Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 7. Jul 2012, 21:34

Wie sind denn eigentlich die Meinungen, was sich in der Mitte von Galaxien befindet?

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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Kurt » Sa 7. Jul 2012, 23:00

Gerhard Kemme hat geschrieben:Wie sind denn eigentlich die Meinungen, was sich in der Mitte von Galaxien befindet?


Klare Aussage, eine grosse Menge an Materie.

Wäre das nicht der Fall wäre es keine stabile Galaxie.

Die Menge im Zentrum sorgt dafür dass sich die -andere- Materie an dieser orientiert.
Denn nur durch diese Vorgabe kann es zur stabilen Rotation der anderen, die Galaxie ausmachenden, Materie kommen.

Dabei ist es egal ob es sich um sichtbare Materie oder um DM handelt, denn beides ist dasselbe.
Die sichtbare ist halt schon weiter -kondensiert-, das ist alles.

Interessant wird es dann wenn es darum geht warum das Ding in der Mitte, also die Riesenansammlung von Materie, für uns unsichtbar ist.


Gruss Kurt
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Gerhard Kemme » Sa 7. Jul 2012, 23:22

Kurt hat geschrieben:
Gerhard Kemme hat geschrieben:Wie sind denn eigentlich die Meinungen, was sich in der Mitte von Galaxien befindet?


Klare Aussage, eine grosse Menge an Materie.

Wäre das nicht der Fall wäre es keine stabile Galaxie.

Die Menge im Zentrum sorgt dafür dass sich die -andere- Materie an dieser orientiert.
Denn nur durch diese Vorgabe kann es zur stabilen Rotation der anderen, die Galaxie ausmachenden, Materie kommen.

Dabei ist es egal ob es sich um sichtbare Materie oder um DM handelt, denn beides ist dasselbe.
Die sichtbare ist halt schon weiter -kondensiert-, das ist alles.

Interessant wird es dann wenn es darum geht warum das Ding in der Mitte, also die Riesenansammlung von Materie, für uns unsichtbar ist.


Es müßte dann eigentlich berechenbar sein, wieviel Masse man in der Mitte bräuchte, um über riesige Entfernungen soviele Himmelskörper einzufangen. Wenn der Durchmesser der Sonne ca 1.400.000 km beträgt, dann hätten wir es mit einem über alle Grenzen größeren Durchmesser des Zentralkörpers einer Galaxy zu tun - was dann natürlich nicht geht, weil der innere Druck solcher Materie auch über alle Grenzen steigen würde - d.h. die Materie würde nicht nur normal, wie auch sonst bei Sonnen in einem glühenden Zustand mit riesigen Temperaturen sein, sondern was käme nach dem Zustand einer Sonne, wenn man sich die Masse als 1.000.000mal so groß vorstellen würde? Weiter gesponnen - man könnte sich vorstellen, dass es keine Atomhülle mehr geben würde, d.h. man hätte es dann mit einem Nukleonen-Stern zu tun, um den herum es nur noch die Starke Wechselwirkung, d.h. Kernkraft, gibt. Wenn keine Elektronen vorhanden sind - die Übergänge zu unterschiedlichen Energiezustände vollziehen - dann kann es sowieso keine Lichtemission geben. Bei CERN oder anderswo sollte es gelungen sein, solche kleinen SL zu erzeugen.
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Kurt » So 8. Jul 2012, 17:00

Gerhard Kemme hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Interessant wird es dann wenn es darum geht warum das Ding in der Mitte, also die Riesenansammlung von Materie, für uns unsichtbar ist.


Es müßte dann eigentlich berechenbar sein, wieviel Masse man in der Mitte bräuchte, um über riesige Entfernungen soviele Himmelskörper einzufangen.


Ja, es müsste berechenbar sein wieviel "Druckunterschied" das SL in seiner Umgebung erzeuigen müsste damit die Eigenbeschleunigung der Materie entsprechend stark ist.

Gerhard Kemme hat geschrieben: Wenn der Durchmesser der Sonne ca 1.400.000 km beträgt, dann hätten wir es mit einem über alle Grenzen größeren Durchmesser des Zentralkörpers einer Galaxy zu tun - was dann natürlich nicht geht, weil der innere Druck solcher Materie auch über alle Grenzen steigen würde - d.h. die Materie würde nicht nur normal, wie auch sonst bei Sonnen in einem glühenden Zustand mit riesigen Temperaturen sein, sondern was käme nach dem Zustand einer Sonne, wenn man sich die Masse als 1.000.000mal so groß vorstellen würde?


So sehe ich das nicht.
Der innere Druck ist bestimmt geringer als das es hier den Anschein hat.
Das hat mit der Grösse nur bedingt zu tun.
Denn die Grösse des Gebildes ist ja nicht von der Masse der/ihrer Materie, sondern von ihrer Dichte abhängig.

Mit der Temperatur hat das auch nichts zu tun, Temperatur ist ja nur eine Zahl für Bewegung innerhalb der Masse.
Diese Bewegung kann die innere und äussere Bewegung von Molekülen, Atomen, Kernen usw. sein.

