Lübecker hat recht, wenn er bemängelt, das ich auch die Links angeben sollte.
Weiß aber nicht wie ich das so halbwegs schnell hinkriege, weil ich einfach die Texte durchgehe und die Aussagen mal in Word zwischenkopiere.
Aus dem inzwischen 90 Seiten langem Thread ist dies meiner Meinung nach so am einfachsten.
Und NACH 90 SEITEN, habe ich die Aussagen so verstanden, dass eine sehr große Übereinstimmung darin besteht, dass eben bei ruhendem UND bewegtem Beobachter festgestellt wird, dass im jeweiligen IS die Blitze gleichzeitig eintreffen.
Leider wieder ohne Angabe des Links, kann ich nur mal schnell weitere Aussagen herkopieren (auch von Lübecker, der die Gleichzeitigkeit "bestätigt").
Wenn ich da Links und Fragen + Antworten herkopieren würde, wäre das extrem unübersichtlich. Und jeder kann sich ja selber durch die 80 Seiten durchqälen und wird eben genau diese Aussagen finden.
Lübecker:
Tatsache ist aber, der Lichtblitz beider Lampen fand an einem Punkt am selben Ort statt. Selbstverständlich läuft nun das Licht nach der SRT in jedem IS gleichschnell von der Mitte zum Anfang und Ende der jeweiligen Rakete. Nur beobachtet jeder Astronaut das Licht des Blitzes in der jeweils anderen Rakete nicht gleichzeitig am Anfang und Ende ankommen. Konkret, jeder Beobachter nimmt das Eintreffen des Blitzes am Anfang und Ende seiner Rakete in seinem IS gleichzeitig wahr und das Eintreffen des Blitzes am Anfang und Ende der anderen Rakete nicht gleichzeitig.
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Das Beispiel selber ändert nun nichts an der RdG, wäre sonst ja eine recht lustige Sache. Ob nun von zwei Punkten das Licht zu einem Punkt läuft oder von einem Punkt zu zwei ändert nichts. Aber wenn es das Beispiel mit dem Bahndamm sein soll, dann eben dieses Beispiel. Unstrittig ist wohl, dass der Beobachter B₁ auf dem Bahndamm (IS_bahndamm) die Blitze gleichzeitig sieht. In seinem IS kann er die Blitze aber nicht gleichzeitig für den anderen Beobachter sehen, denn dieser ist ja für B₁ bewegt. Sollte soweit ja klar sein.
Für den Beobachter B₂ im Zug (IS_zug) ist es der Beobachter auf dem Bahndamm, der für B₂ bewegt ist, es gilt da das Relativitätsprinzip. Im IS_zug läuft das Licht nach der SRT natürlich mit c und somit kommt die Blitze selbstverständlich auch für B₂ gleichzeitig an. B₂ beobachtet aber, dass die Blitze für B₁ auf dem Bahndamm nicht gleichzeitig sind. Es bleibt wie es ist, beide Beobachter beobachten in ihrem IS die Blitze gleichzeitig ankommen und für den anderen ungleichzeitig, wenn die SRT als Basis vorausgesetzt wird.
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Das Zugbeispiel noch einmal anders beleuchtet, der Zug ist nun 52.000.000 km lang. Vorne und hinten am Zug befinden sich zwei Lampen. Der Schaffner ist wieder in der Mitte des Zuges. Die Lampen werden eingeschaltet. Frage, kommt das Licht beider Lampen immer gleichzeitig in der Mitte beim Schaffner an? Auch wenn der Zug gegenüber der Sonne eine Geschwindigkeit hat? Kann die Geschwindigkeit zwischen Zug und Sonne daran etwas ändern, dass das Licht beider Lampen gleichzeitig beim Schaffner ankommt? Wird die Sonne nun schneller oder langsamer, der Zug schneller oder langsamer, ändert das etwas an der Laufzeit des Lichts im Zug?
