Scheinkräfte

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 26. Jan 2012, 22:29

Hannes hat geschrieben: Ohne Krafteinwirkung kann die Gondel nicht nach außen in eine Schräglage gezogen werden. Welche Kraft ist es dann nach deiner Ansicht, die die Schräglage der Seile bewirkt ? Oder beförderst du jede Gondel mit der Hand in die Schräglage ?

Mensch Hannes, Du Murmeltier. Ich habe es Dir anschaulich beschrieben. Da mußt Du Dich beim lesen schon etwas konzentrieren , um nicht immer die gleiche Frage zu stellen :!:

Läuft das Karussell zunächst ganz langsam an, so wirkt ja auf die Gondel anfangs keine Kraft nach innen, denn die Seile hängen ja noch senkrecht. Daher wird die Gondel ganz am Anfang eine kurze Tangentialbewegung machen, wobei sie ein ganz klein wenig weiter auf einen größeren Radius gelangt. Nun wird die Seilausrichtung schon ein wenig schräg und die Gondel wird ein wenig nach innen gezogen. Das bewirkt zwar eine leichte Kurve der Gondel nach innen; die Bewegungskurve ist aber schwächer gekrümmt, wie der stabile Kreis. Die Gondel gelangt deshalb auf einen noch größeren Radius, die Seilkraft wird größer; die Krümmung wird stärker und so fort, bis die Seilkraft so groß wird, daß die Krümmung der Kurve einen stabilen Kreis ergibt.
Die Gondel beschreibt so eine Spiralbewegung aus der Position des Stillstandes in den endgültigen stabilen Kreis.

Stell Dir vor, die Gondel wäre nach dem ersten Anstoß in tangentialer Richtung vom Seil entkoppelt. Sie würde sich tangential davonbewegen und stetig auf einem größeren Radius landen. Ganz ohne Kraftwirkung. Die Kraftwirkung des Seils verhindert das gänzliche Entfleuchen der Gondel nach außen und bremst das Entfernen der Gondel auf den stabilen Kreis, auf dem sie von der Zentripetalkraft gehalten wird.

Welche Kraft ist das , die die Größe m*ω²*r erreicht ?

Hannes, auch das ist hundertmal beschrieben und gezeichnet. Die Zenrtipetalkraft m*ω²*r wird gebildet aus der vektoriellen Addition der Schwerkraft und der Seilkraft.
.
Ernst
Zuletzt geändert von Ernst am Do 26. Jan 2012, 22:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Ernst » Do 26. Jan 2012, 22:31

Chief hat geschrieben:
Ernst hat geschrieben:...
Verfälschungs-Mätzchen anstelle fehlender Argumente.
.
.


Traurig - Dein Benehmen hat inzwischen kriminelle Züge angenommen! :?

Auch hier verwechselst Du wieder was:

Kriminell ist die Begehung einer Fälschung.
Nicht kriminell ist die Aufdeckung einer Fälschung.
.
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Jürgen » Do 26. Jan 2012, 23:02

Hannes hat geschrieben:Hallo Jürgen !
Du solltest sagen Hannes, solange eine Kraft von ausserhalb auf diesen Körper ausgeübt wird...ist "dir" das nicht klar?

Ist mein Deutsch so schlecht oder die Vorstellungskraft so gering, dass du mit mir nicht mitdenken kannst ? Ich bemühe mich, möglichst eindeutig zu formulieren, manchmal ist das vielleicht noch immer zu wenig.
Selbstverständlich habe ich eine Kraft gemeint, die von außen auf ein massebehaftetes Objekt angreift, egal ob Zug- oder Druckkraft. Das massebehaftete Objekt wird dagegen einen Widerstand entwickeln, der meistens kleiner als die angreifende Kraft ausfallen kann. Ist aber nicht unbedingt nötig. Wenn ich eine kleine Stahlkugel auf eine wesentlich größere auflaufen lasse, wird die große Kugel die kleine zurückkatapultieren und sich selbst kaum bewegen.
In einem dynamischen Vorgang sind die Kräfte meistens verschieden, sonst würde sich nichts bewegen.Wenn ein massives Objekt einmal in Bewegung ist, kann es natürlich auch Trägheitskraft auf ein unbewegtes Objekt ausüben. Die Passivität ist nicht Voraussetzung.
Mit Gruß
Hannes


Hannes, das klingt jetzt wieder ganz vernünftig. Aber dein Statement in Richtung Harald klang noch ganz anders.
Da hattest du noch von einer innewohnenden Kraft gesprochen. Mir scheint manchesmal, dass du etwas verwirrt bist.
Nicht böse gemeint, aber lies mal deine Texte nochmals genau durch...und laß dich nicht so von Chief oder Lothar blenden.

