mmgarbsen hat geschrieben: "Bewegungen sind Ortsveränderungen." Meine Meinung dazu ist: "Bewegung ist ein Zustand, der zu einer Ortsveränderung führt." Dazwischen liegen zwei Ereignisse. 1. und 2. Beobachtung der Örtlichkeiten.
Werter Herr Müller,
Ihre Definition der Bewegung scheint besser als meine zu sein, sie ist jedoch auch nicht hieb- und stichfest. Meiner Ansicht nach ist
Bewegung ein Ereignis, das von einem Zustand zm Folgezustand (zur Orts-Änderung) führt. Dies schliesst jedoch nicht aus, die Bewegung selbst als Zustand zu betrachten. Es bleibt jedoch die Frage:
als Zustand wessen ? Zur Distanzbestimmung muss eine Messung bzw. Beobachtung
genügen. Das Ergebnis der ersten Beobachtung ist nämlich bei einer zweiten Beobachtung schon Vergangenheit und damit nurbeschränkt gültig..
Die Distanz zwischen den beiden Beobachtungen wird als Zeit bezeichnet, obwohl es sich dabei um eine zurückgelegte Strecke handelt.
Diese Behauptung entspricht meinen Worten: Ich habe geschrieben, dass Standortsortsänderungen sekundär ein
eine definierte Standortsänderung , (ein Bezugsmass), erfordern, das
ein ZEITMASS bildet. Ich glaube, damit mit Hannes,Chief und Bruno konform zu sein, die das Zeitmass einerseits von der Strecke ableiten, die das Licht in 1 Sekunde zurücklegt (eine Kreisdefinition) oder vom Weg ableiten, der Elektronen des Cäsium-Atoms beim Übergang zwischen zwei Anregungszuständen eine bestimmte Frequenz erteilt.
Mit Fabers Standpunkt kann ich mich nicht anfreuden, obwohl seine Behauptung
Zeit wird genauso wie Länge durch Vergleich mit einem Maßstab ermittelt.
prinzipiell richtig ist.
Die Frage
Warum wird der Bewegung seitens der Wissenschaften so wenig Bedeutung beigemessen?
kann ich nicht beantworten. Hiezu sollten die P.T.Autoren der Fachbücher befragt werden. Wahrscheinlich deshalb, weil es viele Bewegungen gibt und Grütze nötig ist, ihren gemeinsammen Nenner zu ermitteln.
Die Behauptung
Es wird auch immer nur der Frage nachgegangen, was sich da bewegt. Viel wichtiger ist jedoch eine Antwort auf die Frage, "wie und wohin sich etwas bewegt."
ist einseitig. Man muss bzw. sollte wissen, WAS sich bewegt, ehe man die Frage aufwirft,
WIE und WOHIN sich das WAS bewegt.Wenn wir davon ausgehen, daß sich alle Objekte schon immer (SEIT JEHER) beweg(t hab)en, dann hat auch die Zeit keinen Anfang. Hierdurch wird der Begriff "Unendlichkeit" viel anschaulicher
Ich stimme überein. Das Wort ZEIT meide ich tunlichst. Wo es geht, benütze ich den Ausdruck
ZEITDAUER.
MfG
Heinrich Katscher Prag