"relativistische Effekte" ja/nein?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » Sa 2. Feb 2013, 21:29

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:...
GPS funktioniert nur wenn die beiden (Koordintensystem und Lichtleitbezug) identisch sind.
Da bleibn nur zwei Annahmen übrig:
- "Äther" rotiert mit
- Lichtleitbezug ist an die Erde angenagelt

...

Nein!


Welche noch?

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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » Sa 2. Feb 2013, 21:39

DerDicke hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Da Koord. System dreht sich mit der Erde mit, somit auch der Lichtleitbezug den die gesendeten, in ihm laufenden Signale, verwenden.

Das ist Ashby's "frame of interest", nicht der Lichtleitbezug
demgegenüber ist nach Ashby
"speed of light is constant in a locally inertial frame, the Earth-Centered Inertial frame."
letzterer dreht sich nicht mit, sonst wäre er nämlich nicht "inertial"


GPS ist das egal.

DerDicke hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:GPS funktioniert nur wenn die beiden (Koordintensystem und Lichtleitbezug) identisch sind.
Da bleibn nur zwei Annahmen übrig:
- "Äther" rotiert mit
- Lichtleitbezug ist an die Erde angenagelt


das sind 2 Systeme und die müssen auch für die GPS Auswertung keineswegs identisch sein. Jeder Handyprozessor kann spielend pro Sekunde ein paar Millionen mal zwischen beiden Systemen hin und herturnen.


Was soll der Handyprozessor hier?
Es sind zwei logische Annahmen, beide bewirken das Selbe.

DerDicke hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Es gibt keine Effekte die uns zwingen das Postulat der konstanten, besonders der invarianten Lichtausbreitung aufrecht zu erhalten.
Es existiert kein einziger Beweis oder Hinweis dass sowas wie Lichtinvarianz existiert/stattfindet.



DerDicke hat geschrieben:Wenn Michelson kein Beweis ist, ein Hinweis ist das auf jeden Fall.


Michelson zeigt das sich die Erde nicht durch einen "Äther" zwängt.
Michelson zeigt dass der Lichtleitbezug für Licht das auf der Erdoberfläche läuft, da wo das MMI gestanden hat/steht, an die Erdoberfläche gebunden ist, mit ihr mitrotiert.
Michelson kann nicht beweisen, zeigt es auch nicht, das Licht invariant ist.

DerDicke hat geschrieben:Im übrigen verwendet man die kompliziertere Hypothese nur, wenn es zumindest einen Hinweis gegen die einfachstmögliche Hypothese (konstante Lichtausbreitung) gibt. Der fehlt bis heute vollständig.


Eben, man sollte die unkomplizierte Hypothese verwenden, die Hypothese die beobachtbar ist, nicht eine die weder beobachtbar, noch bewiesen ist, noch so wie behauptet/postuliert, existiert.


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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon DerDicke » So 3. Feb 2013, 12:08

Kurt hat geschrieben:GPS ist das egal.

Nein. GPS falsifiziert den "Ätherwind", ist also bedeutsam.


Kurt hat geschrieben:Michelson zeigt dass der Lichtleitbezug für Licht das auf der Erdoberfläche läuft, da wo das MMI gestanden hat/steht, an die Erdoberfläche gebunden ist, mit ihr mitrotiert.

Nein. Die Lichtlaufzeit im Michelson Interferometer liegt im Nanosekundenbereich. In dieser Zeit bewegt sich der Ort des Interferometers im my-Bereich. Der sinus des durchlaufenen Winkels liegt bei 10^-12. Dies liegt weit unterhalb der Meßgenauigkeit des Interferometers. Die Abweichung der Kreisbahn von ihrer Tangente wird durch diese Messung noch nicht mal ansatzweise aufgelöst.


Kurt hat geschrieben:Eben, man sollte die unkomplizierte Hypothese verwenden, die Hypothese die beobachtbar ist, nicht eine die weder beobachtbar, noch bewiesen ist, noch so wie behauptet/postuliert, existiert.

Genau. Das führt uns direkt zur Hypothese der konstanten Lichtausbreitung
- Gegenhypothesen wurden experimentell falsifiziert -> sie ist beobachtbar.
- Gegenhypothesen (Aether, Emission) haben es aufgrund ihrer unendlichen Kompliziertheit bis heute nicht annähernd bis zum Status einer Theorie geschafft.
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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Harald Maurer » So 3. Feb 2013, 12:53

DerDicke hat geschrieben:GPS falsifiziert den "Ätherwind"...

Nein, das GPS falsifiziert den Ätherwind nicht!
http://ivanik3.narod.ru/GPS/Hatch/EtherDrift.pdf

Grüße
Harald Maurer
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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 14:09

Harald Maurer hat geschrieben:
DerDicke hat geschrieben:GPS falsifiziert den "Ätherwind"...

