Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Ralf Maeder » Di 18. Jun 2013, 07:06

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ach so. Dann hast Du eben Deiner Meinung nach die SRT fast im kleinen Finger, schön für Dich. :) Dann kannst Du die Welt, oder zumindest das MAHAG-Forum, bald aufklären, schön für uns - das wäre ein Novum seit Bestehen des MAHAG-Forums. :)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

Zumindest werde ich mir selbst irgendwann die Frage beantworten wollen, was es mit der SRT denn nun auf sich hat. Die Theorie zu verstehen ist eine Sache. Die Aussagen der Theorie (wie Zeitdilatation z.B.) auf den Pruefstand zu stellen und darueber nachzudenken, ob sie etwas mit der Realitaet zu tun haben koennen, ist ein anderes Unterfangen, dass wohl noch wesentlich mehr Hirnschmalz verlangt.

Gruss Ralf.
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 18. Jun 2013, 07:34

Ralf Maeder hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Ach so. Dann hast Du eben Deiner Meinung nach die SRT fast im kleinen Finger, schön für Dich. :) Dann kannst Du die Welt, oder zumindest das MAHAG-Forum, bald aufklären, schön für uns - das wäre ein Novum seit Bestehen des MAHAG-Forums. :)


Zumindest werde ich mir selbst irgendwann die Frage beantworten wollen, was es mit der SRT denn nun auf sich hat. Die Theorie zu verstehen ist eine Sache. Die Aussagen der Theorie (wie Zeitdilatation z.B.) auf den Pruefstand zu stellen und darueber nachzudenken, ob sie etwas mit der Realitaet zu tun haben koennen, ist ein anderes Unterfangen, dass wohl noch wesentlich mehr Hirnschmalz verlangt.


Ich bin der Meinung, dass man die SRT nur dann im kleinen Finger haben kann, wenn man erkennt, dass sie widersprüchliche Aussagen zugrunde legt, wie ich es weiter oben an "Gluon" dargestellt habe, wobei diese widersprüchlichen Aussagen sich im Kern bei der Forderung c=const für bewegte Beobachter austragen (sprich bei den Effekten LK, ZD und RdG, die alle drei zusammenhängen) und sich zwangsläufig ewig austragen müssen: Es gibt keine Lösung für einen Widerspruch, er wird immer ein Widerspruch bleiben. Es nützt also nichts, ewig zu untersuchen, ob die eine Aussage wahr sein könnte und die andere Aussage falsch, oder andersrum: Der Widerspruch zwischen den beiden Aussagen wird ewig bleiben.

Zum Beispiel ein hoch qualifizierter Wissenschaftler, der die SRT in kleinem Finger hatte, hat irgendwann diesen Widerspruch erkannt und damit die Unmöglichkeit einer Lösung innerhalb der SRT, und ist zu einem der bedeutendsten Kritiker der Theorie geworden, siehe:

Herbert Dingle: Beispielhafte Charakterstärke als überzeugter Anhänger und überzeugter Kritiker der Relativitätstheorie

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Di 18. Jun 2013, 08:20

Highway hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Nichts. Er kann das auch für S' vorgeben. Aber das ist dann eine andere Konstellation mit Auswirkungen auf die Ergebnisse...


Wie ist das gemeint? Wenn statt S das System S' als ruhend angenommen wird ändern sich die Ergebnisse? Inwiefern?


Dafür, dass ihr das schon so lange diskutiert, hat Ernst das doch klar genug dargestellt. Man kann annehmen, dass die Blitze in S gleichzeitig die Detektoren treffen, oder dass sie sie in S ungleichzeitig treffen. Beides zugleich anzunehmen führt zum Widerspruch. Nicht nur in der SRT, sondern auch in der klassischen Mechanik. Der Unterschied ist nur: In der klassischen Mechanik bedeutet gleichzeitig in S auch gleichzeitig in S'. In der SRT sind das verschiedene Annahmen.

