Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Do 20. Jun 2013, 12:43

Harald Maurer hat geschrieben:So originell diese Animationen auch sind, so unzutreffend müssen sie sein. Denn in der SRT verändert sich keine Länge eines Körpers materiell.


Eine reale Längenveränderung behaupten weder die SRT noch die Animation von “fb557ec2107eb1d6” und auch meine Bilder behaupten das nicht.

Relativistische Längen sind also nicht real und auch die relativistischen Massen sind nicht real.

Würde man allerdings den Zug vom Bahndamm aus gesehen „schlagartig“ anhalten, so hätten wir natürlich einen „realen“ zusammengestauchten Zug.

Diesen Versuch kann man real natürlich kaum verwirklichen.

„Relativistisch nicht reale Massen“ in „Realmassen“ zu verwandeln ist jedoch alltägliches Geschäft im Teilchenbeschleuniger.

Chief hat geschrieben:Die Frage ist selbsterklärend. Die Einsteinsche Zeit t' an der Stelle x'=-4 ist 4s. Welche Zeit t' wird zu diesem Zeitpunkt bei x'=-5 und x'=5 "beobachtet"?


In Bild 4 steht die Antwort.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Do 20. Jun 2013, 13:27

julian apostata hat geschrieben:Eine reale Längenveränderung behaupten weder die SRT noch die Animation von “fb557ec2107eb1d6” und auch meine Bilder behaupten das nicht.

Relativistische Längen sind also nicht real und auch die relativistischen Massen sind nicht real.

Bild
Wenn man den Eintritt oder Nichteintritt mechanischer Prozesse von der Längenveränderung abhängig macht, die real nicht existiert, wie in der Animation gezeigt, dann wird selbstverständlich eine reale Längenänderung behauptet, was denn sonst? Diese Argumentationsweise ist wirklich lächerlich! So etwas nennt man eine Kontradiktion. Darauf kann man keine Theorie stellen.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Fr 21. Jun 2013, 08:42

Harald Maurer hat geschrieben:Wenn man den Eintritt oder Nichteintritt mechanischer Prozesse von der Längenveränderung abhängig macht, die real nicht existiert, wie in der Animation gezeigt, dann wird selbstverständlich eine reale Längenänderung behauptet


Das ist wieder so ein Ding, wo man noch nicht mal die SRT kennen müsste, um zu erkennen, dass diese völlig grundlose Behauptung, die man der SRT umjubelt, totaler Quatsch ist.

Wieso soll ich kürzer werden, nur weil ein Zug vorbei rollt?

Zum wiederholten Male kann ich nur appellieren. Wenn ihr die SRT wirklich kennen lernen wollt, lest keine Bücher darüber, sondern denkt erst mal selber nach!

Das Blaue (Bahnsteig) wird kürzer gezeichnet, so wie es vom Zug aus gemessen wird.

Da Harald die Situation einseitig darstellt, zum Vergleich noch mal die andere Version.

Bild

Das Grüne (Zug) wird kürzer gezeichnet, so wie es vom Bahnsteig aus gemessen wird.

Niemand postuliert hier eine reale Verkürzung (außer den “Kritikern“)

Harald Maurer hat geschrieben:Großartig! Wenn der Blitz in die übereinander liegenden Enden einschlägt, beginnt das eine Ende …. später (oder früher) zu brennen als das andere …! Da könnte man vielleicht eine der Uhren noch retten - äh, oder doch nicht? :roll:


Nein. Du machst die Rechnung ohne “Minkowskis Himmelsgeschenk”.

d²=x’²-ct’²=x²-ct²=(1200m)². Wenn der Wert in der runden Klammer>0, dann kommt jede Warnung zu spät.

1500 Meter sind die Uhren voneinander entfernt.. In 3us legt die Warnung aber höchstens 900 Meter zurück.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Fr 21. Jun 2013, 10:19

Lübecker hat geschrieben:In der SRT kann die LT hingegen erklärt und abgeleitet werden!

