Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Do 20. Jun 2013, 17:04

Ernst hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Wenn man annimmt, dass die beiden Blitze beim gleichzeitigen Einschlagen jeweils ein Signal von zwei Lampen am Bahnsteig auslösen, wenn die Zugsenden sich genau mit den Lampen überlagern, starten dann gleichzeitig 2 Signale oder starten dann zeitversetzt 4 Signale?

Es starten zwei Signale. Der Zeiversatz kommt einfach dadurch, daß die Schaffneruhr nachgeht bzw. vorgeht.
Nicht die Blitze sind doppelt, sondern die Zeiten sind doppelt.
Ala SRT. So merkwürdig das auch ist. Einfach weil die SRT merkwürdig ist wegen des zweiten Postulats. Das schaft alle diese Wunder und besonders im ranking das beste, die RdG.
Die ist das eigentliche Weltwunder, das die Relativisten ohne zu Zucken akzeptieren. Wer nicht an Wunder glaubt, den zwickt das eben. Andere werden schon beim ZP gezwickt.
.
.


Na, so ein großes Wunder ist eine Koordinatentransformation auch wieder nicht.
Gluon
 
Beiträge: 423
Registriert: Di 27. Apr 2010, 23:18

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Ernst » Do 20. Jun 2013, 17:05

Highway hat geschrieben:Wieso siehst du das nicht? Die Uhr steht bei A' auf +0.577s und bei B' auf -0.577s wenn die die Photonen in S' starten, im Gegensatz dazu steht die Uhr auf 0s im System S wenn die Photonen starten. Ist das nicht ungleichzeitig?

Seh ich. Auf deinem Stab allerdings werden die Photonen bei A' und B' gleichzeitig auf den Weg geschickt. Sie starten aber ungleichzeitig und kommen bei 0' zeitversetzt an.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Ernst » Do 20. Jun 2013, 17:11

Gluon hat geschrieben:Na, so ein großes Wunder ist eine Koordinatentransformation auch wieder nicht.

Kaum, das ist ja klassische Mathematik. Und die Ergebnisse sind mathematisch daher auch ok.
Nur eben physikalisch ist die ZD und RdG für die einen eben eine Uhl und für den anderen eine Nachtigall. ;)
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Harald Maurer » Do 20. Jun 2013, 17:42

Trigemina hat geschrieben:Diese Rechnung ist nicht umkehrbar in dem Sinne, dass man so tun kann, als ob sich die Lampen im IS Zug befänden. Sie sind im Experiment per Definition fest im Bahnhofsystem verankert.

Die Lampen werden aber quasi in die Enden des IS Zug transformiert! Und blitzen dort im Zeitabstand von 1,1547 s auf. Das entspricht nicht der Realität, denn das Licht bewegt sich mit c geradewegs zum Schaffner! Es erreicht ihn (Ereignis 5) nach 2 s, in seinem Zugsystem beträgt die Lichtlaufzeit aber 1.7321 s, wie geht das? Beim anderen Blitz (Ereignis 4) haben wir ebenfalls zweimal die Ankunft des Blitzes. Einmal direkt zum Schaffner mit 0,6667 s, und von der quasi in sein Koordinatenende transformierten Lampe aus in 0,55774 s. Sieht er insgesamt 4 Blitze? In beiden Systemen durchläuft das Licht jeden Raumpunkt nach Maxwell und macht keine Sprünge. Gibt es einen physikalisch fundierten Grund, wieso ihn das Licht des Bahnhof Systems nicht erreichen kann, das Licht von den Endpunkten seines Systems aber schon?

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3218
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Ernst » Do 20. Jun 2013, 19:06

Highway hat geschrieben:Welchen "Stab" meinst du denn? :?:
Im System S' gibt es bei mir zwei "Stäbe"/Differenzen. Einen für den Ort, und einen für die Zeit.

Beide. Wenn sie in der Zeitdarstellung unterschiedlich starten, können sie in der Ortsdarstellung nicht gleichzeitig losrennen.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Trigemina » Do 20. Jun 2013, 22:11

Harald Maurer hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:Diese Rechnung ist nicht umkehrbar in dem Sinne, dass man so tun kann, als ob sich die Lampen im IS Zug befänden. Sie sind im Experiment per Definition fest im Bahnhofsystem verankert.