Die Grösse die Masse beansprucht hängt von ihrer Verteilung ab.
Beim Atom sind die Ekektronen so verteilt das sie eine bestimmte Grösse des Atoms ergeben.
Wen ndiese Elektronen in den Kern gedrückt werden dan nist die Grösse der Masse die das Atom ausmachte vieeel geringer.
Die Masse hat sich aber nicht verändert.
So müsste es beim SL auch sein.
Ev. wird da der Kern, auch noch zusammengedrückt, ähnlich wie das Atom.
Denn der Kern hat sicherlich einen ähnlichen Aufbau wie das Atom auch, also ganz bestimmte Abstände der Kernbaustein zueinander.
Wenn diese Abstände wegfallen dann ist der Platbedaur "Raumbedarf" wiederum wesentlich kleiner.

Es besteht nach meinem Dafürhalten keine Notwendigkeit dass ein SL, entsprechend der Masse einer Sonne, -gross- sein muss.
Auch nicht dass das SL -superheiss- sein muss, ganz im Gegenteil.

Beim SL ist einfach die es beherbergende Materie anders zusammengesetzt.
Letztendlich besteht jede Masse aus BT, und es kommt nur darauf an wie diese angeordnet sind um einen Stern oder ein SL zu ergeben.

Der Ansicht dass ein SL hohl sein muss hänge ich nicht an, aber dass die Druckverhältnisse im Mittelpunkt gegen -Unendlich- streben auch nicht.
Denn ein Teil der Eigenbeschleunigungskraft der Materi im Innern ist nach aussen gerichtet, zumindest nicht -mit voller Kraft- zum Mittelpunkt.

Gruss Kurt
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Hannes » Mo 9. Jul 2012, 07:06

Hallo Kurt !

Es müßte dann eigentlich berechenbar sein, wieviel Masse man in der Mitte bräuchte, um über riesige Entfernungen soviele Himmelskörper einzufangen.

Diese Berechnungen werden bereits von den Astronomen angestellt.
Dabei zeigt sich nur Eines: Wir können nicht alle Masse in einer Galaxie sehen.
Weder mit unseren Augen noch mit unseren Geräten.Wie müssen noch "DUNKLE MATERIE" dazurechnen.
Das Problem bei SL ist noch zusätzlich, dass wir nicht wissen, was die Kompression der Materie bei so hohen Druckverhältnissen aufhält. Bei Neutronensternen können wir noch berechnen, wieviel Druck das Pauli-Prinzip standhält. Es muss aber eine weitere Grenze geben,(eventuell auf Quarkebene), die eine weitere Kompression verhindert.
Es gibt also noch sehr viel, das wir nicht wissen und nicht berechnen können.

Mit besten Grüßen
Hannes
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon HD116657 » Mo 9. Jul 2012, 09:09

Hannes hat geschrieben:Dabei zeigt sich nur Eines: Wir können nicht alle Masse in einer Galaxie sehen.
Weder mit unseren Augen noch mit unseren Geräten.Wie müssen noch "DUNKLE MATERIE" dazurechnen.

richtig, hat aber nichts mit stellare/galaktische Schwarze Löcher zu tun, denn diese baryonisch.... - jedenfalls was da hineingefallen ist

Hannes hat geschrieben:Das Problem bei SL ist noch zusätzlich, dass wir nicht wissen, was die Kompression der Materie bei so hohen Druckverhältnissen aufhält. Bei Neutronensternen können wir noch berechnen, wieviel Druck das Pauli-Prinzip standhält. Es muss aber eine weitere Grenze geben,(eventuell auf Quarkebene), die eine weitere Kompression verhindert.

richtig... - vielleicht gibt aber nichts, was Kollaps aufhält.... - müssen neue Teilchen sein mit großer Ruhemasse
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Hannes » Mo 9. Jul 2012, 10:36

Hallo HD !
richtig... - vielleicht gibt aber nichts, was Kollaps aufhält.... - müssen neue Teilchen sein mit großer Ruhemasse

Du hast insofern recht, als wir (noch) nichts kennen, was den Kollaps aufhalten könnte. Oder doch ? Es stellt sich nämlich heraus, dass auch bei stellaren SL die Funktionen eines Himmelskörpers komplett vorhanden sind, wie z.B Drehimpuls, Magnetismus,natürlich auch Masseanziehung usw. Es wird daher notwendig sein (wahrscheinlich macht man das sowieso schon), nach einem Mechanismus zu suchen, der den Kollaps stoppt.
Ich denke da an das Higgsfeld, das ja der Materie Masseeigenschaften verleihen soll und das zurzeit mit großer Wahrscheinlichkeit gefunden wurde.
Ist eine interessante Sache, da gibt es fast jede Woche neue Meldungen.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Kurt » Mo 9. Jul 2012, 23:10

Hannes hat geschrieben:
Es müßte dann eigentlich berechenbar sein, wieviel Masse man in der Mitte bräuchte, um über riesige Entfernungen soviele Himmelskörper einzufangen.