Nach der SRT nicht, im Zug hat Licht c, es läuft von beiden Enden zur Mitte in derselben Zeit, egal welche Geschwindigkeit die Sonne gegenüber dem Zug, oder der Zug gegenüber der Sonne hat. Eigentlich sollte das schon reichen. Aber mal weiter, spielen die Lampen am Zug nachdem sie ihren Lichtblitz abgesetzt haben, noch eine Rolle für den laufenden Lichtblitz? Beide Lampen blitzen und explodieren danach, hat das einen Einfluss auf die Ankunftszeit der Lichtblitze beim Schaffner? Oder wenn die Lampen nun mit 0,5 c (in Bezug zum Zug) davonfliegen, kann das die Laufzeit der Blitze im Zug beeinflussen? Wenn ja, wie? Die Geschwindigkeit der Lampen (in Bezug zum Zug) hat nach der SRT keinen Einfluss auf die Laufzeit des Lichtes im Zug. Die Aussage hier im Gedankenexperiment, der Zug sei ja bewegt, bezieht sich aber auf die beiden Lampen, die beiden Punkte „im Raum“ wo die Blitze einschlagen. Wenn die Geschwindigkeit des Zuges zu den Lampen keine Rolle für die Laufzeit spielt, dann können sie nichts an der Laufzeit im Zug ändern.
So nun sind zwei Beobachter gegeben, einer ruht gegenüber den Blitzpunkten oder den Lampen, der andere ist Schaffner und zu den Lampen bewegt. Oder und das ist wichtig, die Lampen sind zu ihm bewegt, sie sind beide gleich weit weg, machen einen Lichtblitz und ziehen von dannen. Die Geschwindigkeit der Quelle hat keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit des Lichts. Ob die Lampen nach dem Blitzen nun explodieren, oder ins All verschwinden ändert nichts an der Lichtlaufzeit im Zug. Gleiches gilt aber auch für den zu den Lampen ruhenden Beobachter, auch für diesen haben die Geschwindigkeiten der Lampen keinen Einfluss. Das Problem ist hier offensichtlich immer noch, dass im Kopf weiter mit einem imaginären absoluten Bezugssystem Raum gearbeitet wird, und die Geschwindigkeiten dort aufgetragen werden. Geometrisch steht Licht in der Raumzeit immer im rechten Winkel zum Beobachter.
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Highway:
Da irrt der gute Mann, wenn es nach der SRT geht. Selbstverständlich treffen die Lichtblitze gemeinsam ein, vorausgesetzt der Schaffner befindet sich in der Mitte des Zuges. Aber das war ja so vorgegeben.
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Ernst:
Sowohl für den Fahrgast (in seinem Ruhe IS) als auch für den Schaffner (in dessen Ruhe IS) schlagen die Blitze sehr wohl gleichzeitig an den Zugenden ein.
Wenn sie sich das gegenseitig bestätigen, könnte jeder allerdings den anderen für einen Spinner halten. Denn der jeweils andere ist ja in seinem eigenen Ruhe IS bewegt und die Galilei-Erfahrung sagt ihm, daß infolge der Bewegung des anderen jener unmöglich die Blitze gleichzeitig wahrnimmt, wie er es selbst tut.
Aber nun denkt er relativistisch und konstatiert, daß seine im ganzen IS einheitliche Ortszeit aus seiner Sicht im IS des anderen ortsabhängig wird. Daß also aus seiner Sicht, im IS des anderen die Blitze an den Zugenden ungleichzeitig einschlugen.
Es ist also der Fahrgast, der für den Schaffner die Ungleichzeitigkeit der Einschläge an den Zugenden konstatiert. Für den Schaffner selbst sind sie gleichzeitig.
Und es ist der Schaffner, der für den Fahrgast die Ungleichzeitigkeit der Einschläge an den Zugenden konstatiert. Für den Fahrgast selbst sind sie gleichzeitig.
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