Ralf Maeder hat geschrieben:Da hat mir der Buehrke mit seinem Astronauten-Beispiel wirklich ein Ei ins Nest gelegt. Trotz deines Kommentares hier, komme ich nicht umhin, weiter daran zu zweifeln, ob ich einen Denkfehler mache. Was das Astronauten-Beispiel anbelangt, so sollte es doch einleuchten, dass das Licht der beiden Sterne nicht gleichzeitig beim sich relativ zu ihnen bewegenden Astronauten ankommt, oder? Was ist aber der entscheidende Unterschied zum Zugparadoxon?
Gruss Ralf.
Also dass es "einleuchtet" find ich nun überhaupt nicht mehr. Wenn, wie inzwischen hier festgestellt wurde, bei dem Zugbeispiel gesehen wird, dass sowohl bewegter als auch ruhender Beobachter die Blitze als gleichzeitig betrachten, dann ist es doch völlig egal ob der "Zug" nun 500m oder 4 Lichtjahre lang ist.
Daher wird das Licht auch gleichzeitig beim Astronauten ankommen. Wenn man das ganz einfach sehen will, zeichnet man schnell die paar Linien eines Minkowski Diagrammes für das Zugbeispiel und sieht dann sofort, dass das ganze für dieses Astronautenbeispiel exakt gleich aussieht - nur der Maßstab ist halt ein anderer.
Wenn wir also daran glauben, dass c für alle Beobachter gleich ist (Gegenteil noch nicht nachgewiesen) dann müssen wir auch akzeptieren, dass das Licht gleichzeitig beim Astronauten ankommen wird. Ich glaube, Dein Fehler liegt darin, dass Du noch immer die die Positionsänderung des Astronauten überbewertest und sagst "der Astronaut ist ja während das Licht Jahre unterwegs war inzwischen xyz km weiter geflogen".
Er hat aber, immer vorausgesetzt dass die SRT stimmt und leider schwer wirklich vorstellbar, einen Punkt im Raum-Zeit-Kontinuum gewechselt.
Und wen man eben bestimmt an welchen Punkt er hingelangt, zeigt die SRT, dass dort auch die beiden Lichtwellen wieder gleichzeitig eintreffen.
Also so hab ich das, was in den letzten Tagen geschrieben wurde verstanden (oder zumindest glaube ich dem ganzen Problem wirklich näher gekommen zu sein.
Noch was - tut mir leid für Dich, dass ich Dir nur "die kürzesten ruhmreichen Minuten" verschaffen konnte.
ich kann Dir aber dafür meinen Dank anbieten - Deine Postings ganz zu Anfang des Threads haben mir gezeigt, dass ich nicht der einzige bin der vergleichbare Verständnisprobleme wie Du hat - worauf ich es dann gewagt habe, mich hier auch anzumelden und mitzuschreiben.
Wenn Du vielleicht auch keine "genialen" Posts geliefert hast, hast Du aber stets konstruktive Posts geliefert.
Und wirklich "geniale" Posts werden hier wahrscheinlich nur von einem zukünftigen Nobelpreisträger kommen, der eine besser Theorie zum Verhalten von Licht aufstellen wird. Vor allem wär es sehr schön wenn irgendjemand mal endlich feststellen würde was Licht "wirklich" ist. Vielleicht kann dann auch erkannt werden warum c für alle beliebigen Beobachter immer gleich ist.
Derzeit können wir also nur feststellen, das wir das "doofe" Experimentalergebnis einer konstanten Lichtgeschwindigkeit haben und versuchen zu diesem Ergebnis eine passende Theorie zu finden. Und, so wie ich das sehe, hatda der gute Einstein eben bisher den besten Theorievorschlag geliefert.
Ich weiß nicht ob irgendjemand wirklich "glücklich" mit der SRT oder ART ist - aber solang nix besseres da ist.......................