Raum-Zeit-Kontinuum

Hier werden andere Standardmodelle der Physik kritisiert oder verteidigt

Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Kurt » So 5. Mai 2013, 14:36

Lübecker hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:-linear- bedeutet so viel wie immer gleich, unabhängig, übergeordnet, unbeeinflusst.

- immer gleich: unbeeinflusst von den jeweiligen Ortsumständen
- unabhängig: von den jeweilgen umständen am Ort
- übergeordnet: unbeeinflusst von den....
- unbeeinflusst: ...

Wo ist diese Definition des Begriffes „linear“ nachzulesen? Tatsächlich bedeutet der Begriff: „gerade, geradlinig, linienförmig, nicht krumm, in einer Linie“ und sicher nicht: „unabhängig, übergeordnet, unbeeinflusst...“.


"-linear-" ist im Beitrag vorher nachzulesen.

Ich bin mir sicher, er versteht was gemeint ist.


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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon DerDicke » Di 7. Mai 2013, 08:32

Ein Operator L(x) ist linear, wenn:
L(c*x) = c* L(x)
und
L(x1+x2) = L(x1) + L(x2)
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon julian apostata » Di 7. Mai 2013, 12:57

Okay, vielleicht blick ich ja irgendwann mal doch durch, bei dem was du machst.

Yukterez hat geschrieben:@ Julian Apostata

Ich habe das Zeit:Raum Integral so umgeschrieben, daß es nachvollziehbarer ist:

Bild


Und H’_a’ berechnest du so, wie hier angegeben?

Bild

Heute definierst du a=1 und somit gilt:

1+z=1/a’

Hab ich es soweit richtig verstanden?
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Mo 13. Mai 2013, 18:56

Leider habe ich mich bei diesem Integral geirrt.
Es ist nicht der Skalenfaktor in Metern durch die integrierte Rezessionsgeschwindigkeit, was die Zeit ergibt.
Mein Fehler war, den Hubbleradius mit dem Partikelhorizont gleichzusetzen.
Das tut mir aufrichtig leid, ich mache es wieder gut mit der 100% korrekten Formel

Bild

Bild

t(a) = int(1/(a'·H(a')/H0))/H0; a=a0/a(t)

Siehe modellunabhängige Rechnung.png und Quelle.pdf, Seite 14.

Heute definierst du a=1 und somit gilt:
1+z=1/a’
Hab ich es soweit richtig verstanden?

Ja, wenn man a0 (a heute) gleich 1 setzt gilt:
z+1 = 1/a, (z+1)^n = a^(-n)
bzw in Metern, GLyr oder Mpc
z = a0/a-1

Bild

Den Strich am a' muss man setzten, weil a integriert wird (damit die Variable bis zu der integriert wird nicht mit dem gleichen Buchstaben belegt ist wie die Integrationsvariable). In manchen Programmen ist es aber besser auf den ' zu verzichten, und beispielsweise ein großes A für a(t) und ein kleines für da zu nehmen (oder umgekehrt).
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Bernhard » Fr 17. Mai 2013, 13:08

Hallo Experten,

da muss ich auch noch meinen "Senf" ;) abgeben.

Ich denke ( :shock: , schon wider), dass sich früher einige nicht bewusst waren was eigentlich eine mathematische Dimension ist. Ich möchte das einfach mal wiederholen, dass eine Dimension zum Beispiel die (X,Y,Z)-Koordinaten unseres Koordinatensystem im Grunde kein Ende haben. Und wenn man die Zeit-Koordinate betrachtet, ist es da das Selbe.

Dimensionen haben kein Ende. Und wenn sie kein Ende haben, dann haben sie auch keinen Anfang :!:

Quatsch? Nein, denn wenn da jemand ernstlich behaupten möchte, dass das Universum 13 Milliarden Lichtjahre groß,alt ist, wäre, dann stellt sich doch sofort die Frage: "Was ist dahinter" und "was war zuvor".

Wenn man sich eine "größte" oder "kleinste" Zahl denken wollte, man kann es immer noch größer und noch kleiner denken --> x+1, y+1, z+1 und heute minus n+1 Tage.