Nein, das GPS falsifiziert den Ätherwind nicht!


Hallo Harald, wenn die Erde sich durch den Äther zwängen würde, dieser direkt den Lichtleitbezug stellt, dann müsste das beim GPS messbar/erkennbar/sichtbar sein.
Es müsste eine Richtungsveränderung des "Windes" wegen der Drehung Erde im Äther auftreten und die Signale der SAT entsprechend in ihrer Laufzeit zu den Empfängern verändern.
Das wiederrum würde eine zyklische Veränderung des Standortes von Feststationen ergeben.

Mir ist nicht bekannt dass das auftritt.
Hast du da vielleicht bessere Infos?


Kurt
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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 17:38

Chief hat geschrieben:Was, wenn sich c(v) unt t(v) (bzw. t(c)) gleich ändern?


Machen wir ein Gedankerl

Das sei die Erdoberfläche, sie ruhe zum Äther, es weht kein Ätherwind.
-------------------------------------------------------------------------------------

Das sei der Äther, er bestimme wie Licht läuft, es laufe aus seiner Sicht mit c
.....................................................................................

Hier befinde sich ein SAT-Empfänger, der E
und zwei Sender, alle fest montiert.
Die Strecken zwischen den S und dem E seien gleich lang.

--------S1-------------------------------E-------------------------------S2-----

S1 und S2 senden gleichzeitig ein Signal los, dieses kommt gleichzeitig beim E an.
E kennt die Positionen der beiden S, stellt gleichlange Laufzeiten zu ihm fest, ermittelt daraus dass er sich genau in der Mitte zwischen ihnen befindet.

Nun gehe "Wind", alles andere bleibt gleich.
Der Wind wehe von links nach rechts.

--------S1-------------------------------E-------------------------------S2-----
Wind >.............................................................................................>

Die Geschwindigkeit des Signals des S1 ist aus Sicht der Erdoberfläche (also aus Sicht vom E)
c + v_wind.
Da das Signal im Äther mit c läuft, die Erdoberfläche sich gegen den Äther bewegt, entsteht Ätherwind.
Die Geschwindigkeit des Signals von S2 beträgt also (wiederum aus Sicht des E) c – v_wind.
Die Signallaufdauer ist also unterschiedlich, dadurch bekommt E falsche Laufzeiten vermittelt, er nimmt nun dass er sich weiter links als vorher bei Windstille befindet.
Denn Das Signal vom S1 kam früher an als das vom S2.
Wenn sich nun die Windrichtung umdreht (Erdrotation) dann weht der Wind in die andere Richtung, also von rechts nach links.
Das würde sicherlich auffallen, es müsste sich ein Tag/Nacht Unterschied ergeben.
Ist aber anscheinend nicht der Fall.

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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 18:01

Chief hat geschrieben:Wie "gleichzeitig"? Wie wurde Gleichzeitigkeit "eingestellt"? Auch mit Lichsignalen?


Nein, es wird die GPS-Systemzeit benutzt.

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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 18:51

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Nein, es wird die GPS-Systemzeit benutzt.

Kurt

Wie wird sie eingestellt? Mit Licht (em-Wellen)?


Bei GPS wird die Uhr im SAT nicht verstellt, es wird im mitgeteilt um wieviel sie falsch geht.
Das sagt dann der SAT dem Empfänger, dieser berücksichtigt das in seinen Laufzeitberechnungen.

Kurt
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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 20:16

Chief hat geschrieben:Bei GPS werden SAT Uhren verstellt.


Bei GPS werden die SAT-Uhren nicht verstellt, ihr Gangfehler wird dem Empfänger mitgeteilt, dieser kann ihn dann berücksichtigen.

Die Information um wieviel die SAT-Uhr falsch geht steht im Frame, Subframe 1.

Kurt
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Re: "relativistische Effekte" ja/nein?

Beitragvon Kurt » So 3. Feb 2013, 20:28

Chief hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:Bei GPS werden SAT Uhren verstellt.


Bei GPS werden die SAT-Uhren nicht verstellt, ihr Gangfehler wird dem Empfänger mitgeteilt, dieser kann ihn dann berücksichtigen.

Die Information um wieviel die SAT-Uhr falsch geht steht im Frame, Subframe 1.

Kurt

Die SAT Uhren werden verstellt!


Sie werden nicht verstellt!
Wozu auch, sie gehen ja sowieso falsch, also ist eine Fehlergrössenübermittlung eh Pflicht.

Kurt

Oder meinst du dass sie heruntgen auf eine niedrigere Frequenz, wegen der RT-Behauptungen, eingestellt werden?
Das ist bei GPS vollkommen egal, denn das spielt keine Rolle.
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