Diese Berechnungen werden bereits von den Astronomen angestellt.
Dabei zeigt sich nur Eines: Wir können nicht alle Masse in einer Galaxie sehen.
Weder mit unseren Augen noch mit unseren Geräten.Wie müssen noch "DUNKLE MATERIE" dazurechnen.


Dunkle Materie ist ja nur deswegen dunkel weil wir sie nicht sehen.
Sehen können wir Materie die mit Frequenzen agiert die wir -sehen- können.
Sind diese Frequenzen zu hoch dann sind sie unsichtbar.


Hannes hat geschrieben:Das Problem bei SL ist noch zusätzlich, dass wir nicht wissen, was die Kompression der Materie bei so hohen Druckverhältnissen aufhält. Bei Neutronensternen können wir noch berechnen, wieviel Druck das Pauli-Prinzip standhält. Es muss aber eine weitere Grenze geben,(eventuell auf Quarkebene), die eine weitere Kompression verhindert.
Es gibt also noch sehr viel, das wir nicht wissen und nicht berechnen können.


Ausgehend vom "Atommodell", da wo die Abstände der Elektronen zum Kern und untereinander durch die Eigenfrequenzen der beteiligten Bausteine festgelegt sind, gibt es keinen Grund warum die Materie nicht sehr viel dichter sein kann, auch keinen warum sie unendlich in sich zusammenfallen sollte.

So wie beim Atom die Abstände der Komponenten festgelegt sind, so dürfte es auch beim Atomkern, auch bei den Kernbausteinbausteinen, sein.
Nur halt um Grössenordnungen kleiner.

Der Neutronenstern weist ja den Weg, da gibts die Abstände die Eletronen verurachen nicht mehr, deswegen weil es die Verursacher nicht mehr gibt.
Sie sind zumindest nicht frei in ihrem Handeln.

Beim Neutr-Stern sind die Gesetzmässigkeiten wie sie innerhalb des Kernes ablaufen relevant.
Es sind die gleichen wie beim Atom auch, nur mit viel höheren Freqeunzen.
Es ergeben sich viel kleinere "Stehendwellenknoten" welche viel kürzer Abstände der Kernbausteine untereinander zulassen.

Nun noch ein weiterer Schritt oder mehrere, dann ist man beim SL.
Angenommen der Kern wird in seine Kernbestandteile zerlegt, diese sich wesentlich -schnellschwingender- dann ergeben sich wiederum viel kürzere Knotenabstände.
Diese Materie ist wiederum viel dichter als ein Neutronenstern.

Wenn dieses weitergedacht wird dann landet man irgendwann beim Grundbaustein der Materie, beim BT.
Das stellt dann die Grenze dar ab der nichts mehr -verkleinert- werden kann, ist dann also die dichteste Materieform die es geben kann.

Wo sich das SL befindet wäre noch zu hinterfagen.
Wie es scheint kommt es nach dem Neutronenstern.
Wenn das SL die Grenze darstellt dann besteht dieses aus BT, wenn nicht, dann noch aus Zwischenformen der BT-Ansammlungen.

Es lässt sich auch so anschauen.
Das SL ist eine Menge an BT die nach ihrer Verwendung als Atombausteine wieder in den Urzustand, der DM, zurückgekehrt sind.


Gruss Kurt





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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon Hannes » Di 10. Jul 2012, 07:10

Hallo Kurt !
Nun noch ein weiterer Schritt oder mehrere, dann ist man beim SL.
Angenommen der Kern wird in seine Kernbestandteile zerlegt, diese sich wesentlich -schnellschwingender- dann ergeben sich wiederum viel kürzere Knotenabstände.
Diese Materie ist wiederum viel dichter als ein Neutronenstern.

Wenn dieses weitergedacht wird dann landet man irgendwann beim Grundbaustein der Materie, beim BT.

Deine Überlegungen dürften in die richtige Richtung führen.
Wie ich den Grundbaustein der Materie nenne, ist eine Sache des Namens.
Wichtig ist der Mechanismus der hier wirksam wird.
Mit Gruß
Hannes
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Re: Was ist eigentlich ein "SCHWARZES LOCH" ?

Beitragvon HD116657 » Di 10. Jul 2012, 10:09

Kurt hat geschrieben:Diese Materie ist wiederum viel dichter als ein Neutronenstern.

Wenn dieses weitergedacht wird dann landet man irgendwann beim Grundbaustein der Materie, beim BT.

kannst Du vorrechnen, wie klein BT sein muss, damit keine Schwarzen Löcher geben kann?

Kurt hat geschrieben:Das stellt dann die Grenze dar ab der nichts mehr -verkleinert- werden kann, ist dann also die dichteste Materieform die es geben kann.

nach Rechnung wirst Du merken, das ohne Quantenübergang nicht geht

Kurt hat geschrieben:Das SL ist eine Menge an BT die nach ihrer Verwendung als Atombausteine wieder in den Urzustand, der DM, zurückgekehrt sind.

jetzt ich verstehe nicht mehr: was ist für Dich SL - Singularität oder nur sehr kompakte Materie?
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