Mit Esoterik kann man alles erklären. Mit dem Argument, es verändert sich nichts sondern wird bloß verändert gemessen, kann man keine mechanischen unterschiedlichen Wirkungen begründen. Wenn zwei Kontakte in bestimmter Entfernung zueinander angebracht von zwei gleich weit voneinander Kontakten entweder berührt oder nicht berührt werden, kann man diese Ereignisse nicht dadurch verändern, mit der Behauptung, die Abstände seien anders gemessen worden und deshalb hätte sich die Mechanik geändert. Darauf fällt normalerweise nicht mal ein Kleinkind rein. Nur Relativisten.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Fr 21. Jun 2013, 12:21

Harald Maurer hat geschrieben:Wenn zwei Kontakte in bestimmter Entfernung zueinander angebracht von zwei gleich weit voneinander Kontakten entweder berührt oder nicht berührt werden, kann man diese Ereignisse nicht dadurch verändern, mit der Behauptung, die Abstände seien anders gemessen worden und deshalb hätte sich die Mechanik geändert.


Irgendwelche Kontakte berühren sich also.

Völlig egal, von welchem Bezugsystem diese Ereignisse gemessen werden, welche zeitlichen und räumlichen Abstände zwischen den Kontaktberührungen liegen, das ändert nichts daran, dass die Kontakte sich berührt haben.

Na und????

Worauf willst du denn eigentlich hinaus? Was willst du uns sagen? Werde bitte etwas konkreter!
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Fr 21. Jun 2013, 19:40

minkowski2.gif
minkowski2.gif (10.78 KiB) 3732-mal betrachtet


Ein Problem das mich noch immer beschäftigt.
Es geht noch immer um das Zug- bzw. Raumschiffbeispiel. Vorn und hinten sind Blitzlampen (insgesamt also 4) in der Mitte die Beobachter.

Nun stell ich mir das ganze "in Wirklichkeit vor".
ich bin mal der Beobachter O und stelle die ganze Situation mit Minkowski dar.
Man sieht mal, dass entgegen vieler Meinungen sehr wohl eine Situation darstellbar ist, bei der zum Zeitpunkt t1 ALLE viel Lampen zünden und die Lampen von A und A' sowie B und B' an den selben Positionen sein können.
Nach "meiner" Sicht bin ich ruhend - das Raumschiff bewegt sich nach rechts und ist auch völlig klar ersichtlich, dass ich die Blitze gleichzeitig sehen muss und der Beobachter O' nicht gleichzeitig. Damit ich dies beweisen kann hab ich einen Detektor bei mir, der dies bestätigt.

Leider ist Harald sehr reisefreudig und hat sich als Beobachter O' ins Raumschiff geschmuggelt.
Stur wie er ist, betrachtet er sich als ruhend und mich als nach links bewegt. Er zeichnet also die Situation auch und stellt fest, dass ER die Blitze gleichzeitig sieht und ich nicht. Harald ist nicht nur stur, sondern auch hinterlistig und hat daher auch einen Detektor mitgenommen. Und - keinen wundert es - der Detektor zeichnet auf, das die Blitze gleichzeitig angekommen sind denn natürlich darf Harald sich als ruhend definieren.

Wenn wir also das Experiment "in Wirklichkeit" ausführen würden, könnte Harald nach dem Experiment zu mir zurückfliegen und nachweisen, das sein Detektor die 4 Blitze gleichzeitig empfangen hat.

Mir ist klar, das mit bremsen und zurückfliegen dann auch ART zuschlägt und etwa mitgeführte Uhren völlig verschieden Zeiten anzeigen. Was aber NICHT passieren wird, ist, das ein aufgezeichnetes gleichzeitiges Detektorsignal sich ändert.
Auch dass laut SRT die einzelnen Zeitpunkte, zu denen die Blitze ausgelöst werden völlig unterschiedlich sein werden, ist mir klar. Ich hab die Achsen des bewegten System nicht eingezeichnet, weil es mir damit zu unübersichtlich wird - dort wär es aber sichtbar.
Aber die Zeichnungen als solches sind meiner Meinung nach OK und an der Aussage der Gleichzeitigkeit für beide find ich keinen Fehler.
Sowohl Haralds als auch mein Detektor müsste gleichzeitiges eintreffen der 4 Blitzstrahlen anzeigen.

