Das Prinzip des Seins

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 Betreff des Beitrags: Re: der grosse Wurf
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 14:41 
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Yukterez hat geschrieben:
Das ist eine gute Frage ! Ich würde mal sagen wenn du geosynchron bist, und gerade nach unten schiesst, trifft du das Ziel und nicht den Nachbarn.

Das ist im Gegenteil wieder eine von Kurts Fragen, die zeigen, daß er nicht die geringsten Mechanikkenntnisse besitzt. Und du bist offenbar auf diesen Stuss reingefallen.

Ein Stein fällt niemals senkrecht zu Boden, ganz egal ob aus der Hand losgelassen oder von einem sehr hohen Mast oder einem geostationären Satelliten. Er fällt in einer Kurve zu Boden und schlägt, in Drehrichtung der Erde gesehen, vor der senkrechten Projektion auf.

Das macht der Corioliseffekt.

Kurt hat ganz offenbar auch zu diesem Thema geschlafen, welches über gefühlt tausend Posts ging. Es ist einfach leider so, daß er keinerlei physikalischen Kenntnisse besitzt.
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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 14:50 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Kurt hat geschrieben:
Um die Enflussgrösse zu beurteilen ist es nötig den Ablenkwinkel eines vorbeirauschenden Materiebrockens auf seine Ablenkgrössen, die der Gravitation, und die des Erdeneinflusses, zu beurteilen.

Kurt, Kurt, es wird ja immer noch doller mit dir.

Es gibt außer der Gravitation keinen "Erdeinfluß". Die Bahn läßt sich allein mittels der Graviationsgesetze exakt ermitteln. Seit 400 Jahren bekannt. Nur eben dir wieder nicht.
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 Betreff des Beitrags: Re: der grosse Wurf
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 17:10 
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Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55
Beiträge: 14687
Ernst hat geschrieben:
Ein Stein fällt niemals senkrecht zu Boden, ganz egal ob aus der Hand losgelassen oder von einem sehr hohen Mast oder einem geostationären Satelliten. Er fällt in einer Kurve zu Boden und schlägt, in Drehrichtung der Erde gesehen, vor der senkrechten Projektion auf.

Stimmt, das geschieht offenbar auch wenn Bote und Empfänger die selbe Winkeldrehgeschwindigkeit haben (ein hoher Mast und ein geosynchroner Orbit sind im Grunde das Gleiche). Man trifft also den Nachbarn der östlich vom Ziel wohnt; wie weit östlich, hängt dann wieder von der Fallgeschwindigkeit der Fracht (Wurfenergie bzw Höhe) ab.
Ich habe da selber was verwechselt; die korrekte Beschreibung lautet also:

Wikipedia hat geschrieben:
Für die Corioliskraft ist also nur derjenige Anteil der Bewegung von Bedeutung, der nicht parallel zur Drehachse des Systems ist. Sind Geschwindigkeitsvektor und Rotationsachse parallel, ist sie deshalb Null.


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 Betreff des Beitrags: Re: der grosse Wurf
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 17:24 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
Beiträge: 11188
Yukterez hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:
Ein Stein fällt niemals senkrecht zu Boden, ganz egal ob aus der Hand losgelassen oder von einem sehr hohen Mast oder einem geostationären Satelliten. Er fällt in einer Kurve zu Boden und schlägt, in Drehrichtung der Erde gesehen, vor der senkrechten Projektion auf.

Stimmt, das geschieht offenbar auch wenn Bote und Empfänger die selbe Winkeldrehgeschwindigkeit haben (ein hoher Mast und ein geosynchroner Orbit sind im Grunde das Gleiche). Man trifft also den Nachbarn der östlich vom Ziel wohnt; wie weit östlich, hängt dann wieder von der Fallgeschwindigkeit der Fracht (Wurfenergie bzw Höhe) ab.
Ich habe da selber was verwechselt; die korrekte Beschreibung lautet also:

Wikipedia hat geschrieben:
Für die Corioliskraft ist also nur derjenige Anteil der Bewegung von Bedeutung, der nicht parallel zur Drehachse des Systems ist. Sind Geschwindigkeitsvektor und Rotationsachse parallel, ist sie deshalb Null.


