Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon absolut » Fr 9. Nov 2012, 18:39

Auf jeden Fall ist da was faul...
Die Apostatische Blabla-Rechnung geht nicht ganz auf, denn eigentlich ist zunächst r1 und g1 abhängig von r0 !

:mrgreen:
Es ist doch völlig hirnrissig, sich einzubilden, dass die Wirkung vom Planetenradius und nicht von dessen Masse, bzw. Dichte abhängig sein sollte!
:lol:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » Sa 10. Nov 2012, 08:12

absolut hat geschrieben:Es ist doch völlig hirnrissig, sich einzubilden, dass die Wirkung vom Planetenradius und nicht von dessen Masse, bzw. Dichte abhängig sein sollte!
:lol:


Sowohl die Masse, als auch deren Verteilung ist verantwortlich für die Verzerrung der Raumzeit und dazu gehören genau die drei Dinge, die “absolut” erwähnt.

Wenn man dies berücksichtigt, kann man ganz leicht den Verstimmungsfaktor auf GPS-Satelliten berechnen und begründen, da brauchen die Relativisten seit 1911 kein ausweichendes blabla.

Der “SRT-Kritiker” würde das Alles gern mit der Uhrenmechanik begründen, kann er aber nicht. Deswegen muss er auf ausweichendes blabla ausweichen.

Der Zeitverlauf im Satelliten ist im Prinzip schon Bestandteil der ART.

Mit der Verzerrung der Raumzeit kann man auch die Abnahme der Rotationsenergie von eng umkreisenden Neutronensternen erklären (siehe PSR 1913+16)

http://de.wikipedia.org/wiki/PSR_1913%2B16#Gravitationswellen

Bild

Jetzt hat dieses System sowieso schon eine kurze Umlaufzeit von 7,75 Stunden und trotzdem verkürzt sich dies momentan um den Faktor 2,4*10^-12 Sekunden pro Sekunde.

Sowas kann Newton weder vorhersagen noch begründen. Einstein kann es!

Das Diagramm zeigt die Messwerte als blaue Punkte; die schwarze Linie ist die Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie zur Abstrahlung von Gravitationsenergie. Theorie und Messungen decken sich sehr gut.


Bild

Das da oben ist allerdings nicht die Verringerung der Umlaufzeit, sondern die Zeitverschiebung der Pulsarsignale, aus denen man dann die abnehmende Umlaufzeit ermitteln kann.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon DerDicke » Sa 10. Nov 2012, 12:07

Highway hat geschrieben:Wo kommt denn die Energie her die, wie du hier schon wieder so großkotzig verkündest, benötigt wird wenn die Gravitationsenergie abgestrahlt würde?

das Thema war abnehmende Umlaufzeit.
Um den Zusammenhang zur Energiebilanz zumindest grundlegend zu verstehen, reicht sogar Newton.
Aber mit Newton/Galilei sind wir ja auch nicht so ganz sattelfest, oder wie war das?
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon absolut » Sa 10. Nov 2012, 14:10

julian apostata hat geschrieben:Bild

Wie kommst du denn bloß auf:
r0/r1 = sqrt (g1/g0) ?!

:roll:

Der Zeitunterschied (t1-t0) ist abhängig vom Unterschied der Gravitationsbeschleunigung (g0-g1), der abhängig ist vom Höhenunterschied (r1-r0), wobei r1 abhängig von g1 ist, der wiederum abhängig von g0 ist, der abhängig nur von der Masse ist, vor allem wenn man man auch noch behauptet, dass bei doppeltem Radius r0 dieselbe g0 gilt!
Ein krasser Widerspruch in sIch!

:lol:
Zuletzt geändert von absolut am So 11. Nov 2012, 10:05, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Sa 10. Nov 2012, 18:32

Highway hat geschrieben:Du kannst dir von dem Pflaumen-August ja noch was von Radienabhängigkeiten erzählen lassen. Wird bestimmt lustig.

