Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon julian apostata » Mi 31. Okt 2012, 05:30

Ernst hat geschrieben:.
Die hohe Genauigkeit der Uhren beim GPS bestätigt ja, daß es überhaupt keine Frequenzverschiebung der Wellen auf ihrem Weg von oben nach unten gibt, weder eine gravitative noch eine geschwindigkeitsabhängige,


Da weicht mal wieder jemand konsequent aus. Wenn es keine gravitative Rotverschiebunh gibt, warum wurde bei Pound-Rebka |2*d| gemessen?

Bild

Ernst hat geschrieben:Der Effekt der Gravitation auf die Taktfrequenz von Uhren muß folglich andere Ursachen haben. Atomuhren ticken eben technisch bedingt gravitationsabhängig,


Wo bleibt dann die Erklärung dafür, dass die Uhren unterhalb von 1,5 Erdradien langsamer und oberhalb davon schneller ticken, als auf der Erde, obwohl in beiden Fällen 0G herrscht?

Und welche Erklärung habt ihr, dass die RT schon 50 Jahre, bevor es überhaupt Satelliten gab, den Gang von Satellitenuhren vorhersagen kann und die SRT-Kritiker das heute noch nicht können?

Nabla hat geschrieben:Dennoch ergeben sich für mich einige Unklarheiten. Harald Maurer hat dies schon anklingen lassen: Wie eigentlich erfährt die Uhr etwas davon wie schnell sie ticken soll.
Die Gravitation wird dazu herangezogen. Dies klingt zunächst plausibel, dennoch ergibt sich die Frage, was passiert, wenn man in das Innere einer gravitiv wirkenden Masse hinabstaigt.
Hier gibt es einen Punkt an dem sich die Gravitation aufhebt. Demzufolge müßten an diesem Ort die Uhren wieder genau den Takt des freien Weltalls angeben.


Das hab ich doch schon hier erklärt.

http://www.mahag.com/neufor/viewtopic.php?f=6&t=491&start=110#p48398

julian apostata hat geschrieben:
Man könnte sich nämlich folgendes Szenario vorstellen:

Eine Uhr sei der Schwerelosigkeit ausgesetzt. Nun schicke man die Uhr auf eine Reise und zwar von einer schwerelosen Region hin zu einer Region mit Schwerkraft wieder zu einem schwerelosen Ort.

So müsste gemäß “Haralds Ausrede” die Uhr sowohl am Anfang der Reise als auch wieder am Ende gleich schnell ticken.

Nun zeigen allerdings sowohl Theorie als auch praktische Messungen, dass der Gangunterschied im Lauf der Zeit proportional ist zur Hubarbeit, die an der Uhr vollzogen wird.

Jetzt versetzen wir mal die Uhr in den Erdmittelpunkt, klar da herrscht Schwerelosigkeit.

Wir heben die Uhr hinauf zur Erdoberfläche, die Hubarbeit beträgt m*0,5*g*r

Von da aus geht die Reise weiter in die unendlichen schwerelosen Weiten des Weltalls, die nötige Arbeit beträgt m*g*r

Das heißt, die Uhr tickt nun um den Faktor (1+1,5*g*r/c²) schneller…

…und das, obwohl die Uhr nur von einem schwerelosen Ort zu einem anderen schwerelosen Ort gereist ist.



Es kommt eben nicht nur auf die Schwerkraft an, sondern auch auf die Verteilung der Masse, welche die Schwerkraft erzeugt.

Im Erdinneren haben wir eine andere Raumzeitkrümmung, als bei völliger Abwesenheit von Masse.

Und gerade in der Astrophysik kann man genauere Berechnungen anstellen (siehe Doppelsternsysteme), wenn man die Bewegungen über die Raumzeitkrümmung ermittelt.
julian apostata
 
Beiträge: 1920
Registriert: Mi 28. Dez 2011, 12:03
Wohnort: Nürnberg

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 08:27

Nabla hat geschrieben:Ein Atom erkennt eigentlich nicht eine Gravitation oder Beschleunigung. Ein Atom erkennt aber den Druck, welche auf selbiges ausgeübt wird.
Gruß Nabla


Richtig es geht um den "Druck", dem "Trägerdruck", also den Umständen die der Träger am Ort des Atoms hat.
Die hier vavorisierte Gravitation spielt dabei eine Nebenrolle, ist ein höchstens ein Störfaktor.

Denn anziehende Gravitation , ein Gravitationsfeld, usw. existiert nicht.
Die Matrie beschleunigt sich selbst, die Daten für Richtung und Stärke sind alle am Ort vorhanden, es gibt keinerlei Fernwirkung.
Darum sind auch Überlegungen wie -Mittelpunkt der Erde- usw. nicht relevant.

