Nun wir werden zwar auch nach noch so vielen Iterationen nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber was solls.
Harald Maurer hat geschrieben:Natürlich. In jedem Bezugssystem wirken nur dieTrägheit und die Zentripetalkraft!
Du hast nur wieder vergessen das Trägheit keine physikalische Dimension ist. Die phsikalische Wirkung dieser Trägheit hat die Dimension Kraft und die Einheit N. So wie halt z.B. Gravitation auch eine Kraft bewirkt.
Harald Maurer hat geschrieben:Ob etwas nach außen wirkt oder nach innen, hängt eben vom Standpunkt des Beobachters ab. Der mitrotierende Beobachter konstatiert eine Wirkung nach außen - weil er sich innen befindet. Der Außenbeobachter konstatiert eine Wirkung nach innen, weil er sich außen befindet.
Soweit wäre dagegen nichts einzuwenden.
Harald Maurer hat geschrieben:Der Außenbeobachter erkennt für die Wirkung nach innen eine Zentripetalkraft.
Sicher, aber nachdem einer Ablenkung von der Geraden bekanntermaßen die Massenträgheit entgegenwirkt, wirkt diese Kraft der Ablenkung nach innen entgegen. Diese Kraft heißt Zentrifugalkraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Der Innenbeobachter schreibt die Wirkung nach außen einer Zentrifugalkraft zu.
Diese Wirkung nach außen ist die Zentrifugalkraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Ob man nun sagt, die Zentripetalkraft zieht nach innen, oder eine Zentrifugalkraft zieht nach außen, hängt eben vom Bezugssystem ab.
Na, in beiden Systemem wirkt die Zentripetalkraft, und in beiden Systemen wirkt dem die Zentrifugalkraft entgegen.
Harald Maurer hat geschrieben:Da liegen nicht 2 Kräfte vor, sondern eine Kraft wird je nach Beobachter-Standpunkt unterschiedlich interpretiert.
Aha, jetzt willst du zum Ausgleich also auch noch für den Innenbeobachter die Zentripetalkraft abschaffen.
Ist dir eigentlich bewußt dass du für jedes Bauteil für das du z.B. die Spannungen berechnest beide Kräfte brauchst:
http://www.markweger.at/hms2_067.pdfund z.B. für die Fahrdynamik eines Fahrzeugs selbstverständlich auch:
http://www.markweger.at/s_133.pdfHarald Maurer hat geschrieben:Trägheit bzw. Zentrifugalkraft (=Trägheitskraft!) und Zentripetalkraft beziehen sich auf einen Körper: die Gondel. Und daher hat das mit Newton III eben nichts zu tun.
Nein stimmt auch nicht. Die Zentripetalkraft ist die Wirkung der Kette auf die Gondel, die Massenträgheitskraft, also die Zentrifugalkraft, ist die Wirkung der Gondel auf die Kette. Das entspricht selbstverständlich exakt Newtonscher Aktion und Reaktion.
Harald Maurer hat geschrieben:Die vom Beobachter im rotierenden BS wahrgenommene Wirkung ist ja nichts anderes als die Trägheitskraft, die er Zentrifugalkraft nennt.
Kein Einwand.
Harald Maurer hat geschrieben:Kräfte werden aber von Körpern auf Körper ausgeübt.
Keineswegs generell. Die Gravitation greift auch (in Summe) am Schwerpunkt an.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Trägheit als Eigenschaft der Masse ist daher keine Kraft, weil die Gondel auf sich selbst keine Kraft ausüben kann.
Stimmt überhaupt nicht, auch Gravitation, (elektro)magnetische Kräfte greifen in gleicher Weise an wir die Massenträgheitskraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Zentrifugalkraft entsteht aber durch die Trägheit der Gondel und wirkt auf die Gondel - und da ist kein Körper, welcher diese Kraft auf die Gondel ausüben würde, und deshalb ist sie als Scheinkraft definiert, wie alle Trägheitskräfte.
