Lübecker hat geschrieben:Klassisch gilt, beide Blitze schlagen für den Wärter und Schaffner gleichzeitig ein. Das Licht erreicht den Wärter gleichzeitig, aber den Schaffner ungleichzeitig. Gilt so in beiden Systemen.
Nach der SRT gilt, beide Blitze schlagen für den Wärter gleichzeitig ein, aber nicht für den Schaffner. Das Licht erreicht den Wärter gleichzeitig, aber den Schaffner ungleichzeitig. Gilt so in beiden Systemen.
Also irgendwie blicke ich hier nicht mehr durch, auch wenn viele sagen, dass ja alles ganz "einfach und logisch" ist.
ich würde daher gerne das Beispiel vereinfachen und nicht mehr darüber diskutieren was Wärter UND Schaffner sehen - sondern nur wissen was EIN Beobachter feststellt.
Da ich keine Zeichnung machen möchte - bleib ich bei der beschriebenen Zeichnung wo die Blitze (L1 und L2) eine Lichtsekunde entfernt vom Beobachter (O) (der einen Detektor mitführt) sind.
Scenario 1:
L1 ---- 1Ls ---- O ----- 1Ls ---- L2
Alles ruhend - also keine Diskussion darüber, dass O nach einer Sekunde die Blitze
gleichzeitig sehen bzw. detektieren wird.
Scenario2:
L1( >>>v) -----1Ls ----- O -----1Ls -----L2 (>>>>v)
nun bewegen sich L1 und L2 mit in Relation zu O mit v nach rechts, die Blitze werden aber genau an dem selben Ort wie in Scenario 1 gezündet.
Da c konstant ist
MUSS O wiederum nach 1 Sekunde beide Blitze gleichzeitig sehen und detektieren.
Wenn nun jemand sagt, dass die Blitze nicht am selben Ort oder zur selben Zeit wie in Scenario 1 gezündet werden können, möchte ich gleich widersprechen.
Als Beispiel: ich zünde auf dem Mond einen "ruhenden" Blitz _ der wird nach ca. 1,3 sek (Berechnung wegen variabler exakter Entfernung des Mondes hier nicht genauer angebbar) auf der Erde sichtbar sein. Dann montiere ich den Blitz auf einen Schlitten und bewege ihn auf dem Mond mit v: Damit hab ich einen Blitz an der
selben Stelle und auf der Erde wird dies wieder nach 1,3 sek sichtbar sein. (Einen vergleichbaren Blitz könnte ich auch in "Mondentfernung" aber in Opposition positionieren)
Scenario2 ist also völlig realistisch und O MUSS die Blitze gleichzeitig sehen.
Scenario3:
L1 -----1Ls ----- O (<<<< v) -----1Ls -----L2
Nun ist L1 und L2 ruhend und O
bewegt sich mit v nach linksUnd genau da beginnt mein Verständnisproblem: Laut Einstein sind Scenario1 und Scenario3
gleichwertig. Ob ich die Blitze als bewegt und O als ruhend betrachte, oder O als bewegt und die Blitze als ruhend, darf keinen Unterschied im Meßergebnis geben.
Und Scenario3 ist definitiv identisch mit dem Zugbeispiel - (Blitze ruhend - Schaffner bewegt). Warum wird also beim Zugbeispiel von vielen hier immer gesagt, dass der Schaffner die Blitze
nicht gleichzeitig sehen kann.