Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 22:40

Chief hat geschrieben: Und hier Newtons Entdeckung der Zentrifugalkraft.

Kommst immer mit derselben Leier mit Sachen, von denen du nichts verstehst. Hatte ich dir alles schon erklärt. Vergeßlichkeit kommt bei Dir noch hinzu.
Du bist einfach nur ein dummer Mensch.
Ich stell Dich wieder auf ignored
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » So 12. Feb 2012, 22:56

Hannes hat geschrieben:Ernst !
Gleichförmige Geschwindigkeit ist doch auch relativ. Lassen wir den Ball wieder senkrecht fallen und fahren mit einem Wagen mit konstanter Geschwindigkeit am Hochstand vorbei. Da sehen wir doch das gleiche, wie vom Hochstand bei horizontalem Schuß.

Ja, bei horizontalem Schuß kommt der Ball selbst bei verschiedenen Abschußgeschwindigkeiten immer zur gleichen Zeit zur Erde. Er wird wohl weiter fliegen aber die Fallzeit ist gleich.Also wirkt im Moment NUR die Gravitation.
Durch den horizontalen Abschuss auch gar nicht anders möglich.
Weiter...........

...gehts.

Nun ersetzen wir den Hochsitz durch einen massiven Betonturm von 1000m Höhe und montieren darauf eine weitreichende Kanone. Der Turm steht in Magdeburg und die Kanone feuert Richtung Atlantik, so daß die Kugel dort an der Küste einschlägt. Die Kugel wird wieder exakt horizontal abgeschossen.
Prinzipiell nicht viel anders als bei der Ballkanone. Nur ist auf die Entfernung die Erdkrümmung nicht mehr vernachlässigbar. Die Bahn der Kugel wird wieder durch die konstante horizontale Geschwindigkeitskomponente und den gleichzeitigen Fall zur Erde bestimmt. Die Richtung des Fallens ändert sich nun infolge der Erdkrümmung stetig; sie wirkt ja immer senkrecht zum Erdzentrum. Durch die Erdkrümmung verlängert sich auch die Zeit des Fallens, denn die Erdfläche taucht ja wegen der abschüssigen Erdoberfläche unter der Kugel weg.

Erstmal soweit. Etwas andere Bedingungen. Aber das Prinzip der Ballkanone ist noch vorhanden.

Soweit ok?

Ernst
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » So 12. Feb 2012, 23:06

Ernst !
Erstmal soweit. Etwas andere Bedingungen. Aber das Prinzip der Ballkanone ist noch vorhanden.


Warum denn nicht ?
weiter........
Warum nimmst du jetzt keinen Raketenantrieb ?
Zuletzt geändert von Hannes am So 12. Feb 2012, 23:09, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Jocelyne Lopez » Mo 13. Feb 2012, 07:55

Ich mache auf einen Kommentar im Blog "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie" zum Artikel "Anmerkungen zur Relativitätstheorie" aufmerksam, der vielleicht zu dieser Diskussion beitragen kann:

http://wissenschaftliche-physik.com/201 ... tstheorie/

Viele Grüße
Jocelyne Lopez
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mo 13. Feb 2012, 09:49

Hallo Ernst !

Wenn wir über die Massenanziehungskraft (Gravitation) sprechen, sollten wir zuerst diese Kraftwirkung genau analysieren.
Die Massenanziehung ist eine sehr interessante Kraft:
An der Erdoberfläche hat sie einen ermittelten Wert von g=9,81 Meter pro Sekundenquadrat.
Das ist die Gravitationsbeschleunigung, aber nur an der Erdoberfläche.(g=9,81m/sec^2)
Die Gravitationskraft ist daher Fg= Gravitationskonstante*Masse/ pro Meter Abstand vom Erdmittelpunkt. Fg= G*m/r^2.
Jetzt gibt es bei der Gravitation mehrere Punkte, wo die Erdbeschleunigung Null wird:
1. Wenn du einen Schacht in die Erde bis zum Mittelpunkt bauen würdest und dort einen Lift einbauen würdest,wäre die Gravitationskonstante zuerst 9,81 m/se^2.
Aber schon einige wenige hundert Meter tiefer würde sie radikal abnehmen. Warum ?
Weil ober dir plötzlich auch Masse der Erde ist, die in die andere Richtung zieht.
Wenn du am Erdmittelpunkt angelangt wärest, wärest du schwerelos.
2.Zwischen Erde und Sonne und auch zwischen Erde und Mond gibt es Punkte, die schwerelos sind, weil sich die Kräfte von Sonne und Erde, bezw. Erde und Mond
aufgrund der gegenläufigen Richtungen der Anziehungskräfte aufheben.
2. Dann gibt es noch die sog. Lagrange- Punkte , wo auch Schwerelosigkeit herrscht.
Doch aus anderem Grund.