Korrekt.

Von einem hohen Turm auf dem Nordpol fällt der Stein senkrecht.
Ein geostationärer Satellit kreist aber stets über dem Äquator. Und da ist der Corioliseffekt am größten.
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 Betreff des Beitrags: Re: der grosse Wurf
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 18:52 
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Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
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Ernst hat geschrieben:
Ein geostationärer Satellit kreist aber stets über dem Äquator. Und da ist der Corioliseffekt am größten.


Ist es nicht eher umgekehrt?

Ernst hat geschrieben:
Von einem hohen Turm auf dem Nordpol fällt der Stein senkrecht.


Wenn du der Erdrehung eine Wirkung zuschreibst, die ja eindeutig nachweisbar vorliegt, dann musst du auch der Erdbewegung um die Sonne eine zuschreiben.
Und dann fällt auch auf dem Nordpol nichts senkrecht runter.
Denn die Erde bewegt sich in einer Krummbahn.


Gruss Kurt


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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 19:30 
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Registriert: So 8. Apr 2012, 19:55
Beiträge: 14687
Zitat:
Ist es nicht eher umgekehrt?

Nein

Zitat:
Wenn du der Erdrehung eine Wirkung zuschreibst, die ja eindeutig nachweisbar vorliegt, dann musst du auch der Erdbewegung um die Sonne eine zuschreiben.

Nicht in diesem Beispiel. Die Effekte die du meinst haben wir hier aus praktischen Gründen herausgelassen, und wenn wir sie mit rein nehmen, dann finden wir den Unterschied erst ganz weit hinten bei den letzten Kommastellen. Dann müsstest du als nächstes aber auch alle Planeten und Galaxien die es noch so gibt rein rechnen, aber das bringt uns hier nicht weiter.


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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Do 31. Mai 2012, 20:45 
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Registriert: Sa 7. Nov 2009, 14:07
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Wohnort: Bayern
Yukterez hat geschrieben:
Zitat:
Ist es nicht eher umgekehrt?

Nein

Zitat:
Wenn du der Erdrehung eine Wirkung zuschreibst, die ja eindeutig nachweisbar vorliegt, dann musst du auch der Erdbewegung um die Sonne eine zuschreiben.

Nicht in diesem Beispiel. Die Effekte die du meinst haben wir hier aus praktischen Gründen herausgelassen, und wenn wir sie mit rein nehmen, dann finden wir den Unterschied erst ganz weit hinten bei den letzten Kommastellen. Dann müsstest du als nächstes aber auch alle Planeten und Galaxien die es noch so gibt rein rechnen, aber das bringt uns hier nicht weiter.


Genau den will ich verstehehen.
Ich will die Zusammenhänge und Umstände kennen, nicht welche Kommastelle das ist/ergibt.

Am Äquator hast du keine Korioliskraft, denn die ist unterhalb und oberhalb gegenphasig.
Also ist sie am Äquator Null.
Es sei denn wir reden von unterschiedlichen Vorgängen/Bezeichnern bzw. dem Verständnis dafür.

Genauso wie die Sternenaberration erst hinterm Komma kommt, so ist es mit dem -Senkrecht_fallen am Pol- auch.
Nicht wie man die Natur berechnet ist wichtig, sondern zu verstehen wie sie funktioniert.
Zumindest ist das meine Anschauung.
Denn erst dann kann man sie richtig berechnen.

Neben dem Lichtlaufverhalten zeigt sich auch dass es ein "Materielaufverhalten" gibt.
Und die beiden Umstände sind nur indirekt gekoppelt.
Das Lichtverhalten scheint direkt von der Erdmasse, im Einflussbereich der Erde, bestimmt zu sein, das "Materielaufen" nicht.
Und dieses Verhalten versuche ich zu verstehen.
Zu erfahren wo der Bezug fürs Materielaufen ist, und wieweit die Erde da in ihrem Einflussbereich mitredet und wieweit dieser reicht, bzw. wie schnell dieser abgebaut wird.