Die Lampen werden aber quasi in die Enden des IS Zug transformiert! Und blitzen dort im Zeitabstand von 1,1547 s auf. Das entspricht nicht der Realität, denn das Licht bewegt sich mit c geradewegs zum Schaffner! Es erreicht ihn (Ereignis 5) nach 2 s, in seinem Zugsystem beträgt die Lichtlaufzeit aber 1.7321 s, wie geht das? Beim anderen Blitz (Ereignis 4) haben wir ebenfalls zweimal die Ankunft des Blitzes. Einmal direkt zum Schaffner mit 0,6667 s, und von der quasi in sein Koordinatenende transformierten Lampe aus in 0,55774 s. Sieht er insgesamt 4 Blitze? In beiden Systemen durchläuft das Licht jeden Raumpunkt nach Maxwell und macht keine Sprünge. Gibt es einen physikalisch fundierten Grund, wieso ihn das Licht des Bahnhof Systems nicht erreichen kann, das Licht von den Endpunkten seines Systems aber schon?

Grüße
Harald Maurer


Es werden Ereignisse mit ihren Raumzeitkoordinaten im Bahnhofsystem vorgegeben und die Lichtlaufzeiten bis zum Erreichen des Wärters/Schaffners berechnet. Das Licht hat in jedem IS die konstante und invariante Lichtgeschwindigkeit c, was ja das Markenzeichen der Lorentz-Trafo ist.

Wärter und Schaffner sehen 2 Blitze (wie kommst du auf 4?), jedoch mit unterschiedlichen Orts-/Zeitkoordinaten.
Trigemina
 
Beiträge: 954
Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon contravariant » Do 20. Jun 2013, 22:17

Ernst hat geschrieben:Ja sicher. Alltag in der RdG. Auf dieses Paradoxon hatte ich ja auch schon hingewiesen. Eine Verletzung der Kausalität sehen die Relativisten darin nicht.

Man muss erstmal sauber definieren, was man unter "Kausalität" versteht. Und dann kann man sich überlegen, ob solche eine Situation die Kausalität verletzt.
contravariant
 
Beiträge: 3029
Registriert: Sa 14. Feb 2009, 20:16

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Trigemina » Do 20. Jun 2013, 22:24

Highway hat geschrieben:
Trigemina hat geschrieben:...

Die Ereignisse 4 und 5 berechnen sich klassisch wie ein Hase und Igelrennen. In 4) laufen sie aufeinander zu mit c+v, in 5) voneinander weg mit c-v.
...



4) und 5) sind falsche Annahmen, da ein Beobachter dem Licht nicht entgegen eilen, oder davor fliehen kann!


Warum nicht? Das geht doch ganz klassisch à la Newton mit c±v. Solange man im selben IS bleibt, also sämtliche Ereignisse auf dieses Koordinatensystem bezieht, braucht es keine Trafo in ein anderes dazu bewegtes IS.
Trigemina
 
Beiträge: 954
Registriert: So 11. Jan 2009, 14:30

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 21. Jun 2013, 06:07

contravariant hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Ja sicher. Alltag in der RdG. Auf dieses Paradoxon hatte ich ja auch schon hingewiesen. Eine Verletzung der Kausalität sehen die Relativisten darin nicht.

Man muss erstmal sauber definieren, was man unter "Kausalität" versteht. Und dann kann man sich überlegen, ob solche eine Situation die Kausalität verletzt.

Unter Kausalität versteht man sowohl im Alltagsleben als auch in der Wissenschaft das Prinzip "Ursache-Wirkung", sprich actio-reactio: Eine physikalische Wirkung muss zwingend (mindestens) eine physikalische Ursache haben.


Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 21. Jun 2013, 06:30

Trigemina hat geschrieben:
Solange man im selben IS bleibt, also sämtliche Ereignisse auf dieses Koordinatensystem bezieht, braucht es keine Trafo in ein anderes dazu bewegtes IS.


Ich würde nicht sagen, dass man solange in einer IS bleibt, man sämtliche Ereignisse auf das "Koordinatensystem" beziehen sollte, weil dieser Begriff konfus und irreführend ist: es geschieht ja kein physikalisches Ereignis in einem Koordinatensystem, das ein abstraktes Hilfsmittel bezeichnet, das auf einem Blatt Papier dargestellt wird: Physikalische Ereignisse bestehen nur aus der Wechselwirkung von körperlichen Objekten in der Natur.

Ich würde sagen, dass man immer die Ereignisse auf den Beobachter (=Meßinstrument) beziehen muss, der das Licht tatsächlich empfängt, jeweils separat und einzeln und ohne Transformationen. Transformationen sind ja keine Messungen, sondern Spekulationen über Messungen.

Jocelyne Lopez
Jocelyne Lopez
 
Beiträge: 4174
Registriert: So 8. Feb 2009, 22:41

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 16 Gäste