Gruß,
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Di 18. Jun 2013, 08:52

Highway hat geschrieben:Es geht doch vielmehr darum, dass sich sowohl der Beobachter in S als auch der in S' als ruhend betrachten kann, schon aus Gründen des Relativitätsprinzips.

Klar können sie das.

Highway hat geschrieben:Dann sollte doch wieder das gleiche heraus purzeln à la:

für Photon C' und für die zurückgelegte Strecke A'O': [-0.75Ls-(-1.25Ls)]/[+1.25s-(+0.75s)]=1c
für Photon D' und für die zurückgelegte Strecke B'O': [+1.25Ls-(-0.75Ls)]/[+1.25s-(-0.75s)]=1c

Nur die gestrichenen Werte werden zu den ungestrichenen und umgekehrt.


Ja, die Geschwindigkeit des Photons kommt für jeden Beobachter gleich heraus. Allerdings legt das Photon nicht für beide Beobachter dieselbe Strecke in derselben Zeit zurück. Auch in der klassischen Relativität legt das Photon für den gegenüber Quelle und Empfänger bewegten Beobachter eine andere Strecke zurück als für den ruhenden Beobachter. Nur vergeht dort die Zeit für beide Beobachter gleich schnell und die Geschwindigkeit ist unterschiedlich.

Gruß,
Tachyon
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon julian apostata » Di 18. Jun 2013, 08:53

fallili hat geschrieben:JEDER der beiden Beobachter O und O' stellt an SEINEM Detektor fest, das die Blitze gleichzeitig eintreffen und jeder sagt aus, dass beim Anderen die Blitze ungleichzeitig eintreffen müssen.


Nein, auch das ist keine Aussage der SRT. Da begehst du den selben Denkfehler, den Harald hier unten präsentiert hat.

Schau halt einfach nur das Bildchen unten an. Wofür zum Kuckuck hab ich das eigentlich gemalt?

Wann können linkes und rechtes Linealende nur gleichzeitig sich gegenüber stehen?

Das geht nur in System O bei x=-3 und x=3, t=0

Und warum geht das nur dann? Weil nur von O aus gesehen beide Lineale die selbe Länge haben (Bild 1)

Von O’ aus gesehen ist das eigene Lineal 10E lang das gegenüber liegende Lineal O jedoch nur 3,6 E.

Wie zum Geier sollen beiden Enden gleichzeitig gegenüber liegen können?

Also Bild 3: Rechte Linealenden liegen sich gegenüber. Linkes Linealende O ist allerdings noch 6,4E von linkem Linealende O’ entfernt.

Für diese Strecke braucht es bei 0,8*c noch 8 Sekunden!

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=551
Bild

Verwirrend? Nein ganz im Gegenteil. Das Ganze ist einfacher als die klassische Physik.

Schließlich hat uns Minkowski 1908 ein “Geschenk des Himmels” präsentiert, nämlich die raumzeitlichen Abstände. Und dieser Abstand ist in beiden Systemen gleich.

In O:wurzel(6²-0²)=6
In O’:wurzel(10²-8²)=6
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 18. Jun 2013, 09:05

Gluon hat geschrieben:
Man kann annehmen, dass die Blitze in S gleichzeitig die Detektoren treffen, oder dass sie sie in S ungleichzeitig treffen. Beides zugleich anzunehmen führt zum Widerspruch.


Man kann ohne Widerspruch annehmen, dass sie gleichzeitig in beiden Systemen einschlagen, zu dem Zeitpunkt, wo sich die beiden System am selben Ort überlagern, und zwar wenn die beiden Beobachter sich in der Mitte der Lichtstrecke befinden. Das ist auch die Annahme Einsteins. Der tatsächlich bewegte Beobachter (der Beobachter, dessen Geschwindigkeit mit v>0 vorgegeben wurde), bleibt aber zwangsläufig nie an einem Ort stehen, wie der Beobachter, der tatsächlich ruht (der Beobachter, dessen Geschwindigkeit mit v=0 vorgegeben wurde).

