Mirko hat geschrieben:Jocelyne Lopez hat geschrieben:
Es gibt zwei Fälle für einen relativen Bewegungszustand zwischen zwei Objekten:
1) Fall 1: Ein einziges der Objekte bewegt sich zu einem ruhenden Beobachter. Das ist z.B. der Fall, wo ich in meinem Wohnzimmer vor einer leuchtenden Lampe ruhe (v=0) und der Lichtstrahl fliegt mir mit entgegen (v>c).
Nein, das Licht bewegt sich dann nicht mit v>c, sondern mit c. Und Die Relativgeschwindigkeit zwischen dir und dem Licht ist c. Ihr ruht nicht zu einander.
Sorry, Tippfehler, ich wollte schreiben, der Lichtstrahl fliegt mir entgegen mit v>0 (und nicht mit v>c).
Mirko hat geschrieben:Deine Aussage war
Jocelyne Lopez hat geschrieben: Wenn ich vor der Lampe stehe, ruhe ich relativ zum Lichtstrahl, wenn er mir mit c entgegen fliegt (meine Geschwindigkeit v=0).
zu ein und dem selben Objekt kannst du nur eine Realtivgeschwindigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt haben.
Und in Ruhe befindest du dich relativ zu einem Objekt nur, wenn sich beide nicht bewegen oder beide dieselbe Geschwindigkeit haben.
Ja, ist schon klar: wenn beide Objekte sich nicht bewegen oder wenn sie beide dieselbe Geschwindigkeit haben, befinden sie sich zueinander in Ruhe. Die Relativgeschwindigkeit zwischen den beiden ist 0. Der Fall ist klar, sowohl gedanklich als auch sprachlich.
- Es gibt aber auch den Zustand der Ruhe eines Objekts relativ zu einem bewegten Objekt: Zum Beispiel eben, wenn ich in meinem Wohnzimmer ruhe und der Lichtstrahl der Lampe fliegt mir entgegen: Ich ruhe, der Lichtstrahl bewegt sich. Bist Du damit einverstanden, dass dieser Fall in der Realität vorkommt?
Wenn ja, kann man zwar sagen, dass wir uns relativ zueinander bewegen, man kann sogar gedanklich die Zustände austauschen, sprich der Lichtstrahl ruht, ich bewege mich, aber für die Berechnung der Relativgeschwindigkeit zwischen uns gibt es eindeutig ein Objekt in Ruhezustand (v=0) und ein Objekt in Bewegungzustand (v>0). Es wird also eine Addition mit 0 geben.
- Es gibt aber auch den Zustand der Bewegung eines Objekts relativ zu einem anderen Objekt, das sich auch bewegt: Zum Beispiel eben, wenn ich in meinem Wohnzimmer den Lichtstrahl der Lampe entgegen laufe: Ich bewege mich, der Lichtstrahl bewegt sich auch. Bist Du damit einverstanden, dass dieser Fall in der Realität vorkommt?
Wenn ja, kann man auch sagen, genauso wie im ersten Fall, dass wir uns relativ zueinander bewegen,
es gibt sprachlich keinen Unterschied zu dem ersten Fall, obwohl es physikalisch einen Unterschied gibt, gleichwohl für die Berechnung der Relativgeschwindigkeit: anders als im 1. Fall wird es keine Addition mit 0 geben, weil es keinen Zustand der Ruhe eines Objektes in diesem Fall gibt. Es wird die Addition von zwei Geschwindigkeiten v>0 geben.
Es ist nur sprachlich schwierig den Zustand der Ruhe eines Objekts relativ zu einem Objekt, das sich bewegt auszudrücken. Das ist jedoch nur sprachlich schwierig, gedanklich und rechnerisch ist es kein Problem: Es gibt in der Realität Objekte, die relativ zu bewegten Objekten ruhen und es gibt in der Realität bewegten Objekte, die sich zu anderen bewegten Objekten bewegen.
Ich meine, diese verschiedenen Fälle sind so gängig, alltäglich und unzählig, dass man diese Situationen ohne Wortklaubereien ganz leicht nachvollziehen kann. Wie gesagt, das Erkennen des Zustandes der Ruhe oder der Bewegung von Objekten zueinander gehört zu unserer Lebenserfahrung schon als Kleinkinder. Ich kann nicht fassen, dass man diese Zustände nicht sicher und mit Leichtigkeit in allen Fällen erkennen kann.
Viele Grüße
Jocelyne Lopez