Kurt hat geschrieben:Ernst hat geschrieben:Kurt hat geschrieben:Spricht du nun nicht nur von vier Blitzen wenns nur zwei sind, sondern auch noch von dir in der Mehrzahl?
Na Kurt, dann ernsthaft.
Die Anzahl der Blitze ergibt sich aus der stündlichen Anzahl der Donnerschläge in deinen "Bezug" geteilt durch Anzahl der Verschiebungen im MG Experiment und multipliziert mit der mittleren Sonnenscheindauer auf der Insel Usedom.
Ist aber noch geheim, daher bitte nicht weitersagen.
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Haben (laut Vorgabe von Harald) zwei Blitze eingeschlagen oder waren es vier?
Harald Maurer hat geschrieben:
Wenn die Blitze Zug und Gleiskörper senkrecht durchschlagen, kann jeder der beiden Beobachter behaupten, die Blitze hätten gleichzeitig eingeschlagen.
Zwei Blitze oder vier?
Kurt
Ich glaube die Verwirrung (insbesondere bei Harald) kommt daher, dass das "Original - Zug Experiment" mit Blitzen arbeitet und die meisten eine falsche Vorstellung dieser Blitze haben.
Ich möchte es daher mal statt mit Blitzen lieber mit Blitzlampen versuchen.
Wenn sowohl am Bahndamm als auch am Zug vorne und hinten Lampen sind, ergeben sich 4 Blitze. Jeder Bobachter (bewegt UND ruhend) detektiert 3 eintreffende Lichtsignale (im "langen" Thread - ist das gezeichnet und eigentlich unwiderlegbar "bewiesen").
Die Ausgangsituation ist symmetrisch - daher ist auch das Ergebnis symmetrisch - jeder detektiert das selbe, egal ob er sich als ruhend definiert oder als bewegt.
Wenn nur EINES der IS 2 Lampen hat, wird die Situation unsymmetrisch.
Lampen vorn und hinten am Zug: Der Schaffner sieht die Lampen gleichzeitig, der Mann am Bahndamm NICHT (egal ob der Beobachter sich als ruhend oder bewegt definiert).
Lampen am Bahndamm : Der Mann am Bahndamm sieht die Lampen gleichzeitig, der Schaffner NICHT.
Das ist dann immer eine unsymmetrische Situation - das Ergebnis ist auch immer unsymmetrisch. Einer sieht es gleichzeitig, der andere ungleichzeitig und daran ändert sich auch nichts wenn man das Bezugsystem wechselt und mal den Schaffner, mal den Wärter als ruhend annimmt.
Nun das meiner Meinung nach vorhandene Verständnisproblem beim "Original Zug-Experiment:
Die Blitze können zwar "gleichzeitig" vorn und hinten in Zug und Bahndamm einschlagen - aber das heißt nicht, dass dies
gleichwertig zu behandeln ist.
Dazu muss ich darauf hinweisen , das die Blitze sich "nicht bewegen". Ich weiß zwar, das Blitze von oben nach unten einschlagen - ABER IN X-Richtung bewegen sie sich in dem Zugbeispiel nicht.
Das ist wichtig zu erkennen. Nur die Bewegung in X-Richtung muss (MUSS!) daher berücksichtigt werde (weil es ja eine Längenkontraktion gibt, aber keine Breiten- oder Höhenkontraktion.)
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Wenn die Blitze in den
Bahndamm einschlagen, gehören sie auch
unvermeidlich zum IS des
Wärters und sind für den Schaffner IMMER relativ zu ihm bewegt.
Für den Schaffner wären sie nur dann auch in "seinem IS und nicht relativ bewegt" wenn die Blitze zufälligerweise eine Schrägbewegung machen, bei der die x-Komponente identisch mit der Geschwindigkeit des Zuges ist - was aber im Zugexperiment nicht so definiert wurde.
Die ganze Asymmetrie ist ja auch schon daraus erkennbar, wie sich die Frequenzen verhalten.
Wenn beim Zugexperiment die Blitze in Zuganfang, Zugende UND in den Bahndamm einschlagen - würde der Beobachter am Bahndamm die Blitze in der Originalfrequenz sehen.
Der Schaffner sieht den vorderen Blitz blauverschoben, den hinteren rotverschoben.
Daran ändert sich auch nichts wenn man den Bewegungsstatus wechselt.
Wenn der Schaffner SICH als ruhend definiert, hat er
den Wärter UND die Blitze im relativ zu ihm bewegten IS.
Und wen der Schaffner sich als bewegt definiert, hat er
auch die Blitze UND den Wärter relativ zu ihm bewegt.
Hier wird oft argumentiert, das die Blitze ja ins Zugende und in den Bahndamm "gleichzeitig" einschlagen - hab auch schon gelesen, das dies ja auch dadurch erkennbar oder "simulierbar" wäre, dass an den Zugenden und am Bahndamm "Feuer" ausgelöst werden.
Das sind dann aber ZWEI verschiedene Ereignisse. Die "Feuer" am Bahndamm sind mit dem Wärter ruhend, die "Feuer" am Zug sind mit dem Schaffner mitbewegt. Das ist dann aber wieder eine symmetrische Situation und damit ergibt sich die oben angegebene "4 Blitzlampen Situation" die OHNE Widersprüche geklärt worden ist.
Ich sag nicht, dass die SRT "das einzig Richtige sein muss". Aber die Zugsituation (und viele andere in den diversen "aktuellen" Threads angegebenen Beispiele (Zug, Raumschiff) lassen sich im Rahmen der SRT widerspruchsfrei beschreiben.