Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Harald Maurer » Mi 27. Feb 2013, 23:06

Lübecker hat geschrieben:Warum kommt da der richtige Wert raus, wenn die RT falsch ist?

Ob das der "richtige" Wert ist, kann aufgrund der angewandten Methode beim GPS nicht verifiziert werden. Speziell lässt sich der kleine Anteil der SRT nicht herausrechnen, weil er in den eingesetzten Korrekturmaßnahmen untergeht. Es liegt nahe, dass der Wert allein aus der ART "richtig" ist - allerdings errechnet sich dieser Wert auch mit Newton!
Der hier erweckte Eindruck, die relativistische Quantenmechanik (Dirac, Quantenfeldtheorie, Quantenelektrodynamik) sei exakt und unbestritten, ist falsch. So liefert die Dirac-Gleichung Lösungen mit negativer Energie und sagt damit Teilchen voraus, die nicht beobachtet werden. Auch die experimentellen Ergebnisse stimmen mit den Theorien nur ungefähr überein.
Es würde zu aufwändig sein und den Rahmen dieses Forums sprengen, auf die Schwierigkeiten ausführlich einzugehen, die in den unterschiedlichen Interpretationen der QM liegen. Hier ist alles noch in Bewegung und in Diskussion. Wer sich dafür interessiert, dem empfehle ich die Lektüre des Buches "Philosophische Probleme der relativistischen Quantenmechanik" von Manfred Stöckler, Verlag Duncker & Humblot, ISBN 978-3428055272.
Die Dirac-Gleichung sieht zwar infolge ihrer Lorentzinvarianz relativistisch aus, ist es aber nicht, sondern sie ist ein mathematisches Konstrukt, das die SRT gar nicht berücksichtigen kann, da sie hochdynamische Vorgänge behandelt und von Inertialsystemen nichts vorzufinden ist. Die bei weitem interessantere ART ist hingegen mit der QM nicht vereinbar. Natürlich kann man mathematisch manches Kunststück vollbringen, damit ist aber noch nichts über den ontologischen Wert der Theorie gesagt. Das ist alles noch sehr künstlich und voll mit Widersprüchen. So gibt es auch Lösungen der Dirac-Gleichung, nach welcher Elektronen überhaupt nicht existieren. Bevor man also diese Theorien als "Beweis" für die Richtigkeit der RT vorzeigt, sollte man sich genauer informieren um zu erkennen, dass sie sich dazu gar nicht eignen, weil sie voll mit Problemen sind und überhaupt nur mit mathematischen Kunstgriffen (Renormierung) annähernd schlüssig werden.
Genauso gut könnte man nun statt der SRT die mathematisch identische LET als die in die rel. QM eingebaute Theorie bezeichnen - und damit wäre dann eben nicht Einstein sondern Lorentz "bestätigt". Die Medaille hat also immer noch zumindest zwei Seiten!

Grüße
Harald Maurer
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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon julian apostata » Do 28. Feb 2013, 10:27

Harald Maurer hat geschrieben:allerdings errechnet sich dieser Wert auch mit Newton!


Wie?
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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Harald Maurer » Do 28. Feb 2013, 16:31

julian apostata hat geschrieben:Wie?

SO:

Bild

Zitat aus http://www.einstein-online.info/vertief ... anguage=de

"Einer der drei klassischen Tests der Allgemeinen Relativitätstheorie sind Messungen der Gravitations-Rotverschiebung von Licht oder anderen Sorten elektromagnetischer Strahlung. Allerdings gilt für diesen Test - im Gegensatz zu den zwei anderen, der Lichtablenkung und der relativistischen Periheldrehung, dass man auch ohne Allgemeine Relativitätstheorie zur korrekten Vorhersage des betreffenden Effekts gelangen kann. Eine Kombination der Newton'schen Gravitation und einer Teilchentheorie des Lichts mit dem schwachen Äquivalenzprinzip (schwere Masse ist gleich träger Masse) ist dafür ausreichend. Dementsprechend sollte der Test besser als ein Test dieses Prinzips angesehen werden, nicht als ein Test der Allgemeinen Relativitätstheorie."
(Max Planck Institute for Gravitational Physics, Golm/Potsdam)

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Harald Maurer
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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Harald Maurer » Do 28. Feb 2013, 16:52

Chief hat geschrieben:Also, SRT und LET sind mathematisch nicht identisch - und das sollte man sich merken!