Man soll nie vergessen, dass jeder Beobachter in der Mitte der Strecke sich befinden muss, damit eine Gleichzeitigkeit stattfinden kann (auch für Einstein). Eine Gleichzeitigkeit jenseits der Mitte kann für keinen Beobachter stattfinden, weder tatsächlich ruhend noch tatsächlich bewegt, weder in der SRT noch in der klassischen Physik.

Gluon hat geschrieben:
Beides zugleich anzunehmen führt zum Widerspruch. Nicht nur in der SRT, sondern auch in der klassischen Mechanik. Der Unterschied ist nur: In der klassischen Mechanik bedeutet gleichzeitig in S auch gleichzeitig in S'. In der SRT sind das verschiedene Annahmen.


So? Welchen Widerspruch erkennst Du in der klassischen Physik bezgl. der Gleichzeitigkeit?

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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Di 18. Jun 2013, 09:08

Highway hat geschrieben:
Offenbar ja nicht, sonst würde ich nicht nachfragen. Außerdem passt meiner Meinung nach deine Antwort weder auf seine Antwort noch auf meine Rückfrage.

Es geht doch vielmehr darum, dass sich sowohl der Beobachter in S als auch der in S' als ruhend betrachten kann, schon aus Gründen des Relativitätsprinzips.


Um es nochmal zu präzisieren. Es ging nicht nur darum, ob sich gleichförmig gegeneinander bewegte Beobachter beide als ruhend betrachten können. Das können sie zweifellos. Sowohl klassisch als auch relativistisch. Es ging darum, ob sich ein Experiment konstruieren lässt, in dem in Bewegungsrichtung voneinander entfernte Blitzeinschläge für beide Beobachter in ihrem jeweiligen Ruhesystem synchronisiert gleichzeitig eintreten. Und das ist eben nicht der Fall. Wenn die Blitze im System S gleichzeitig einschlagen, schlagen sie in System S' ungleichzeitig ein.

Oder andersherum: Die Situation, in der zwei Blitze in S gleichzeitig sind, ist eine andere, als die, in der zwei Blitze in S' gleichzeitig einschlagen.

Gruß,
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Di 18. Jun 2013, 09:10

Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man soll nie vergessen, dass jeder Beobachter in der Mitte der Strecke sich befinden muss, damit eine Gleichzeitigkeit stattfinden kann (auch für Einstein).


Entschuldigen Sie, aber das ist Quatsch. Zwei Ereignisse können auch gleichzeitig stattfinden, wenn sich der Beobachter nicht zwischen ihnen aufhält.
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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Jocelyne Lopez » Di 18. Jun 2013, 09:24

Gluon hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Man soll nie vergessen, dass jeder Beobachter in der Mitte der Strecke sich befinden muss, damit eine Gleichzeitigkeit stattfinden kann (auch für Einstein).


Entschuldigen Sie, aber das ist Quatsch. Zwei Ereignisse können auch gleichzeitig stattfinden, wenn sich der Beobachter nicht zwischen ihnen aufhält.


Sicher, zwei Ereignisse können gleichzeitig in der Natur stattfinden, auch wenn sich keine Beobachter zwischen ihnen aufhält, gar keine Frage. Die Natur braucht keine Beobachter, um zu funktionieren, wie sie funktioniert. Die Erde dreht sich auch, wenn keine Beobachter die Rotation der Erde misst. Den Mond gibt es auch, wenn keiner dahin guckt. Es geht hier aber um eine konkrete Messung der Gleichzeitigkeit, und ohne Beobachter, keine Messungen. Und ohne Messungen, kein wissenschaftliches Fach "Physik", da bist Du arbeitslos, Pech.

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Re: Symmetrisches RdG Beispiel basierend auf Einsteins Zugb.

Beitragvon Gluon » Di 18. Jun 2013, 09:42

Liebe Frau Lopez,
ich präzisiere gerne: Zwei Ereignisse können auch gemessen werden, wenn kein Beobachter zwischen ihnen steht. Und mit entsprechend geeichten Messvorrichtungen lässt sich dann auch Gleichzeitigkeit nach einer zuvor festgelegten Definition in gegebener Genauigkeit feststellen.

Gruß,
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