Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » So 16. Jun 2013, 13:34

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Und das war’s auch eigentlich schon. Mit diesen 4 Gleichungen ist schon Alles gesagt. Nur sind halt die meisten sogenannten “SRT-Kritiker” Menschen, die auch die allereinfachsten Formeln nicht lesen und interpretieren können.

Wenn dann noch solche Darstellungen eingebracht werden…

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…so trägt dies für ein Großteil der Mahaggemeinde eher zur Desinformation und Verwirrung bei, allein aus dem einfachen Grunde, weil hier suggeriert wird, dass es sich um zwei gleich lange Lineale handelt.

Dem kann aber laut SRT nicht so sein.

Also 1 Einheit sei 1 Lichtsekunde (kurz 1E~300 000km) und c beträgt 1E/s.

Das Lineal K (unten) ist 6E lang und das Lineal K’ 10E lang.

K’ bewegt sich von K aus gesehen mit 0,8E/s nach rechts.
K bewegt sich von K’ aus gesehen mit 0,8E/s nach links.

Beide Lineale erscheinen in Bild 1 und 2 gleich lang (Längenkontraktion). Eine derart wichtige Information wird in den üblichen “kritischen” Darstellungen völlig unter den Teppich gekehrt!

Dargestellt werden 3 Ereignisse. Zwei davon sehen wir in Bild 1 und zwar die Geburt von rechtem und linken Photon jeweils an den Linealrändern.

Die beiden Geburten müssen in Bild 3 und 4 natürlich zeitlich getrennt werden. Das versteht sich irgendwie von selbst, weil wir unter dem durchgezogenen Strich natürlich die Sichtweise von K’ betrachten, und aufgrund der Längenkontraktion hat K nur mehr noch 36% der Länge von K’.

Aus Bild 1 erkennen wir: Die Photonen werden erst dann geboren, wenn

Linker Linelalrand K’liegt gegenüber linker Linealrand K
Rechter Linealrand K’ liegt gegenüber rechter Linealrand K

Dann ist ja wohl in Bild 3 und 4 völlig klar:

Diese beiden Ereignisse die in K gleichzeitig statt finden, müssen in K’ 8 Sekunden zeitversetzt geschehen (die Linealenden müssen erst gegenüber liegen).

Das dritte Ereignis (Zusammentreffen der Photonen) sehen wir in Bild 2 und 5.

Zuletzt noch die Koordinaten, die man auch ohne Text aus der Grafik raus lesen kann.

Geburt linkes Photon. x=-3 t=0 x’=-5 t’=4s (Bild 1 und 4)
Geburt rechtes Photon. x=3 t=0 x’=5 t’=-4s (Bild 1 und 3)
Zusammentreffen: x=0 t=3s x’=-4 t’=4s (Bild 2 und 5)

Ach ja, in den runden grauen Kreisen stehen die Uhrzeiten.

Wenn sich noch Fragen ergeben, dann fragt ruhig.

Ich hab nämlich kein Problem mit Menschen, die nicht durchblicken.

Mit Leuten die nicht durchblicken, trotzdem aber so tun als ob….
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » So 16. Jun 2013, 21:00

julian apostata hat geschrieben:Wenn sich noch Fragen ergeben, dann fragt ruhig.
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Ja, ich habe eine interessante Frage.
Das Inertialsystem, in welchem die Gleichzeitigkeit gelten soll, ist beliebig wählbar. Jeder Beobachter kann sein IS ruhend definieren. Da sie voneinander nichts wissen, können es beide tun. Die Wahl des ruhenden IS entscheidet, in welchem IS die Lichtsignale ungleichzeitig in der Mitte eintreffen.
Außer Highway hat noch keiner eine Antwort geliefert!
Die Detektoren in den IS-Mittelpunkten können gleichzeitigen und ungleichzeitigen Einfall von Photonen unterscheiden. Was werden sie registriert haben, wenn wir sie nach dem Versuch begutachten? Detektoren wissen nicht, welcher Beobachter sich von beiden ruhend definiert hat oder ob es beide getan haben.
Die Systeme S und S' sind vor dem Versuch ruhend gemessen und verglichen worden. Sie sind gleich lang. Die Längenkontraktion ist in der SRT ein Messeffekt und keine reale Veränderung der Länge eines Objekts. Auch hängt die LK auch von der Wahl des IS ab, ebenso die ZD. Und diese Wahl ist jedem Beobachter erlaubt.
Also, man macht das Experiment und sieht sich die Detektoren an. Bei welchem Detektor sind die Photonen gleichzeitig und bei welchem sind sie ungleichzeitig eingetroffen? Welcher Beobachter (Detektor) hat sich ruhend definiert und bestimmt, dass in seinem IS die Gleichzeitigkeit zu gelten habe?
Julian, wenn Du darauf keine plausible Antwort hast, kannst Du die SRT vergessen!