Wenn also jemand ernsthaft an einen "Anfang" des Universums glauben möchte, so möchte ich dessen mathematische Kenntnisse in Frage stellen. Denn was war den VOR dem vermeintlichem Anfang! Oder was ist "hinter" dem vermeintlichem ENDE des Universums.

Aus diesem Grunde bin ich der Ansicht, dass es keinen Anfang und kein Ende für das SEIN an sich gibt. Und somit auch keinen Anfang und kein Ende für das Universum zeitlich als auch physisch. Aus diesem Grunde halte ich die Urknall-Theorie für falsch und unlogisch und auch solche Angaben wie das Universum hätte ein Alter von X-Jahren.

Da nun mein Universum endlos ist, habe ich dann einen endlosen Erkenntnishorizont? ;)

Grüße Bernhard
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Fr 17. Mai 2013, 15:15

Quatsch? Nein, denn wenn da jemand ernstlich behaupten möchte, dass das Universum 13 Milliarden Lichtjahre groß,alt ist, wäre, dann stellt sich doch sofort die Frage: "Was ist dahinter" und "was war zuvor".

Das Universum ist ja nicht 13 Mrd Lj groß, hinter dieser Distanz beginnt nach der Formel c/H einfach nur die Rezessionsgeschwindigkeit > c. Dahinter ist, was davor ist, und in welcher Distanz der eigene Hinterkopf zu sehen wäre, lässt sich über ΩK errechnen (nach meinem Verständnis bei zB ΩT=1.05 in 13/0.05 Mrd Lj).
http://en.wikipedia.org/wiki/Shape_of_the_universe

Aus diesem Grunde bin ich der Ansicht, dass es keinen Anfang und kein Ende für das SEIN an sich gibt.

Das wäre auch möglich, aber sich das vorzustellen ist auch nicht unbedingt einfacher (infiniter Regress).
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Ralf Maeder » Fr 17. Mai 2013, 16:22

Yukterez und Bernhard, ich moechte folgenden Artikel zu eurem Thema beisteuern, der ueber die Phaenome der Expansion des Universums spricht und wie man diese verstehen sollte. Nicht dass ich alles verstanden habe.

http://www.publish.csiro.au/?act=view_file&file_id=AS03040.pdf

Ich konnte allerdings nichts von Yukterez Argument finden:
"Dahinter ist, was davor ist, und in welcher Distanz der eigene Hinterkopf zu sehen wäre, lässt sich über ΩK errechnen (nach meinem Verständnis bei zB ΩT=1.05 in 13/0.05 Mrd Lj)."

Vielleicht findet ihr den Artikel ja hilfreich.

Gruss Ralf.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Fr 17. Mai 2013, 17:19

Das .pdf ist gut, aber bis zur Seite 10 wird dort nur mit einem flachen Universum (ΩT=ΩM+ΩΛ=1) gerechnet, was in Anbetracht der Tatsache, daß das Universum bis auf eine Toleranz von 4‰ flach gemessen wurde, auch verständlich ist.
Auf die Kurvatur wird hier eingegangen: http://physics.ucsd.edu/~tmurphy/phys10/universe.pdf, Seite 4 ff.
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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Kurt » Fr 17. Mai 2013, 17:35

Yukterez hat geschrieben:Das .pdf ist gut, aber bis zur Seite 10 wird dort nur mit einem flachen Universum (ΩT=ΩM+ΩΛ=1) gerechnet, was in Anbetracht der Tatsache, daß das Universum bis auf eine Toleranz von 4‰ flach gemessen wurde, auch verständlich ist.
Auf die Kurvatur wird hier eingegangen: http://physics.ucsd.edu/~tmurphy/phys10/universe.pdf, Seite 4 ff.


Wenn man halt richtig anfangen (100%), dann mit +- 10% weitermachen würde, dann wäre das ganze ganz einfach.
So einfach wie es der Realität entspricht (hoffentlich).

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Re: Raum-Zeit-Kontinuum

Beitragvon Yukterez » Fr 17. Mai 2013, 17:41

Kurt hat geschrieben:10%...

na wenn`s so einfach ist, zeig mal her wie das aussieht.
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