Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Ernst » Do 12. Jul 2012, 20:41

Jocelyne Lopez hat geschrieben: Nur der inflationäre Gebrauch des Begriffs "Bezugssystem" wird von mir verspotten.

Bezugssysteme sind das A und O jeglicher mechanischer Physik.
Ohne deren Akzeptanz ist Physik unmöglich.
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Ernst » Do 12. Jul 2012, 20:54

Highway hat geschrieben:Insofern tendiere ich eher dazu, dass die prinzipielle Behandlung des Phänomens durch die SRT korrekt ist

Sie ist nur mathematisch korrekt, nachdem sie analytisch hingebogen wurde.
Praktisch ist es ganz unmöglich, daß die LG in allen IS konstant c ist. Daß also in allen IS ruhender Äther wohnt. Absolut unmöglich. Denn IS sind ja frei wählbar.
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Do 12. Jul 2012, 21:02

Highway hat geschrieben:
Ansonsten gilt, wie von dir auch völlig richtig festgestellt, im Falle der bewegten Lichtquelle das die von der Ausbreitunggeschwindigkeit gegebenenfalls unterschiedliche Phasengeschwindigkeit immer c beträgt, im Falle das man sich auf die Lichtquelle bewegt gilt eine Phasengeschwindigkeit c+v.


Was ist hier mit c+v gemeint?
c + v_Quelle oder c + v_Beobachter?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Ernst » Do 12. Jul 2012, 21:16

Highway hat geschrieben: Die Annahme das der Äther überall ruht ist mindestens genauso falsch wie die Annahme, dass sich Längen verkürzen oder Zeiten verändern.

Letztes ist ja nur die schaurige Folge des ersteren.

Und die Folgen sind ja noch viel eklatanter:
Die Aussagen dieses eigenartigen Verhalten des Lichtes, also elektromagnetischer Wellen, wird auf Masseobjekte übertragen, die nun wahrlich keinen Äther zur Bewegung benötigen. Und das ergibt erst recht unakzeptable Folgerungen:
Die Übertragung der Geschwindigkeit eines solchen Objekte, welches sich im IS1 mit u bewegt, auf ein IS2, welches sich bezüglich IS1 mit v bewegt, ist nicht mehr u+-v, wie nach aller Erfahrung und Logik, sondern irgendein mathematisch vermanschter Wert.
Noch merkwürdiger ist es allerdings, daß sowas von Naturwissenschaftlern vorbehaltlos geschluckt wird.
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 13. Jul 2012, 06:24

Chief hat geschrieben:
Highway hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Was ist hier mit c+v gemeint?
c + v_Quelle oder c + v_Beobachter?

Viele Grüße
Jocelyne Lopez


c+v_Quelle ergibt c und c+v_Beobachter ergibt c+v_Beobachter...


Das gilt nur dann wenn v_Quelle und v_Beobachter Geschwindigkeiten relativ zum Medium sind.


Das sehe ich auch so.

Für die Lichtgeschwindigkeit relativ zum Beobachter gilt

c + v_Beobachter (immer, mit oder ohne Medium)
c + v_Quelle + v_Beobachter (ohne Medium: Emittertheorien)
c + v_Beobachter (mit Medium: Äthertheorien)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 13. Jul 2012, 06:30

Hallo zusammen,

Ich mache auf meinen Kommentaren vom 13.07.12 in der Diskussion im Blog Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackung aufmerksam:



13.07.12 - Zitat von Jocelyne Lopez:

Ich möchte nicht behaupten, dass man die Bahn einer Kanonenkugel durch Messen der Strecke und der Zeit bestimmt, sondern dass Galilei durch das empirische Sammeln von Meßdaten wie Strecken und Geschwindigkeiten (darunter fallen eine ganze Menge anderen Meßdaten wie Gewicht, Winkel, Energie, Reibungen und was weiss ich noch) eine neue Gesetzmäßigkeit entdeckt hat, die ihm ermöglicht hat, die Bahn einer Kanonenkugel vorauszusagen, sprich die Impactstellen. Eine Gesetzmäßigkeit wird nicht am Schreittisch entdeckt, sondern empirisch durch Messungen und durch Einbeziehung von schon bekannten Gesetzmäßigkeiten.