Das sollte man sich nicht merken, denn das wäre falsch. Die Theorien sind mathematisch identisch, aber nicht in der Interpretation!
Zitat aus http://www.xn--relativittsprinzip-ttb.i ... stein.html

"Die Ätherhypothese von Lorentz und Poincaré ist mathematisch zur speziellen Relativitätstheorie identisch. In beiden Ansätzen sind bewegte Körper gegenüber ruhenden Körpern verkürzt (Längenkontraktion) und bewegte Uhren gehen langsamer (Zeitdilatation). Der Unterschied besteht lediglich in der Interpretation dieser Effekte. In der älteren Lorentzschen Theorie erzeugt die Bewegung gegen den Äther Längenkontraktion und Zeitdilatation. Beides erfolgt nach der Lorentztransformation genau so, dass nicht festgestellt werden kann, wie groß die Bewegung gegen den Äther ist. Die Lorentzsche Äthertheorie gibt jedoch keinen Grund an, warum Längenkontraktion und Zeitdilatation gerade so von der Geschwindigkeit abhängen, dass man den Äther nicht experimentell feststellen kann. Die Transformationen fallen einfach von Himmel.
In der speziellen Relativitätstheorie folgt die Lorentztransformation dagegen aus grundlegenden Prinzipien, nämlich aus dem Relativitätsprinzip und der Richtungsunabhängigkeit physikalischer Prozesse (Isotropie des Raumes). Diese Konzepte hatten sich bereits in der Newtonschen Mechanik bewährt. Eine Erweiterung dieser Prinzipien auf die Elektrodynamik (Maxwell-Theorie) führt direkt zur Relativitätstheorie mit Lorentztransformation.
Aufgrund der mathematischen Äquivalenz beider Theorien ist es nicht möglich experimentell zu entscheiden, welche richtig ist. Dennoch bevorzugen die meisten Physiker die spezielle Relativitätstheorie, da bei ihr die Lorentztransformation auf einfachere Prinzipien zurückgeführt wird und nicht einfach postuliert werden muss."

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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Kurt » Do 28. Feb 2013, 17:22

Harald Maurer hat geschrieben:Aufgrund der mathematischen Äquivalenz beider Theorien ist es nicht möglich experimentell zu entscheiden, welche richtig ist. Dennoch bevorzugen die meisten Physiker die spezielle Relativitätstheorie, da bei ihr die Lorentztransformation auf einfachere Prinzipien zurückgeführt wird und nicht einfach postuliert werden muss."


Keine ist richtig.

Solange man an einem "Absolut" festhält kanns nicht richtig sein.
Denn das gibts nicht.
Alle Vorgänge die sind/ablaufen, laufen immer in Anhängigkeit von den Umständen am Orte an dem sie ablaufen, ab.

Welche Theorie dabei angewendet wird um sie zu beschreiben ist der Natur egal, sie richtet sich nach ihren eigenen "Gesetzen" und nach sonst keiner.
Wenn also irgendeine Theorie von irgendwelchen Konstanten oder -überall gleich- oder ähnlichem ausgeht dann kann sie nur falsch sein.


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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Kurt » Fr 1. Mär 2013, 01:13

Chief hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Also, SRT und LET sind mathematisch nicht identisch - und das sollte man sich merken!

Das sollte man sich nicht merken, denn das wäre falsch. Die Theorien sind mathematisch identisch, aber nicht in der Interpretation!
Zitat aus http://www.xn--relativittsprinzip-ttb.i ... stein.html
...