Grüße
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mo 17. Jun 2013, 08:47

Harald Maurer hat geschrieben:Sie sind gleich lang.



Bitte die Frage präzisieren. Du zeichnest beide Lineale gleich lang, genau wie ich in Bild 1 und 2. Aufgrund der Längenkontraktion können sie aber nicht gleich lang sein.

Eine Info über die “Ruhelänge” hab ich in meine Grafik eingebaut. Diese Info fehlt in deiner Grafik. Also, wie ist das “Ruhelängenverhältnis” bei dir?

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Chief hat geschrieben:Wie sind t'(x'=-5) und t'(x'=5) zum Zeitpunkt t’(x’=-4)=4s?


Und was soll ich mit dieser Frage jetzt anfangen? Was ist denn jetzt x’

5 oder -4 oder wie oder was???

Na gut, ich kann hier nur eine Frage beantworten, die Anderswo wenigstens eindeutig gestellt wurde.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=547


Bild

Lassen wir ein Photon entstehen bei x=0 t=0 (siehe Bild 1). Das Photon bewege sich 3 Sekunden lang nach oben im 90 Grad-Winkel quer zum Lineal K.

Nach 3 (in K) Sekunden sterbe es. Die Todesdaten (in K‘)(man entnehme sie aus Bild 2) liegen bei x’=-4 y’=3 t’=5

Während seiner 3sekündigen Lebensspanne in K beziehungsweise seiner 5sekündigen Lebensspanne in K’ hat es in K’ 5 E zurückgelegt, hat also sowohl in K als auch in K‘ die Geschwindigkeit c.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 17. Jun 2013, 10:01

julian apostata hat geschrieben:Bitte die Frage präzisieren. Du zeichnest beide Lineale gleich lang, genau wie ich in Bild 1 und 2. Aufgrund der Längenkontraktion können sie aber nicht gleich lang sein.

Julian, nimm zwei Lineale, messe sie mit einem 3. Lineal genau ab, lege sie nebeneinander und vergleiche sie. Du wirst ja nicht bestreiten wollen, dass man zwei Lineale gleich lang hinbekommt! Wenn das nicht ginge, hätten die Ingenieure, Architekten und Mechaniker enorme Probleme bei ihren Konstruktionen!
Und nun bewege die Lineale zueinander. Laut SRT ist nun das ruhend definierte Lineal das lange, und das bewegte wird verkürzt gemessen (nach einer bestimmten SRT-Vorschrift). Ohne dass es sich tatsächlich verändert hätte. Die Wahl des Ruhesystem entscheidet demnach, welches Lineal verkürzt gemessen wird. Und natürlich kann man jedes Lineal als Ruhesystem wählen :!: .

Deine Frage nach der Länge des Lineales ist daher völlig irrelevant, weil ja jedes der Lineale gleichermaßen das lange oder das verkürzt gemessene sein kann. Und genau dem entspricht auch die Frage nach der Gleichzeitigkeit oder Ungleichzeitigkeit in den Systemen in den hier ausführlichst abgehandelten Szenarien.