Die Resonanzfreqeunz der CS-Atome usw hängt einzig von dessen Aufbau und den Ortsumständen (Ortsfaktoren) ab.
Diese Faktoren werden durch Massen beeinflusst/verändert/abgeschwächt.
Darum sind sie in Massenähe geringer (geringerer "Trägerdruck") und das ergibt die langsamere Schwingung des Atoms.

Ein Atom -sieht- nicht recht viel weiter als es "Raum" benötigt.

Gruss Kurt
Kurt
 
Beiträge: 22078
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Harald Maurer » Mi 31. Okt 2012, 10:11

Highway hat geschrieben:Es heißt doch lediglich, dass die Uhren in den Satelliten synchron zu den Uhren auf der Erde laufen. Wo steht, dass die Empfangsfrequenz auf der Erde die gleiche wie die Sendefrequenz der Satelliten sei?

Eine Blauverschiebung der Signale würde durch die angewandte Methode der Laufzeitermittlung durch Code-Korrelation erkennbar sein. Einfach gesagt, wird die Codefolge einer bestimmten Länge mit einer vorangegangenen Codefolge in genau definierten Zeitschritten zur Deckung gebracht und dabei ermittelt, zu welchem Zeitpunkt diese Korrelation den maximalsten Wert hat. Jeder der dabei benötigten Zeitschritte entspricht dann einer Entfernung von 300 m. Ist der Code nun aufgrund einer Blauverschiebung "gestaucht", gibt das eine Falschmessung, weil die maximale Korrelation etwas früher eintritt. Auch durch den Doppler-Effekt wird das Signal gestaucht oder gestreckt - dies wird vom Empfänger korrigiert, und er müsste bei Blauverschiebung zusätzlich eine generelle Korrektur dieser Signal-Stauchung durchführen, die schon dadurch erkennbar wäre, dass sie im Gegensatz zum Doppler-Effekt einen konstanten Wert hätte, weil die Satelliten sich alle im gleichen Gravitationspotenzial bewegen. Dass sich in dieser Hinsicht das Signal auf dem Weg vom Sender zum Empfänger nicht verändert, weiß man daher sehr genau!

Grüße
Harald Maurer
Harald Maurer
Administrator
 
Beiträge: 3220
Registriert: Di 30. Dez 2008, 13:05
Wohnort: Graz

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Kurt » Mi 31. Okt 2012, 12:44

Harald Maurer hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:Es heißt doch lediglich, dass die Uhren in den Satelliten synchron zu den Uhren auf der Erde laufen. Wo steht, dass die Empfangsfrequenz auf der Erde die gleiche wie die Sendefrequenz der Satelliten sei?

Eine Blauverschiebung der Signale würde durch die angewandte Methode der Laufzeitermittlung durch Code-Korrelation erkennbar sein.


Und auch im Zusammenhang mit allen Daten in den Frams.
Die einzelnen Blöcke der Subframes, die Subframes, deren Sendebeginn und Lage im Frame werden in einer festen Kopplung zu den beiden Sendesignalen L1 L2 erstellt.
Dadurch herrscht auch ein ganz festes Phasenverhältnis zueinander.
Wenn sich unterwegs die Frequenz ändern würde dann würden die Frams nicht mehr zu den Schwingungen der Trägerfrequenzen passen, denn diese würden ja dann aus einer niedrigeren Grundfrequenz erzeugt.
Das ist es das die "gravitatorische Rotverschiebung" als Hirngestpinnst nachprüfbar/beweisbar entlarft.


Gruss Kurt


.
Kurt
 
Beiträge: 22078
Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
Wohnort: Bayern

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 12:57

julian apostata hat geschrieben:Da weicht mal wieder jemand konsequent aus. Wenn es keine gravitative Rotverschiebunh gibt, warum wurde bei Pound-Rebka |2*d| gemessen?

Da faß dich mal lieber an die eigene Nase. Ich hatte dich schon darauf hingewiesen, daß hier nicht Pound/Rebka zur Debtte steht, sondern das GPS. bei GPS wir eine Uhr am Boden dejustiert, in den Orbit gebracht und sendet dort die Nennfrequenz, welche - unten angekommen - ebenfalls gemessen wird. Wenn dir nicht gefällt, daß da keine gravitatorische Blauverschiebung beim Wellenlauf von oben nach unten auftaucht, dann kann ich das verstehen, denn du bist nun mal gläubig. Aber komm nicht immer wieder mit einer Sache, die ganz anders gelagert ist.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Mi 31. Okt 2012, 13:23

Ernst hat geschrieben:Die Uhr wird also auf dem Erdboden auf 10,229999995453 MHz verstimmt, läuft im Orbit infolge des veränderten Gravitationspotentials bei 10,23 MHz und wird auf der Erde synchron zu den Erduhren mit 10,23 MHz empfangen.
Nanu. Wer hat denn da die gravitative Rot- bzw. Blau-Verschiebung der Frequenz auf dem Weg von oben nach unten gemopst? Oder gibt's die gar nicht? Hätte daher das GPS die ART widerlegt?