Wenn ich jetzt gesagt habe: In der ermittelten Gravitationskonstante ist die Trägheitsverzögerung bereits eingebaut, so gilt das NUR für genau radiale Bewegung.

Du hast ganz schlau auf eine tangentiale Bewegung umgeleitet, für die aber im Moment dasselbe gilt: Die Kraft Fw= m*r*w^2. Das heißt: Die Winkelgeschwindigkeit ist bei einer Ballkanone vernachlässigbar klein und tendiert gegen Null.

Was wird aber, wenn du statt einer Ballkanone einen Raketenantrieb verwendest?
Plötzlich bekommt die Winkelgeschwindigkeit einen Wert, der mit steigender Geschwindigkeit immer größer wird. Und zwar exponentiell. Die Erdanziehung verändert sich nach anderen Gesichtspunkten.(sie bleibt im vorliegenden Fall längere Zeit fast gleich )

Die Rakete bekommt eine Geschwindigkeit ,die bewirkt, dass die Beharrungskraft der Masse immer größer wird und gegen die Erdanziehung in Erscheinung tritt, da die Bewegungsrichtung der Beharrungskraft tangential vom Erdmittelpunkt wegzeigt. Bei einer bestimmten Geschwindigkeit halten sich Erdanziehung und Winkelgeschwindigkeitskraft die Waage: Der Satellit „fällt“ um die Erde herum.Das nutzen die Techniker der NASA.
Da beide Kräfte eigenständig sind, kann die Winkelgeschwindigkeitskraft jedoch größer als die Erdanziehung werden. Was passiert? Der Satellit nimmt eine höhere Bahn ein.
Bei weiterer Beschleunigung durch die Rakete kann die Winkelgeschwindigkeitskraft so stark werden, dass der Satellit die Erde verlässt.

So, da kannst du mit deiner Fragerei fortsetzen, wenn du willst.
Wie du zu der Kraft der Winkelgeschwindigkeit sagst, ist Deine Sache.

Hannes
Zuletzt geändert von Hannes am Mo 13. Feb 2012, 11:46, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mo 13. Feb 2012, 13:50

Hannes hat geschrieben:Ernst !
Erstmal soweit. Etwas andere Bedingungen. Aber das Prinzip der Ballkanone ist noch vorhanden.


Warum denn nicht ?
weiter........
Warum nimmst du jetzt keinen Raketenantrieb ?

Also auch im Fall der Kanone bei weiter entfernten Ziel wirkt nur die Gravitationskraft auf die Kugel.

Ich möchte lieber mit unserem Beispiel der Kanone fortfahren.
Die Feuerkraft der Kanone wird erhöht. Die Kugel schlägt nun erst an der Westküste Amerikas ein.
Immer noch wirkt auf die Kugel nur die Gewichtskraft.

Soweit ok?

Ernst
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Mo 13. Feb 2012, 14:06

Hallo Ernst !
Ich möchte lieber mit unserem Beispiel der Kanone fortfahren.
Die Feuerkraft der Kanone wird erhöht. Die Kugel schlägt nun erst an der Westküste Amerikas ein.
Immer noch wirkt auf die Kugel nur die Gewichtskraft.

Soweit ok?

Nein .
Ich habe doch erklärt, dass die Gravitationsverzögerung NUR bei radialer, das heißt,
senkrechter Bewegung gilt.Du versuchst auf tangentiale Bewegung abzulenken.
Hier beginnt bereits die Kraft der Winkelgeschwindigkeit zu wirken, obwohl die Gravitation noch stärker ist.
fw= m*r*w^2 .
Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mo 13. Feb 2012, 14:09

Chief hat geschrieben:Meine Behauptungen waren ganz klar und eindeuteig:
F=ma
F=-ma
FT=-ma
Steht dort was ich geschrieben habe oder steht das dort nicht? Habe ich in der Kopie inhaltlich etwas verändert oder nicht? Habe ich aus dem kopierten Abschnitt etwas ausgelassen oder nicht?
Also drei mal nein. Somit bist Du ein Lügner. :mrgreen:

Du Betrüger hast nur einen Teil des Abschnitts kopiert. Du hast aus dem Abschnitt Entscheidendes weggelassen :!: Und damit die wesentliche Aussage dazu unterschlagen. Du willst suggerieren, der Artikel stütze Deine Behauptung F=-m*a gelte im BS IS, einfach um deine dämliche Physik zu stützen.
Inhaltlich steht in dem Artikel, extra hervorgehoben, genau das Gegenteil; F=-m*a gilt im mitbeschleunigten System. Genau diese Schußfolgerung am Ende des Abschnitts hast Du unterschlagen. Du bist also nicht nur ein Lügner, sondern auch ein Betrüger.

