Hallo Ernst !
Dein Beitrag vom 27.3., in dem du statt eines Karussells nur zwei Scheiben auf einer Achse präsentiert hast, ist genau die Argumentationsweise der Relativisten:
Ein „Gedankenexperiment“ vorzustellen ohne ein reales Experiment zu versuchen und anhand dieses Gedankenexperiments zu sagen: Der Beobachter sieht das und der andere sieht dieses. Ohne ein reales Experiment je gemacht zu haben, muss der Diskussionspartner glauben, was du sagst.
Dabei wird die dazugehörige Zeichnung so hingebaut, dass man bei nicht genauem Hinsehen sogar glauben könnte, es wäre in der Realität auch so.
Wenn man ein Karussell in Realität ansieht, ist es selbstverständlich, dass man die Schrägstellung der Seile sehen kann. Und das sowohl im IS als auch im rotierenden BS.
Ebenso in Realität kann man messen, dass eine Kraft wirksam ist, die die Gondeln nach außen zieht.
Der ruhende und der mitbewegte Beobachter sieht eindeutig, dass beim stillstehenden Karussell die Ketten senkrecht herunterhängen.
Wenn dann der Antriebsmotor eingeschaltet wird, sieht jeder Beobachter, dass die Gondeln zuerst etwas zurückbleiben und dann in die Höhe gehoben werden. Und das in JEDEM BS.
Die Kraft, die diese bewirkt, ist die Beharrungskraft, die Newton bereits beschrieben hat.
Erst wenn die Gondeln ihre Höhe erreicht haben, wird die Zentripetalkraft voll wirksam und lässt sich an der Schrägstellung der Seile ganz leicht erkennen. Und das sehen wieder BEIDE Beobachter.
Zu sagen: Im Inertialsystem würde der Beobachter nur auf eine Zentripetalkraft schließen, ist schlicht und einfach FALSCH.Das ist eine bewusste Mißinterpretation eines Experiments, soweit es überhaupt durchgeführt wird. Wer es nicht glaubt, wird als ungebildeter Mensch dargestellt und verhöhnt. Wie bei der Geschichte „Des Kaisers neue Kleider“.
Hannes
