten", oder "Einmal gibt der Bahnsteig das Signal, dann aber wieder der Zug" wie in den animierten Beispielen.
Ausser Taschenspielertricks fiele mir nichts ein, was an der Gleichzeitigkeit dieser Ereignisse rütteln könnte - aber ich lasse mich immer gerne eines Besseren belehren.
Herzliche Grüße