Schon aufgrund der freien Wahl des Systems, welches das Ruhende sein soll, versteht es sich von selbst, dass keines der Lineale tatsächlich verkürzt sein kann - und es sich nur um einen Messeffekt handelt, wie Du auch schon mehrfach in diesem Forum selbst verkündet hast!
Also was soll jetzt Deine Frage? Bist Du ratlos? Jedes der Lineale kann verkürzt gemessen werden. In jedem der IS kann die Gleichzeitigkeit als gültig angenommen und im anderen die Ungleichzeitigkeit erwartet werden. Hängt von der Anfangsdefinition ab.
Detektoren definieren aber nichts. Sie messen nur. Also frag nicht kreuz und quer herum, sondern gib einfach eine plausible Antwort. Ich als unwissender Crank möchte mich gerne eines Besseren belehren lassen. Und Du, der Du einem Äquilibristen des Cirque du Soleil gleich mit Formeln jonglierst, kannst doch sicher das gegebene Problem lösen. Wer denn sonst?
Also bitte, verrate uns, was die Detektoren messen!
Ist das IS S ruhend definiert, so ist S' das verkürzt gemessene. Ist S' ruhend definiert, so ist S das verkürzt gemessene.
In der seltsamen (und falschen) Relativistenmeinung müsste je nach Definition des Ruhenden Systems einmal der Detektor in S' das ungleiche Eintreffen der Photonen detektieren (wie klassisch) oder aber auch in S, wenn S' als Ruhesystem gewählt wird (nach SRT).
Selbstverständlich wird das jedes Kleinkind als Widerspruch erkennen. Kann ja nicht sein, dass die berühmte und hochbejubelte SRT über so einen läppischen Widerspruch stolpert. Also muss es eine plausible und SRT-konforme Lösung des Problems geben!
Verrate Sie uns bitte. Nur Du kannst es wissen, Deinen großartigen Beiträgen nach!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon fallili » Mo 17. Jun 2013, 10:27

Nun bin ich wieder ganz verzweifelt.
Im Thread "Gibt es eine rel-kon LG" hab ich ja exakt dieses hier gezeichnete Beispiel angesprochen (dort ohne Zeichnung) und Harald hat mich mit sehr klaren Argumenten davon überzeugt, dass im Rahmen der SRT alles mit rechten Dingen zugeht und die Verständnisprobleme bei mir liegen, weil ich das Ganze falsch betrachte.
Nun interpretiere ich Haralds Fragen so, dass er genau die selben Fragen stellt, die er mir nach meinem Gefühl im anderen Thread "beantwortet" hat.
Ich fühl mich so, als würde bei mir im Hirn nun auch wieder alles von vorne starten müssen, und alles was ich zu verstehen "glaubte" wieder nicht richtig ist.

Um mein Problem nochmals aufzuzeigen:

So wie ich es, nach langem Diskutieren im anderen Thread verstanden habe, sieht jeder Beobachter in seinem IS die Blitze gleichzeitig und auch als in seinem IS gleichzeitig abgesendet - was bedeutet dass jeder Detektor nur ein gleichzeitig eintreffendes Signal anzeigen muss.

Nur bei Beurteilung der Situation aus dem jeweils anderen IS kommen LK und ZD zum tragen.

Daher nun hier die Frage - stimmt das so? Bzw. Was genau zeigen die Detektoren an?
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mo 17. Jun 2013, 12:53

Lübecker hat geschrieben:Nein das stimmt so nicht, das ist schon nach Newton falsch.

Klar ist es nach Newton falsch. Wär's nach diesem so, hätte es die SRT nicht gegeben. Also mit Newton zu argumentieren, ist der größte Witz des Tages.
Einsteins Postulat gilt in jedem Inertialsystem unabhängig davon, was die Lichtquelle so treibt! Das beantwortet meine Fragen augenblicklich!

Grüße
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mo 17. Jun 2013, 12:56

Harald Maurer hat geschrieben: müsste je nach Definition des Ruhenden Systems einmal der Detektor in S' das ungleiche Eintreffen der Photonen detektieren (wie klassisch) oder aber auch in S, wenn S' als Ruhesystem gewählt wird (nach SRT).


Nein, wie kommst du auf so was? Hast du auch nur einen einzigen Blick auf meine Grafik geworfen?

Bild 1 zwei gleichzeitige Ereignisse im Ruhesystem von S gemessen
Bild 3 und 4 zeigen exakt die gleichen Ereignisse im Ruhesystem von S’ diesmal mit 8 Sekunden Zeitunterschied.