Die Theorien sind mathematisch völlig verschieden weil:

1. LET ist eine Absoluttheorie.
2. Es gibt keine Reziprozität zwischen zwei Bezugssystemen.
3. Es wird genau definiert welches System das bewegte System ist.
4. Die gestrichenen Variablen sind nur Hilfsvariablen und keine selbständige Entitäten (physikalisch bedeutungslos).
5. Transformation ist nicht symmetrisch, d.h. aus x'=x*gamma folgt nicht x=x'*gamma.
...
Usw.

Diese Unterschiede können nicht geleugnet werden!


Leute, ist ist vollkommen egal ob da Unterschiede bestehen oder nicht.
Die "Zeit" ist über diese Überlegungen und sich daraus (vormals) ergebenen/sich gebildeten Theorien, hinweggerollt.
Seitdem der Mensch seinen Kopf über wie Wasserkante hinausgestreckt hat, also weiter sieht als die "Erde ist eine Scheibe", ist es notwendig zu wissen was da -oben- los ist.
Und dazu sind sowohl die vorrelativistische als auch die relativsitische Theorie ungeeignet.
Sie sind einfach unbrauchbar.

Beispiel: Gravitation.
Sie geht von 1/r² aus, das ist erstmal richtig, denn es beschreibt die Situation bei einem homogenem "Gravitationsfeld".
Dieses existiert aber nicht!!!

Das "Gravitationsfeld" ist nicht homohen, sondern vo allerlei Einflüssen bestimmt.
Das hat man schon lange gesehen, nur halt nicht sehen wollen oder können das es eben nicht 1/r² zugeht, sondern dass die Umstände es sind die bestimmen.

Dass das so ist ist daran zu erkennen dass eine Galaxie sich eben nicht 1/r² verhält sondern 1/r.2 x Ortsfaktor.
Also sollte man versuchen die Ortsfaktoren zu erkennen/verstehen um die (neue) Theorie in Einklang mit der Realität zu bekommen.

Es gibt so viele Hinweise das es Ortsbezogen zugeht, warum wid das nicht -gesehen- ???


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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Kurt » Fr 1. Mär 2013, 09:32

Chief hat geschrieben:
Die "Zeit" ist über diese Überlegungen und sich daraus (vormals) ergebenen/sich gebildeten Theorien, hinweggerollt.
Seitdem der Mensch seinen Kopf über wie Wasserkante hinausgestreckt hat, also weiter sieht als die "Erde ist eine Scheibe", ist es notwendig zu wissen was da -oben- los ist.
Und dazu sind sowohl die vorrelativistische als auch die relativsitische Theorie ungeeignet.
Sie sind einfach unbrauchbar.

Beispiel: Gravitation.
Sie geht von 1/r² aus, das ist erstmal richtig, denn es beschreibt die Situation bei einem homogenem "Gravitationsfeld".
Dieses existiert aber nicht!!!

Nein Kurt, wenn ein homogenes Feld voliegt dann ist dieses überall gleich stark. 1/r² Gesetz gilt einzig für eine Punktmasse oder eine ideale "Kugelmasse".


Das homogende Feld das ich anspreche ist der Träger.
Ist Masse vorhanden dann wird dieses Feld von ihr beeinflusst, es ändern sich Umstände (Vor-Ort-Faktoren)
Diese sind es die die Gravitation erst erschaffen und deren Wirkrichtung und Stärke festlegen.
Weil das -Feld- nicht homogen ist, in Richtung Masse die Ortsfaktoren "schwächer" werden, kommt zu dem Umstand dass weiter weg die Gravitationsstärke verhältnismässig (zu 1/r²) stärker ist als in Massennähe.
Das ist es was bei der Galaxie zu sehen ist.
Da bildet das zentrale SL die Senke.

Chief hat geschrieben:
Das "Gravitationsfeld" ist nicht homohen, sondern vo allerlei Einflüssen bestimmt.
Das hat man schon lange gesehen, nur halt nicht sehen wollen oder können das es eben nicht 1/r² zugeht, sondern dass die Umstände es sind die bestimmen...

Stimmt, und dieses 1/r² Feld wird durch alle anderen Massen im Universum "verfälscht" weil die Felder vektoriell überlagert werden. Deswegen gibt es Abweichungen vom idealen Verhalten (z.B. Periheldrehung).


