Faber hat geschrieben:
Heinrich Katscher hat geschrieben:
Sie nennen einen Stoß Impuls und einen Impuls Impulsgrösse...
In der Physik bezeichnet man traditionell
F Δ
t als Stoß und
p = m d
s/dt als Impuls. Stöße sind Ursache der Wirkung Impulsänderung..
Werter Herr Faber,
ein Anstoss (z.B. ein Stichwort) kann Ihnen einen Impuls zum Nachdenken oder zu einer Aktion (Grösse) geben. - In der Physik gilt Gleiches: Ein Stoss (Impuls) kann eine Impulsgrösse (z.B. eine Bewegung mi tbestimmter Geschwindigkeit) hervorrufen.
F t = (kg m s-2 * s) = (kg m s-1 = J)
p = m ds/dt = (kg m s-1 = J)
Beide Formeln beschreiben daher die gleichermassen die physikalische Grösse, die ich J genannt habe.
Faber hat geschrieben:
Heinrich Katscher hat geschrieben:
Dass Impulse (Stösse) nicht zu "gleichförmigen, geradlinigen Bewegungen" führen müssen, wird jeder Billiardspieler bestätigen.
Auf dem Billiardtisch muss Reibung berücksichtigt werden..
Wenn es Sie stört, dass das Billiardtuch bremst, dann können sie die Bewegung eines Kreisels auf einer Glasplatte betrachten. Kreisel im Raum haben grössere Bewegungsfreiheit.
Faber hat geschrieben:
Heinrich Katscher hat geschrieben:
Impulse kann man als Summen von Elementarimpulsen betrachten.
Nehmen wir ein einfaches stochastisches Model von Gasmolekülen. Dann kann man einem Raumelement, das hinreichend viele Luftmoleküle enthält einen Summenimpuls zuschreiben. Allerdings geht man davon aus, dass die einzelnen Elementarimpulse konstant sind, d.h. die Luftmoleküle sind zwischen zwei Zusammenstößen gleichförmig, geradlinig bewegt. Es ereignen sich im Mittel soundviel Stöße pro Sekunde im Raumelement. Wegen der Impulserhaltung bleibt der Summenimpuls (zunächst) konstant.
Nun mag ein Austausch von Luftmolekülen mit benachbarten Raumelementen stattfinden. Dabei kann sich der Summenimpuls verändern. Schaut man sich die Sache im Detail an, so gibt es diskrete Zeitpunkte, zu denen ein oder mehrere Luftmoleküle die Grenze unseres Raumelementes überschreiten. Zwischen diesen diskreten Zeitpunkten ist der Summenimpuls konstant.
Daraus folgt, dass sowohl der Betrag als auch die Richtung des Summenimpulses je eine Treppenkurve ist. Der Summenimpuls beschreibt folglich eine Bewegung die abschnittsweise gleichförmig und geradlinig ist. Jede Grenzüberschreitung eines Moleküls bewirkt einen Knick in der abschnittsweise linearen Bahnkurve.
Dieser Einwand ist ein wenig verwickelt.
Resumme des ersten Abschnittes ist:
Wegen der Impulserhaltung bleibt der Summenimpuls konstant.Wenn jedoch ein "Luftmolekül" die Grenze des Raumelementes überschreitet, verlässst es dieses mit einer Geschwindigkeit, die seiner Bewegungsgrösse proportional ist. Der Verlauf seiner Bahnkurve hängt von der Ursache der Bewegungsgrössenänderung ab. Der Behauptung, seine "Bewegung sei abschnittsweise gleichförmig und geradlinig", kann nur in Sonderfällen zugestimmt werden.
mfG
Heinrich Katscher, Prag