Highway hat geschrieben:
Die Frage lautet also nach wie vor: Ist die Strecke von 2.5Ls respektive 4Ls das was der Schaffner im Zug misst, oder ist es das, was der Beobachter am Bahnsteig meint dass der Schaffner dies messen müsste?
Letzteres.
Es ergibt sich aus jedem der bekannten Beispiele:
LK: Die verkürzte Länge (der Arm des Schaffners) wird
am bewegten Objekt beobachtet. Das Objekt bewegt sich in S. Im Ruhesystem S' des Objektes wird keine LK beobachtet. Der Schaffner hat normale Armlänge.
ZD: Die verlängerte Lebensdauer der Myonen wird
an den bewegten Myonen beobachtet (anhand des langen Flugweges). Die Myonen bewegen sich in S (Erdboden). Im Ruhesystem der Myonen S' wird keine verlängerte Lebensdauer beobachtet.
RdG: Die an jedem Fenster eines Zuges befestigten Uhren
zeigen am bewegten Zug unterschiedliche Zeiten an. Der Zug bewegt sich in S (Bahnsteig). Im Zug S' selbst zeigen alle Uhren die gleiche Zeit.
Die
Beobachtungen an den in S bewegten Objekten sind das Ergebnis der LT von S nach S' (S'=f(S)).
Es ist also immer der Beobachter in S, der die transformierten Werte wahrnimmt und daher meint, sie seien in S' Realität und der Beobachter in S' müßte das so wahrnehmen.
Der aber im Ruhesystem der Objekte sieht natürlich keine Veränderungen.
.
.