julian apostata hat geschrieben:Gerhard Kemme hat geschrieben:Das wird doch ein "Streit um des Kaisers Bart" - Pendeluhr und Cäsium-Atomuhren reagieren auf die Höhe, weil sie bauartbedingt gravitationsempfindlich sind -
Umgekehrt wird eher ein Schuh draus. Eine Uhr im völlig schwerelose Raum tickt mit einer bestimmten Geschwindigkeit, je tiefer sie jedoch in einen “Gravitationssumpf” gerät, desto langsamer wird sie.
(Die Uhr trägt jedoch keine Schuld daran, die Zeit ist es)
Dann wirst du zumindest zwei Einflüsse unterscheiden müssen:
Erstens eine bauartbedingte Empfindlichkeit von Uhren bezüglich der Schwerkraft und
zweitens eine Empfindlichkeit der geheimnisvollen physikalischen Größe Zeit, die mysteriösen zeitverändernden Einflüssen ausgesetzt ist.
Während der erste Teil korrekt ist, da eine Pendeluhr mit zunehmender Höhe und damit Verringerung der Schwerkraft langsamer wird und eine Atomuhr vom Typ "Fontänen-Atomuhr CSF1" bei verringerung der Schwerkraft - d.h. bei größerer Höhe - schneller (?) wird,
ist der zweite Teil doch vermutlich nicht ganz richtig, da es schwierig ist die Zeit zu definieren und es noch schwieriger ist, eine Einflussgröße zu begründen, die eine solche Zeit verstellt.
julian apostata hat geschrieben:
Um die Antwort, wie die blaue Linie konkret zustande kommt da redet ihr konsequent am Thema vorbei…
…während ich es auf relativ einfache Weise über 2 völlig verschiedene Arten über die LT zeigen konnte.
Ich wüßte nicht, dass am Thema vorbei geredet wurde, insbesondere wird über dieses Thema - zumindest von mir - seit 2002 gesprochen. Meinerseits wird darauf hin gewiesen, dass es messtechnisch unüblich wäre, dass ein Messgerät einen Freiheitsgrad hat bezüglich der Messgröße, die gemessen werden soll - vergleiche http://www.mahag.com/allg/atomuhr.php, dort heißt es:
Hierzu baute man eine "Caesium-Fontäne" auf, in der die langsamen Atome aus einer senkrecht orientierten thermischen Quelle unter der Wirkung der Schwerkraft umkehren sollten.
Wie auch eine Pendeluhr funktioniert eine Atomuhr des angesprochenen Typs unter Ausnutzung der Wirkung der Schwerkraft - ist also von dieser abhängig - insofern sind kaum Zeitmessungen bei variierender Höhe möglich. Wie bereits gesagt, eine Uhr muß bezüglich "normaler" Einflüsse wie Geschwindigkeit, Beschleunigung und Schwerkraft stabil sein - das dies auch von den Uhrenproduzenten so gesehen wird, hat das Waschmaschinen-Experiment gezeigt, d.h. eine stundenlang im Schleudergang rotierende Stoppuhr zeigte danach auf 1/100-Sekunde genau die gleiche Zeit wie die Vergleichsuhr- entsprechend wurde mit gleichem Resultat mit ruhenden und bewegten Magneten verfahren.