WAS BEURTEILE ICH HIER FALSCH bzw. bin ich der einzige der das noch immer nicht versteht?
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Fr 21. Jun 2013, 19:52

Ändert sich irgendetwas je nach Skalierung?
Ist ein Unterschied ob die x Achse mit 300 km/cm oder 300000 km/cm beschriftet wird?
Ändert sich etwas wenn wir die ct Achse beschriften - gibt's einen Unterschied ob des Raumschiff relativ zum ruhenden System mit 10000km/sek oder mit 0,2 c unterwegs ist?

Wird nur dann aus einem "Schnittmuster" ein Minkowski Diagramm?
Zuletzt geändert von fallili am Fr 21. Jun 2013, 19:57, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Fr 21. Jun 2013, 20:00

Damit es mit den diversen bisherigen Bildern übereinstimmt kann ich durchaus Skalierungsdaten angeben.

So wie es gezeichnet ist, liegen zwischen A und O 1ls - von O bis B ist es auch eine ls (also ca. 300 000km).
Und dem gezeichneten Winkel nach würde ich die Relativgeschwindigkeit auf etwa 0,4 c schätzen.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Fr 21. Jun 2013, 20:28

Da die roten Linien der LG entsprechen, kann man die Relativgeschwindigkeit des "Raumschiffes" selbstverständlich schätzen wie man lustig ist.
Ich kann natürlich auch eine exakte Relativgeschwindigkeit angeben: Wenn Du das lieber hast, bitte schön 0,3825678 c.

Was ändert das nun ? Für eine EXAKTE Zeichnung wäre es natürlich sinnvoll da auch exakte Werte anzunehmen.
Aber ob der Winkel des bewegt angenommenen IS nun mit 10, 20, oder 30 Grad gezeichnet wird (was eben unterschiedlichen Relativgeschwindigkeiten entspräche) ist nun wirklich absolut egal - an den Folgerungen wird und darf sich nichts ändern.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Fr 21. Jun 2013, 21:21

fallili hat geschrieben:Wird nur dann aus einem "Schnittmuster" ein Minkowski Diagramm?

Das Diagramm ist m. E. schon in Ordnung. Es zeigt den Sachverhalt, wie ich ihn kritisiert habe. Der Beobachter, der sich ruhend definiert, hat die Gleichzeitigkeit und der andere die Ungleichzeitigkeit. Als ruhend definieren kann sich aber jeder der Beobachter. Der Frage, was denn die Detektoren eigentlich aufzeichnen, wird mit der Behauptung ausgewichen, dass es entscheidend sei, wo die Lampen stehen. Damit ist allerdings ein IS ausgezeichnet, und dem Postulat nach spielt es eben keine Rolle, wo sich die Lichtquellen befinden, weil sich die Lichtgeschwindigkeit nicht auf die Lampe bezieht, sondern davon unabhängig ist. Ob nun jedes IS zwei Lampen hat (somit vier insgesamt) oder nur zwei in irgendeinem der IS, macht keinen Unterschied, weil die LT den Emissionsort ohnehin immer in beiden Endpunkten der IS annimmt, einem Endpunkt jedoch eine andere Zeit zuordnet, nämlich jene, welche die Bewegung gegen das Licht praktisch aufhebt. Durchschlägt ein Blitz beide Endpunkte, so ist an einem Endpunkt t=0 und am anderen augenblicklich z.B. 0.57735 s. Was das Licht in der Zwischenzeit getrieben hat (wahrscheinlich hat es an diesem Endpunkt ein wenig gelümmelt, bis die 0,57735 s vergangen sind, bleibt wohl ein physikalisches Rätsel. ;)

Grüße
Harald Maurer
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