Sollte ich dich wieder falsch verstanden haben, wie wäre es mit einem einfachen Zahlenbeispiel?

z.B

Ereignis1 x_1=? t_1=?

Ereignis 2 x_2=? T_2=?

Wenn sich deine Frage aber derart einfach formulieren ließe, müsstest du dir sie allerdings ´mit Hilfe der LT leicht selbst beantworten können.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mi 19. Jun 2013, 10:14

Schaun’mer uns doch mal die Animation von Lübecker zum Thema an. Sie beruht auf der Vorlage von Siegfried Petry.

Bild

E1=Einschlag linker Blitz E2=Einschlag rechter Blitz E3 und E4=Begegnung der Photonen in S und S’ E5 linkes Photon bei x=0 E6=rechtes Photon bei x=0

Hier sehen wir die Animation aus Sicht des Bahndamms. Ein gleichzeitiger Blitzeinschlag sowohl an Zugenden als auch an Bahndamm-enden scheint auf den ersten Blick möglich, weil beide Gebilde anscheinend gleiche Länge haben (bei mir Bild 1 und 2)

Bild

Jetzt ändern wir die Perspektive und begeben wir uns in den Zug. Aufgrund der Längenkontraktion hat der Bahndamm jetzt aber scheinbar nur mehr 64% der Länge des Zuges.

E2: Zuerst stehen sich rechtes Zugende und rechtes Bahndammende gegenüber. Zuerst schlägt dort im Zug der Blitz ein

E1: Dann erst (3us später) schlägt der Blitz im linken Zugende ein, wenn dieses dem linken Bahndammende gegenüber liegt.

(Bei mir Bild 3 bis 5)

Bild

Wem diese Animation zu schnell geht, der kann sich hier eine einfache kostenlose Software runter laden und jedes Bild einzeln betrachten.

http://www.animake.de/
Zuletzt geändert von julian apostata am Mi 19. Jun 2013, 12:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon julian apostata » Mi 19. Jun 2013, 12:35

Lübecker hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Schaun’mer uns doch mal die Animation von Lübecker zum Thema an.

Die Animationen wurden alle von fb557ec2107eb1d6 erstellt!


Echt? Da muss ich ihn loben! Sie bewegen sich nämlich korrekt im Rahmen von LT und SRT!

Meinen letzten Beitrag hab ich geändert, weil ich den zugehörigen Link irgendwie vergessen habe.

julian apostata hat geschrieben:Wem diese Animation zu schnell geht, der kann sich hier eine einfache kostenlose Software runter laden und jedes Bild einzeln betrachten.

http://www.animake.de/


Kennt jemand ein besseres Programm für das langsame Betrachten von Einzelbildern?

Dann könnte so Mancher seine “Kritik” vielleicht auch ein wenig gezielter anbringen…

…und uns statt meterlanger Texte…

…ein konkretes Rechenbeispiel bringen, warum die Animation von “fb557ec2107eb1d6” den Aussagen von SRT und LT widersprechen sollte.
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Re: Noch ein Beispiel für Lorentztransformation

Beitragvon Harald Maurer » Mi 19. Jun 2013, 14:20

julian apostata hat geschrieben:…ein konkretes Rechenbeispiel bringen, warum die Animation von “fb557ec2107eb1d6” den Aussagen von SRT und LT widersprechen sollte.

So originell diese Animationen auch sind, so unzutreffend müssen sie sein. Denn in der SRT verändert sich keine Länge eines Körpers materiell. Es handelt sich - wie schon mehrfach erwähnt und ebenso oft ignoriert - um unterschiedliche Messungen ein und derselben objektiven Länge aufgrund unterschiedlich laufender Uhren. Die unterschiedlichen mechanischen Auswirkungen (Kontakte werden berührt oder wegen unterschiedlicher Länge nicht) können also gar nicht vorliegen. Die Animationen widersprechen der SRT und LT, weil nach dieser Theorie sich nicht Längen und Zeiten ändern, sondern es die Koordinaten sind, die von den Systemen unterschiedlich gesetzt werden. Dass es sich um Messeffekte handelt, ergibt sich schon durch den Umstand, dass jedes System das andere System verkürzt misst. Bei realer Verkürzung von Körpern wäre das nicht möglich!

Grüße
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