Ist ja schon lustig. Was die beiden Dilettanten hier sowohl über klassische Physik als auch über SRT/ART verbreiten, ist ein schlechter Witz.
Es wäre allseits hilfreich, wenn sich erwachsene Relativisten, welche hier ja gelegentlich auch schreiben, einklinken würden und eine sachlich gehaltvolle Diskussion ermöglichen.
.
.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Trigemina » So 11. Nov 2012, 00:05

Ich weiss nicht ob's hilft: Eine Uhr in einem GPS-Satelliten in durchschnittlich 26'560'000m Abstand vom Erdmittelpunkt tickt schneller als eine Uhr auf der Erdoberfläche. Hier der Ansatz über die Energie mit einer für geringe Feldstärken hervorragenden Näherungslösung wie wir sie hier für diesen Fall vorliegen haben.

Code: Alles auswählen
Digits:=15;
> theta:=6.67428e-11; c:=299792458;
> m:=5.9742e24; Referenzmasse Probekörper:=1kg;
> r1:=6378137.; r2:=26560000;
> v:=sqrt(m*theta/r2); # 3874.6105m/s
> E_kin:=(v^2/(2*c^2)); # 8.3519e-11J
> E_pot:=m*theta*(-1/r1+1/r2)/c^2; # -5.2855e-10J

> E_ges:=E_pot+E_kin; # -4.4503e-10J
> dt/t:=1+E_ges; # .999999999554974


Pro Sekunde geht also die GPS-Uhr um 445ps (Picosec.) schneller als die Erduhr!

Das Signal von der schnelleren GPS-Uhr kann mit dt/t im Bezugssystem der Erdoberfläche mit der Erduhr synchronisiert werden, wobei die relativistischen Effekte wegen der Störungen in der Ionosphäre fast im Rauschen untergehen.



Zu Julian Apostatas Aufgabe:

Julian apostata hat geschrieben:Beispiel: Ein Satellit soll auf der Erde von g=9,81m/s² auf eine Höhe geschossen werden, wo g nur mehr 5 m/s² beträgt.

Jetzt nehmen wir einen anderen Planeten, auf dessen Oberfläche wir ebenfalls 9,81m/s² haben und den Satelliten dort ebenfalls auf ein g von 5 m/s² schießen.

Dieser Planet habe aber den doppelten Erdradius.

So sehen wir in der Formel sofort, dass der Zeitkorrekturfaktor doppelt so hoch ausfällt, weil wir das Doppelte von r_0 nehmen müssen und das obwohl der Gravitationsunterschied der gleiche ist.


Wenn ein Planet mit doppeltem Erdradius dieselbe Gravitationskraft auf seiner Oberfläche aufweisen soll wie die Erde, dann muss seine Masse 2.3897e25kg betragen, also das 4fache der Erde. Und in der Tat ist es genau so, wie es Julian geschrieben hat: der Korrekturfaktor (à la ART) ist doppelt so gross!

Code: Alles auswählen
> theta:=6.67428e-11; c:=299792458;
> m:=5.9742e24;
> r1:=6378137.;g:=m*theta/r1^2;
theta := .667428e-10
c := 299792458
m := .59742e25
r1 := 6378137.
g := 9.80158911422797
> r2:=sqrt(m*theta/5);
r2 := 8930115.74124322
> E_pot_1_2:=m*theta*(-1/r1+1/r2)/c^2;
>
E_pot_1_2 := -.198778264701048e-9
>
>
> r3:=2*r1;m_Planet:=g*r3^2/theta;
r3 := 12756274.
m_Planet := .238968000000000e26
> r4:=sqrt(m_Planet*theta/5);
r4 := 17860231.4824865
> E_pot_3_4:=m_Planet*theta*(-1/r3+1/r4)/c^2;
E_pot_3_4 := -.397556529402100e-9
>
> m_Planet/m;r3/r1;
4.00000000000000
2.00000000000000
> E_pot_3_4/E_pot_1_2;
2.00000000000002
>


Gruss
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » So 11. Nov 2012, 10:33

absolut hat geschrieben:Wie kommst du denn bloß auf:
r0/r1 = sqrt (g1/g0) ?!

