fb557ec2107eb1d6 hat geschrieben:Die Zeitanzeige "deiner" Uhr ist eine Koordinate. Nichts sonst. Und die ändert sich beim Wechsel des Koordinatensystems. Du klammerst dich an die absolute Zeit, die sich beim Wechsel des Bezugssystems und damit beim Koordinatenwechsel nicht ändert und leitest daraus einen Widerspruch ab.
Keinesfalls! Die Zeitanzeige einer Uhr ist eine Zeitanzeige! Und der Widerspruch ist eindeutig vorhanden. Er entsteht auch nicht durch die ZD, sondern durch die RdG, genauer: durch das Postulat, demnach in jedem IS die LG c beträgt!
Man braucht gar keine Uhr! Eine im ruhenden IS_A aufgestellte, lichtundurchlässige Wand bei x=1 LS
Ein dazu in positiver Richtung mit v=0,5 c bewegtes IS_B
Ein Lichtstrahl, der sich von x=0 im IS_A zur Wand bewegt und dafür 1s braucht.
Das genügt, um die SRT auszuhebeln!
Mit der Galileitransformation gibt es kein Problem, weil die Zeit, in welcher das Licht bei der Wand ankommt, in beiden IS dieselbe ist - aufgrund der Transformation der LG im IS_B auf der Strecke x*=0 ==> x'=0,5 LS von c auf
c-v !

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In der SRT gilt das
Postulat im IS_B, das Licht ist auf der Strecke x'=0 ==> x'=0,5 LS also doppelt so schnell wie mit der GT - es hat hier ja
c und nicht c-v ! Deshalb kommt das Licht an der Koordinate x' im IS_B früher an als an der Koordinate x im IS_A ! Die Lorentztransformation bestätigt das, sie transformiert t=1s ==> t'=0,577 s. Das ist unzweifelhaft
früher als im IS_A, wo mit c die doppelte Strecke zurückzulegen ist, was nun mal 1 s benötigt!

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Dass das Ereignis im IS_B früher eintritt als im IS_A nennt sich in der SRT "Die Relativität der Gleichzeitigkeit". Worauf bezogen erfolgt das Ereignis denn früher? Natürlich in Bezug auf das IS_A - und das ist auch logisch, weil die Strecke im IS_B auf die Hälfte verkürzt wird, die LG aber nach wie vor c beträgt. Die Lorentztransformation ergibt den unter Annahme des Postulats richtigen Wert t'=0,577 s - damit hebelt sie selbst die SRT aus, weil das Szenario mit LT unmöglich ist. Denn ereicht das Licht im IS_B die lichtundurchlässige Wand nach 0,577 s, kann es im IS_A die Wand nicht mehr nach 1 s erreichen...
Es ist verständlich, dass Relativisten eher tot umfallen, als diesen Widerspruch einzugestehen.
Dass aber sogenannte SRT-Kritiker dazu nicht in der Lage sind, diesen Widerspruch zu erkennen, ist mehr als erstaunlich. Er hat nichts mit ZD oder LK zu tun, sondern schlicht und einfach mit dem Postulat, welches verhindert, dass mit der Transformation die LG mittransformiert. Deshalb müssten sich Licht und Wand im IS_B tatsächlich früher treffen als im IS_A! Und das ist klipp und klar absurd und nicht möglich, weil die Wand das Licht aufhält.
Kritiker der SRT sind nicht dazu fähig, zu erkennen, dass eine gegebene Strecke von 0.5 LS mit c nur die halbe Zeit benötigt als mit c-v! Und die LT prompt die halbe Lichtlaufzeit berechnet und wg. der ZD geringfügig korrigiert, um das Postulat nicht zu verletzen!
Manchmal frage ich mich, in was für ein Forum ich bloß geraten bin - und dann fällt mir leider ein, dass es mein eigenes ist
Grüße
Harald Maurer