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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Fr 1. Jun 2012, 00:28 
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Beiträge: 14687
Kurt hat geschrieben:
Am Äquator hast du keine Korioliskraft, denn die ist unterhalb und oberhalb gegenphasig.
Also ist sie am Äquator Null.
Es sei denn wir reden von unterschiedlichen Vorgängen/Bezeichnern bzw. dem Verständnis dafür.

Hier hast du dich verschrieben, du meinst natürlich "am Nordpol ist die horizontale Korioskraft am stärksten und am Äquator die vertikale."

Zitat:
Nicht wie man die Natur berechnet ist wichtig, sondern zu verstehen wie sie funktioniert.

Jetzt wo das ja geklärt wäre, könnten wir mal berechnen, wie weit östlich vom Stamm ein Apfel aufkommt, wenn er aus 1000 km Höhe abfällt und die Geschwindigkeit der freie Fall ist.

Edit: In diesem Bild hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen (Breitengrad nicht in Radianten sondern Grad eingegeben - peinlich, peinlich :). Man kann es dennoch anklicken, die Korrektur befindet sich 7 Postings weiter unten.

In Wien (Breitengrad 48.2) wären das wie man sieht schon über 14 km Ablenkung in den Osten. Wenn du den Unterschied Nordpol-Äquator brauchst, gibst du für φ einfach den Breitengrad deiner Wahl ein. Statt s kann man einfach r2-r1 setzen wenn man lieber in der alten Notation arbeitet.

Wenn du´s ganz genau willst, musst du auch noch bedenken, dass die Erde leicht um die Rotationsachse eiert.


Zuletzt geändert von Yukterez am Fr 1. Jun 2012, 16:30, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Fr 1. Jun 2012, 08:14 
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Yukterez hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:
Am Äquator hast du keine Korioliskraft, denn die ist unterhalb und oberhalb gegenphasig.
Also ist sie am Äquator Null.
Es sei denn wir reden von unterschiedlichen Vorgängen/Bezeichnern bzw. dem Verständnis dafür.

Hier hast du dich verschrieben, du meinst natürlich "am Nordpol ist die horizontale Korioskraft am stärksten und am Äquator die vertikale."


OK, jetzt ists klar!

Yukterez hat geschrieben:
Zitat:
Nicht wie man die Natur berechnet ist wichtig, sondern zu verstehen wie sie funktioniert.

Jetzt wo das ja geklärt wäre, könnten wir mal berechnen, wie weit östlich vom Stamm ein Apfel aufkommt, wenn er aus 1000 km Höhe abfällt und die Geschwindigkeit der freie Fall ist.


Das kannst du noch nicht, denn es fehlt dir der Wert der sich ergibt wenn der Apfel am Nordpol runterfällt.
Denn da fällt er nicht auf den Pol sondern daneben.
Heisst: erst muss bekannt sein welche Differenz zum "Erdenstillstand" vorliegt, Differenz und Richtung.
Erst dann kannst du -richtig- rechnen.

Das heisst: wenn der Bezug für Null_v vorhanden ist dann passts.


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 Betreff des Beitrags: Re: Raketenstart, in welche Richtung?
BeitragVerfasst: Fr 1. Jun 2012, 11:42 
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Registriert: Mi 31. Dez 2008, 18:58
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Kurt hat geschrieben:
Heisst: erst muss bekannt sein welche Differenz zum "Erdenstillstand" vorliegt, Differenz und Richtung.
Erst dann kannst du -richtig- rechnen.

Wieder Unsinn. Rotation ist absolut. Da ist ein Nullbezug nicht erforderlich.

Yukterez Rechnung ist etwas ungenau, weil er angesetzt hat, daß die Winkelgeschwindigkeit der Erde 2pi/ 24*3600s beträgt. Das ist etwas ungenau.
Eine Erdumdrehung dauert nicht einen Sonnentag; der ist nämlich infolge der Umrundung der Sonne etwas länger, als der siderische Tag, der einer vollen Umdrehung der Erde entspricht.
Der siderische Tag hat 86.164,099 s.
Der Sonnentag hat die in Yukterez's Rechnung verwendeten 86400 s.

Da kann Yukterez für den siderischen Tag rechnen, womit die Rotation der Erde um die Sonne berücksichtigt ist.
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