Die Frage, die hier im Zusammenhang mit der Speziellen Relativitätstheorie in meinen Augen wichtig ist, ist dass die Ingenieure mit denselben Gesetzen, denselben Parametern und denselben Variablen nicht zwei oder mehrere richtige Voraussagen gleichzeitig für ein und dasselbe Ereignis treffen können. Und wenn ein Beobachter die Impactstelle der Kugel an einem bestimmten Ort und zu einem bestimmten Zeitpunkt richtig beobachtet bzw. richtig misst, kann ein anderer Beobachter nicht die Impactstelle der Kugel an einem anderen Ort zu einem anderen Zeitpunkt richtig beobachten bzw. richtig messen, das ist nicht möglich. Ein und dieselbe Kugel trifft nur an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit. Die „Transformation“ der Beobachtungen zwischen Beobachtern kann also nur genau gleich sein. Ist sie nicht gleich, dann ist eine Beobachtung bzw. Messung zwingend falsch.

Ein schwerwiegender Einwand aus der Kritikergemeinde betrifft eben die Akzeptanz von mehreren Realitäten im Rahmen der Speziellen Relativitätstheorie, die zu gravierenden Logikbrüchen und zu Absurditäten führt, die sich auch in den unzähligen Paradoxien der Theorie niederschlagen. So kann zum Beispiel ein Pressestempel für einen Beobachter einen Mensch augenblicklich erschlagen, für einen anderen Beobachter hat der Mensch Zeit sich zu retten. Man kann nicht gleichzeitig tot und lebendig sein. Ein Seil kann auch nicht für einen Beobachter reißen und für einen anderen Beobachter nicht. Ein Auto kann nicht in eine Garage für einen Beobachter passen und für einen anderen Beobachter nicht, usw. usf.

Die Spezielle Relativitätstheorie akzeptiert und zwingt zur Akzeptanz von mehreren Realitäten je nach Beobachter. Ich akzeptiere sie nicht. Physik ist keine Esoterik.

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Jocelyne Lopez » Fr 13. Jul 2012, 07:10

Chief hat geschrieben:
HD116657 hat geschrieben:
Jocelyne Lopez hat geschrieben:Aha. Es existiert also das Postulat der Beobachterunabhängigkeit der LG in der SRT.

kann man seit 107 Jahre auf Seite 895 nachlesen, also existiert
...

Welche Zeile?

Die Annahme Einsteins der Beobachterunabhängigkeit der Lichtgeschwindigkeit ist im Artikel von 1905 verankert (versteckt unter dem Begriff "System" und nicht "Beobachter"... ;) ), siehe:



Zitat G.O. Mueller:

Alle Beobachter sollen dieselbe Lichtgeschwindigkeit messen:

Diese Behauptung ist eine zentrale Aussage der Theorie: sie behauptet die Nicht-Relativität der Lichtfortpflanzung. Damit wird die Lichtgeschwindigkeit zu einem absoluten Wert erklärt.

Bei Albert Einstein (Albert Einstein 1905, S. 891) ist von den beliebig verschieden bewegten Beobachtern nicht ausdrücklich die Rede; versteckt sind sie in den “Koordinatensystemen“, für die “die gleichen elektrodynamischen und optischen Gesetze gelten” (Albert Einstein 1905, S. 891). Er folgert also seine absolute Lichtgeschwindigkeit nicht aus empirischen Messungen, sondern aus der Geltung derselben Gesetze in allen inertialen Systemen. Weitere Aussagen finden sich S. 899 (“auch im bewegten System gemessen“) und S. 900-901 (“im bewegten System gemessen … falls dies im ruhenden System der Fall ist“). [...]


Viele Grüße
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Re: Die relativistische Geschwindigkeitsaddition als Mogelpackun

Beitragvon Ernst » Fr 13. Jul 2012, 12:48

Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Chief hat geschrieben:
Highway hat geschrieben: c+v_Quelle ergibt c und c+v_Beobachter ergibt c+v_Beobachter...


Das gilt nur dann wenn v_Quelle und v_Beobachter Geschwindigkeiten relativ zum Medium sind.

Natürlich.

Das sehe ich auch so.
Für die Lichtgeschwindigkeit relativ zum Beobachter gilt
c + v_Beobachter (immer, mit oder ohne Medium)
c + v_Quelle + v_Beobachter (ohne Medium: Emittertheorien)
c + v_Beobachter (mit Medium: Äthertheorien)

Das siehst du unvollständig:

Für die Relativgeschwindigkeit Licht-Beobachter gilt:

Im Medium:
c wenn der Beobachter im Medium ruht
c+v wenn der Beobachter sich mit v im Medium bewegt

Bei Emission ( da ist nur die eine Relativgeschwindigkeit zwischen Quelle und BVeobachter v_rel relevant ):
c+v_rel immer

SRT (da ist die Wahrnehmung abhängig vom Bezugssystem)
c+v im Bezugssystem Quelle
c im Bezugssystem Beobachter
SRT ergibt identisches, wie Ätherthese im Bezugssystem "Ruhender Äther". In der SRT existiert in allen IS immer nur ruhender Äther. Was aber real unmöglich ist.

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