Die Uhr wird auf dem Erdboden auf 10,229999995453 MHz justiert und läuft im Orbit ebenfalls mit 10,229999995453 MHz. Das Signal kommt am Erdboden mit 10,23 MHz an, ist demnach blauverschoben. Nur durch die Berücksichtigung der ART funktioniert GPS.
fb557ec2107eb1d6
 
Beiträge: 1662
Registriert: Mi 1. Jul 2009, 16:19

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 13:43

fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Uhr wird auf dem Erdboden auf 10,229999995453 MHz justiert und läuft im Orbit ebenfalls mit 10,229999995453 MHz.

Demnach gibt es keinen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Zeit bzw. den Uhrentakt? Dann wäre ja die ART schon dadurch geblockt.
Und diese Darstellung wäre zudem falsch?:

Bild
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon DerDicke » Mi 31. Okt 2012, 13:48

Kurt hat geschrieben:Wenn sich unterwegs die Frequenz ändern würde dann würden die Frams nicht mehr zu den Schwingungen der Trägerfrequenzen passen, denn diese würden ja dann aus einer niedrigeren Grundfrequenz erzeugt.

die Lösung des Problems hat Herr Maurer hier längst beschrieben (mit Hervorhebung seitens DesDicken):
Harald Maurer hat geschrieben:Auch durch den Doppler-Effekt wird das Signal gestaucht oder gestreckt - dies wird vom Empfänger korrigiert, und er müsste bei Blauverschiebung zusätzlich eine generelle Korrektur dieser Signal-Stauchung durchführen, die schon dadurch erkennbar wäre, dass sie im Gegensatz zum Doppler-Effekt einen konstanten Wert hätte, weil die Satelliten sich alle im gleichen Gravitationspotenzial bewegen.

Ihr einwand, Herr Maurer, macht nur Sinn wenn:
- daß die relativistische Frequenzkorrektur NICHT auf den Oszillator des Senders angewandt würde.
und gleichzeitig auch
- wie Sie behaupten Empfängerseitig keine Korrektur vorgenommen würde
Wo kann man diese Punkte überprüfen?


Ernst hat geschrieben:Demnach gibt es keinen Einfluß des Gravitationspotentials auf die Zeit bzw. den Uhrentakt?

Eine Uhr geht im EIGENE Ruhesystem immer richtig
DerDicke
 
Beiträge: 887
Registriert: So 13. Mai 2012, 21:22

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 14:03

Highway hat geschrieben:Es heißt doch lediglich, dass die Uhren in den Satelliten synchron zu den Uhren auf der Erde laufen. Wo steht, dass die Empfangsfrequenz auf der Erde die gleiche wie die Sendefrequenz der Satelliten sei?


Es geht nicht um die Sendefrequenz, die liegt bei >1000 MHz. Es geht um die Uhrenfrequenz, aus welcher die digitalen Zeitsignale abgleitet werden.

Zur Positionsbestimmung reichen allein die Zeitsignale (von 4 Satelliten). Da alle Satelliten einem etwaigen Relativitätseinfluß gleichermaßen unterliegen würden, wäre ein relativistischer Effekt kompensiert. Ein relativistischer Effekt hätte keinen Einfluß auf die Funktion "Ortsbestimmung" des GPS.

Um die Uhrenfrequenz zusätzlich als Zeitreferenz am Boden verwenden zu können, wird ein Gleichlauf der Satellitenuhr mit Bodenuhren nötig. Dazu dejustiert man die Satellitenuhr vor dem Start in den Orbit am Boden und erreicht gemäß ART/SRT, daß die Uhr im Orbit mit Nennfrequenz läuft. Da diese Frequenz am Boden eintrifft, ist eine Blauverschiebung nicht im Spiel.
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

Re: Die Spezielle Relativitätstheorie verstehen lernen

Beitragvon Ernst » Mi 31. Okt 2012, 14:08

DerDicke hat geschrieben:Eine Uhr geht im EIGENE Ruhesystem immer richtig

Ach, und im anderen System geht sie falsch?
.
.
Ernst
 
Beiträge: 11188
Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58

VorherigeNächste

Zurück zu Relativitätstheorie

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 17 Gäste