Highway hat geschrieben:So könnte man denken, kann aber nicht sein, weil die Gase mit einem Impuls von -dm(v-v_g) ausgestossen werden, welcher die Rakete antreibt. Wenn nun v größer als v_g wird, dann kehrt sich die Wirkungsrichtung des Impuls um und würde dann die Rakete nicht mehr beschleunigen sondern abbremsen.
Darum mein Reden: Die Raketengleichung bildet das physikalische Prinzip nicht vollständig ab.
Man kann jetzt ja hier viele Gleichungen umher werfen, aber es gibt da ja glücklicherweise konkrete Beispiele für Raketentriebwerke Und Raketenmissionen. Nehmen wir als Beispiel mal die Saturn V Rakete. Bei Brennschluss der zweiten Stufe erreicht die Rakete eine Geschwindigkeit von ca. 7km/s (http://en.wikipedia.org/wiki/Saturn_V#S-II_sequence). Die zweite Stufe der Saturn V wurde von den J-2 Triebwerken angetrieben, die einen spezifischen Impuls I_sp (http://en.wikipedia.org/wiki/Specific_impulse) von 421s im Vakuum entwickelten. Der spezifische Impuls lässt sich mit
v_e = I_sp g_0 (http://en.wikipedia.org/wiki/Specific_impulse#Rocketry)
in die Austrittsgeschwindigkeit der Verbrennungsgase umrechnen. Die J-2 Triebwerke hatten also eine Austrittsgeschwindigkeit von ca. 4.1km/s mithin also weniger also die Endgeschwindigkeit der zweiten Stufe.
Das dürfte ja eigentlich nicht möglich sein. Das hätte ich also gerne erklärt.