Jedermann kann das prüfen, indem er den Link öffnet und den gesamten Abschnitt III.7.1 bis zum Ende liest

http://web.physik.rwth-aachen.de/~fluegge/Vorlesung/PhysIpub/Exscript/3Kapitel/III7Kapitel.html

und findet:

Bild

.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Angélique » Mo 13. Feb 2012, 14:18

Chief hat geschrieben:
Bild

Kräfte im beschleunigten Aufzug LINK

Da du so große Probleme hast hab ich es noch mal ganz ordentlich und klar aufgezeichnet. Es steht ja richtig da nur schummelst du wie
üblich.

Du zeichnest die Kraft F1 (actio) des Aufzuges/Waage (M1) auf die Person (M2) und die Wechselwirkungskraft F2 (reactio)
der Person (M2) auf den Aufzug/Waage (M1) so ein als würden beide auf ein und denselben Körper wirken.

Sie wirken aber eben nicht auf denselben Körper! Und der Text beschreibt es ja auch richtig. So ist es besser zu erkennen:

aufzug-03.png
aufzug-03.png (29.52 KiB) 3652-mal betrachtet


Auch hier gilt Newton III und alles lässt sich physikalisch richtig beschreiben. So wie wir es auch erklärt haben.

Um die Kraft der Person (M2) auf die Waage (M1) zu berechnen, braucht man eben alle Kräfte die wirken. Natürlich wirkt die
Wechselwirkungskraft (F2/reactio) nicht auf denselben Körper (Person/M2) wie die Beschleunigungskraft (F1/actio) sondern auf
die Waage/ Aufzug (M1).

Wie in diesem Bild:

Bild

Die (s)chiefe Bübchenphysik beschreibt es aber so:

Bild

Da wirken dann beide Kräfte F1 (actio) und F2 (reactio) auf ein und dieselben Masse M2 und addieren sich
zu Null:

Chief hat geschrieben:Mit F = F_magnetanziehung ist also ma = F_magnetanziehung und F_magnetanziehung – ma = 0.
Mit F_trägheit = -ma hat man wieder nach Newton F_magnetanziehung + F_trägheit = 0.

Denn nach der (s)chiefe Bübchen und Dusselphysik wirkt auf die Masse (M1) welche die Kraft F1 (actio)
verursacht eine gleichgroße gegengerichtete Kraft F2 (reactio).



Damit sich auch ohne Kraft (ist ja Null) noch was bewegt erfindet er die kräftefrei Beschleunigung:
Chief hat geschrieben:Die Beschleunigung bleibt vorhanden obwohl die Summe alle Kräfte gleich Null ist.

:mrgreen: Du (S)chief addierst auf die Beschleunigungskraft F1 (actio) = ma eine Gegenkraft F2 (reactio) = -ma.

Nach Chief gilt also immer F = F1 + F2 = 0 oder deutlicher:

F = ma + (-ma) = 0!

Beide Kräfte heben sich so immer gegenseitig auf! Die Waage würde dann nur noch die Gewichtskraft (F3)
Anzeigen und nicht mehr. Egal wie groß die Beschleunigung auch ist.

Richtig und nach Newton mal mit Werten gerechnet:

Im Bild ist die Beschleunigungskraft (F1) auf die Person (M2) gleichgroß der Gewichtskraft also -9,81N =>
nach F1 = -F2 eine Gegenkraft F2 (reactio) = 9,81N. Für die Kraft auf die Waage gilt dann eben:

F = F2 + F3 = 9,81N + 9,81N = 19,62N

Passt alles zu dem was HEIN schon immer gesagt haben. Es gibt keinen Widerspruch.
Angélique
 
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Mo 13. Feb 2012, 14:20

Hannes hat geschrieben:Hallo Ernst !
Ich möchte lieber mit unserem Beispiel der Kanone fortfahren.
Die Feuerkraft der Kanone wird erhöht. Die Kugel schlägt nun erst an der Westküste Amerikas ein.
Immer noch wirkt auf die Kugel nur die Gewichtskraft.

Soweit ok?

Nein .
Ich habe doch erklärt, dass die Gravitationsverzögerung NUR bei radialer, das heißt,
senkrechter Bewegung gilt.Du versuchst auf tangentiale Bewegung abzulenken.
Hier beginnt bereits die Kraft der Winkelgeschwindigkeit zu wirken, obwohl die Gravitation noch stärker ist.
fw= m*r*w^2 .
Hannes

Naja Hannes, dann machen wir Schluß. Ganz offensichtlich hat Dich jemand beeinflußt. Diese Deine Aussage ist konträr zu allen Deinen früheren:

Hannes hat geschrieben:Ja, bei horizontalem Schuß kommt der Ball selbst bei verschiedenen Abschußgeschwindigkeiten immer zur gleichen Zeit zur Erde. Er wird wohl weiter fliegen aber die Fallzeit ist gleich.Also wirkt im Moment NUR die Gravitation.
Durch den horizontalen Abschuss auch gar nicht anders möglich.


Hannes hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:Erstmal soweit. Etwas andere Bedingungen. Aber das Prinzip der Ballkanone ist noch vorhanden.

Warum denn nicht ?


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