Die Zentrifugalkraft ist eine real wirkende Kraft, ob da irgend ein "Experte" auf die Idee gekommen ist sie als "Scheinkraft" zu bezeichnen weil Ihn das besser in den Kram paßt krazt mich überhaupt nicht.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Zentripetalkraft ist hingegen als wahre, angelegte Kraft erkennbar,
Die Zentripetalkraft ist die Wirkung der Kette von außen auf die Gondel, Die Zentrifugalkraft ist die Wirkung von außen (der Gondel) auf die Kette. Beides sind gleich reale Kräfte.
Harald Maurer hat geschrieben:denn hier gibt es den Körper, welcher diese Kraft (Zwangskraft) ausübt:
Jede Kraft ist eine "Zwangskraft", das ist die Eigenschaft einer Kraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Das ist eben der Unterschied, der hier nicht verstanden wird.
Den Unterschied gibts auch nicht.
Harald Maurer hat geschrieben:Die wahre, ausgeübte oder angelegte Kraft ist die Zentripetalkraft,
Jede Kraft ist eine "wahre" Kraft oder es existiert eben keine Kraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Sie kann sich aus unterschiedlichen Kräften (z.B. Gewichtskraft plus Schnurkraft) zusammensetzen.
Eine Kraft kann durch Gravitation bewirkt werden oder durch Massenträgheit, eine "Schnurkraft" dagegen ist nur die Übertragung einer solchen Kraft. Das sind zwei grundverschiedene Dinge.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Masse kann an sich selbst nicht mit einer "Massenträgheitskraft" angreifen! Sie hat einfach eine Trägheit, weiter nichts.
Eine Trägheit ist keine physikalische Dimension, sie ist nur eine allgemeine Beschreibung wie z.B. Gravitation. Und selbstverständlich bewirkt Trägheit genau so wie Gravitation eine Kraft.
Harald Maurer hat geschrieben:Und da hier keine Kraft auf die eigene Masse angreift, hat das mit Newton III nichts zu tun!
Doch die Trägheitkraft greift (in Summe) genau so am Schwerpunkt an wie die Gravitiation. Das ist für die Trägheitskraft so eine Tatsache wie für die Gravitation auch.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Reaktionskräfte nach Newton III, die hier wirken, sind zwei Zentripetalkräfte,
Das ist endgültig deine Erfindung, das steht sonst nirgendwo.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Reaktionskraft auf die Gewichtskraft ist eine Anziehungskraft der Masse auf die Erde.
Massen ziehen sich gegenseitig an dagegen ist nicht einzuwenden.
Harald Maurer hat geschrieben:Die Trägheitskraft "Zentrifugalkraft" ist nur eine Interpretation oder eine Rechengröße, wenn man im rotierenden BS den Trägheitssatz Newtons bewahren will.
Den Trägheitssatz braucht man nicht zu bewahren der hat so oder so physikalische Gültigkeit.
Das rotierende System ist ein rotierendes System und kein ruhendes. Rotoation ist absolut, gleichgültig wem das nicht in den Kram paßt. Ein rotierendes System als ruhend anzusehen ist höflich ausgedrückt sinnfrei.
Harald Maurer hat geschrieben:Die wahren Kräfte sind die gleichen, das Verhalten wird aber abhängig vom Bezugssystem unterschiedlich beurteilt.
Wie gesagt "wahre" Kräfte sind einfach Kräfte andere gibt es nicht. Es gibt keinen Grund sie als Beobachter aus verschiedenen Systemen unterschiedlich zu beurteilen.
Harald Maurer hat geschrieben:Der Außenbeobachter schaut in das rotierende BS hinein, der mitrotierende Beobachter schaut hinaus!
Sicher, aber beide wissen dass es sich um ein rotierendes System handelt. Sollten sie auch noch die Newtonschen Gesetze kennen dann wissen sie auch welche Kräfte in einem solchen System auftreten.
Harald Maurer hat geschrieben:Sie sehen daher nicht dasselbe: für den Außenbeobachter rotiert das Karussell, für den mitrotierenden Beobachter rotiert der Jahrmarkt!
Was man zu sehen vermeint sagt nicht viel. Ich hoffe du denkst nicht auch das die Flugzeuge am Himmel tatsächlich so klein sind wie du sie am Himmel ihre Bahnen ziehen siehst.