Nimm alle Masse des Alls weg, lass nur eine einzige, z.B. ein SL mit 1 Milliarde Sonnenmassen, stehen dann ist es leichter einzusehen.
Je weiter weg von der Senke desto "stärker" (relativ zu 1/r²) die Ortsfaktoren (eigentlich sollte ich schreiben: desto weniger abgeschwächt sind die Ortsfaktoren) desto stärker die Kraft die die BT erzeugen.

Die Periheldrehung kann auch auf die Trägheit der Umlaufbahn des Planeten gegenüber der Bewegung im Raum sein.
Und zwar darauf dass sich dieser Stern, den der Planet umkreist, selber sich um ein Zentrum bewegt.


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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon julian apostata » Fr 1. Mär 2013, 23:42

Harald Maurer hat geschrieben:
julian apostata hat geschrieben:Wie?

SO:

Bild



Ob man das zu Newtons Zeiten schon ableiten konnte bezweifle ich, das ist aber letztendlich völlig unwichtig.

Hier unten hatte ich im Prinzip ja auch schon dieselbe Ableitung gebracht und wurde dafür heftig kritisiert.

Und überhaupt, was soll denn das, was Harald da bringt? Diese Ableitung besagt, dass sich Frequenzen unterwegs ändern.

Wechselt ihr jetzt eure Standardfolklore schneller als Andere ihre Unterhosen?

Bisher galt doch, nur der Ort bestimmt die Frequenz und nicht der Weg, oder wie oder was?

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=478&start=100#p47722

julian apostata hat geschrieben:Von der Zimmerdecke löse sich die Masse m. Kurz vorm Boden hat sie die kinetische Energie m*g*h aufgenommen. Beim Aufprall kondensiert diese Energie zu einer Zusatzmasse: E_kin/c²=m*g*h/c².

Insgesamt ist folgende Masse nach unten gelangt:

m*(1+g*h/c²) oder als Energie formuliert m*c²*(1+g*h/c²)

Das in der runden Klammer ist genau das, was sich auch bei der gravitativen Rotverschiebung ergibt.
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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon Kurt » Sa 2. Mär 2013, 00:49

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:...
Das homogende Feld das ich anspreche ist der Träger.
Ist Masse vorhanden dann wird dieses Feld von ihr beeinflusst, es ändern sich Umstände (Vor-Ort-Faktoren)
Diese sind es die die Gravitation erst erschaffen und deren Wirkrichtung und Stärke festlegen.
Weil das -Feld- nicht homogen ist, in Richtung Masse die Ortsfaktoren "schwächer" werden, kommt zu dem Umstand dass weiter weg die Gravitationsstärke verhältnismässig (zu 1/r²) stärker ist als in Massennähe.
Das ist es was bei der Galaxie zu sehen ist.
Da bildet das zentrale SL die Senke.
...

Klingt ziemlich logisch. Die Frage ist, was sind die Ursachen für die Schwächung von "Druck" in der Nähe von "Massen".


Die Masse.
Sie besteht aus lauter BT, diese schwingen, ihr Schwingen geht nicht ohne -Erhaltung- ab.
Diese Erhaltungsleistung kommt aus dem Träger.
Darum der "Druckabbau" durch die BT.
Sind es viele, wie z.B. das zentrale SL einer Galaxie, dann ist halt der "Druckabbau" entsprechend stärker ausgeprägt.


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Re: Eine alternative Physik ohne Relativitätstheorie?

Beitragvon julian apostata » So 3. Mär 2013, 09:05

julian apostata hat geschrieben:Bild
Und überhaupt, was soll denn das, was Harald da bringt? Diese Ableitung besagt, dass sich Frequenzen unterwegs ändern.


Chief hat geschrieben:Haralds Ableitung hat mit der ART nichts zu tun.


Totale Themaverfehlung. Ich hatte gefragt, ob das eure neue Standardfolklore ist, dass sich Frequenzen auf dem Weg von unten nach oben und umgekehrt doch ändern.
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