:roll:


Schmeiß einfach r raus und setz dafür g ein und man sieht, die Mechanik der Uhr kann nicht schuld am Uhrengang sein, nein die Zeit höchstpersönlich, beziehungsweise die Raumzeit trägt dafür die Verantwortung!

julian apostata hat geschrieben:Wegen g=M*G/r² kann man den Ausdruck M*G auch eliminieren und heraus kommt das da.

Bild



Verbanne also die ART aus Forschung und Lehre, und massereiche Doppelsternsysteme mit Umlaufzeiten < 24 h können nicht mehr berechnet werden…

..weder was deren Periheldrehung anbelangt noch deren Abnahme der Rotationsdauer.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon absolut » So 11. Nov 2012, 11:18

Der Radius eines Planeten bestimmt nichts anderes als die Schwerkraft, bzw. Gravitationsfeldstärke auf dessen Oberfläche.
Alles andere vom Apostata ist Humbug!
Wenn für den doppeltem Radius die vierfache Masse erforderlich ist - um (angeblich) doppelte Wirkung zu erzeugen - dann wirkt doch da die Masse und nicht der Radius, geschweige denn die ominöse "Raumzeitkrümmung"!
QED!
:mrgreen:
Übrigens die Masse erzeugt ein Gravitationsfeld, weder "Zeitdilatation" noch "Raumkrümmung"!

:twisted:

Dass die Gravitationsfeldstärke mit dem Quadrat der Entfernung (zum Mittelpunkt) abnimmt weißt doch jedes Kind...
:lol:
Wenn man die Radien mit der abgeleiteten Formel r² = MG/g ersetzt, ergibt sich: t1 - t0 = (g0 / c²) - 1,5 . g1
Also, im Endeffekt ist die Wirkung vom Unterschied der Gravitationsfeldstärken bzw. -potentialen abhängig, die aber von der Masse im entsprechenden Abstand bewirkt werden.
Die Veränderung der Wirkung auf die Frequenz e.m. Welen oder Atomuhren entsteht durch die Verschiebungsarbeit von einem Gravitationsfeldpotential zum anderen unter der ständigen Einwirkung der MASSE!
:shock:

Selbstverständlich kann man sich einbilden, dass der Raum gekrümmt wird und Gedankenexperimente durchführen...
Aber auch die Raumkrümmung wäre auf die Einwirkung der MASSE zurückzuführen... und nicht umgekehrt ...

:twisted:
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon DerDicke » So 11. Nov 2012, 13:39

Highway hat geschrieben:Das Thema war abgestrahlte Gravitationsenergie - wer lesen kann ist eindeutig im Vorteil!

Ihr selbstgestelltes Thema war die energiebilanz (Sa 10. Nov 2012, 11:09 )
Eine bilanz hat 2 Seiten. Die andere Seite ist nun mal abnehmende Umlaufzeit.

Lernen Sie erst mal Newton/Galilei.
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Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon contravariant » So 11. Nov 2012, 15:43

Highway hat geschrieben:Ich erwarte nicht, dass ein Kandidat mit einer solch ausgeprägten Legasthenie, bei ebenso wenig Empathie für die Thematik, den Gedankengang nachvollziehen kann, dass wenn Gravitationsenergie kontinuierlich abgestrahlt wird, wie von deinem Freund und Zirkus-Clown behauptet, dann irgendwann das Reservoir an Gravitationsenergie erschöpft sein muss, oder im Umkehrschluss immer wieder nachgeliefert werden muss. Dann bist du Ruck-Zuck bei Nullpunkt- und freier Energie!

Lerne also erst mal lesen, begreifen und was noch viel schöner wäre, vernünftig zu zitieren bevor du mich weiter belästigst.


Man braucht kein Reservoir an Gravitationsenergie um Energie in Form von Gravitationswellen auszustrahlen. Genauso wenig enthält Holz thermische Energie, dennoch strahlt brennendes Holz thermische Energie ab.

Wenn zwei Himmelskörper umeinander kreisen, dann verlangsamt die Abstrahlung von Graviationswellen die Rotation. Dem System wird also kinetische Energie entzogen und in Form von Gravitationswellen abgestrahlt.

EDIT: Und ja, wenn die irgendwann die gesamte kinetische Energie aufgebraucht ist, dann sind die beiden Körper aufeinander gestürzt.
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