Gruß,
Jürgen
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon contravariant » Fr 27. Jan 2012, 00:16

Richtig. Verstehndes Lesen vorrausgestzt, kann man leicht erkennen, dass die Gegenkraft an einem anderen Körper angreift als die Kraft. Die Trägheitskraft hingegen greift an demselben Körper an, wie die Kraft. Das solltest du vielleicht mal Lothar näher bringen.
contravariant
 
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Fr 27. Jan 2012, 01:32

Highway hat geschrieben:Was die meisten auch nicht begreifen ist die Zuordnung der Kräfte. Die quatschen, insbesondere die AC-Fuzzies, immer munter vor sich hin, dass die Zentripetalkraft an dem auf der Kreisbahn zu führenden Körper angreift, es aber keine an den Körper angreifende Zentrifugalkraft gibt.

Gibt es auch nicht. Da haben die AC-Fuzzies völlig recht!
Highway hat geschrieben:Stimmt! Die gibt es in der Tat nicht. Die Zentrifugalkraft greift nicht am Körper an, die greift am Karussell an wie die Zentripetalkraft ja auch nicht am Karussell angreift, sondern an den Gondeln.

Na, wenn die Zentrifugalkraft am Karussell angreift, wie bringt sie die radial nach außen gerichtete Wirkung zustande???

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Hannes » Fr 27. Jan 2012, 08:44

Mensch, Ernst, du Obermurmeltier !
Stell Dir vor, die Gondel wäre nach dem ersten Anstoß in tangentialer Richtung vom Seil entkoppelt. Sie würde sich tangential davonbewegen und stetig auf einem größeren Radius landen. Ganz ohne Kraftwirkung. Die Kraftwirkung des Seils verhindert das gänzliche Entfleuchen der Gondel nach außen und bremst das Entfernen der Gondel auf den stabilen Kreis, auf dem sie von der Zentripetalkraft gehalten wird.

Genau das ist das Märchen, das ich glauben soll.Warum würde sich die Gondel tangential wegbewegen ?
Welche Kraft ist da am Werk ? Wie heißt diese Kraft, die die Größe m*ω²*r erreicht ?
Doch nicht wegen der Zentripetalkraft.Das Seil kann die Gondel nur nach INNEN ziehen und keinen Millimeter nach außen.


Welche Kraft ist das , die die Größe m*ω²*r erreicht ?

Hannes, auch das ist hundertmal beschrieben und gezeichnet. Die Zenrtipetalkraft m*ω²*r wird gebildet aus der vektoriellen Addition der Schwerkraft und der Seilkraft.

Eine vektorielle Addition von Schwerkradft und Seilkraft kann nur nach INNEN ziehen. Auch wenn du den falschen Ansatz noch 100 mal wiederholst, wird er nicht richtiger.
Du sollst der Kraft, die nach außen zieht, einen Namen geben.

Hannes
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Fr 27. Jan 2012, 09:11

Highway hat geschrieben:1.) Die Zentrifugalkraft wirkt auf das Karussell und wird verursacht durch die Gondeln.
2.) Die Zentripetalkraft wirkt auf die Gondeln und wird verursacht durch das Karussell.

3.) Zentrifugal- und Zentripetalkraft sind vom gleichen Betrage und wirken entgegengesetzt. (NEWTON III !!!)


Also, wenn die Zentripetakraft vom Karussell verursacht wird und auf die Gondel wirkt, weil dadurch eine Anziehung entsteht, ist das nachvollziehbar.
Wenn die Zentrifugalkraft von der Gondel verursacht wird und auf das Karussell wirkt, dann wirkt sie nach innen - also in die Gegenrichtung, eben auf das Karussell. Wieso ist aber dann die Wirkung an der Gondel spürbar und sichtbar, wenn die Kette reißt?
Die Zentripetalkraft ist eine anziehende Kraft. Die Zentrifugalkaft soll eine abstoßende Kraft sein? Was stößt die Gondel ab? Die Kette? Geht ja nicht, weil die Gondel auf die Kette wirkt und die Kette auch keine Gummi-Steinschleuder ist!

Zwischen zwei Massen herrscht z.B. eine gegenseitige Anziehungskraft - eben die Wechselwirkung nach Newton III, und Du konstruierst nun sinngemäß eine Kombination aus Anziehung (Zentripetalkraft) und dagegen gerichteter Abstoßung (Zentrifugalkraft)! Fällt Dir da nichts auf? Der Mond müsste demnach sich gar nicht um die Erde bewegen, um nicht auf diese zu fallen, weil die Anziehungskraft mit einer gleich großen Abstoßungskraft nach "Newton III" beantwortet wäre? Man könnte ihn in den Himmel hängen und da würde er bleiben!

Dass Du Newton III nicht auf die Reihe bekommst, wundert mich schon etwas. Weils wirklich einfach ist: die Gegenkraft ist immer eine gleichartige, gleich große Kraft in die Gegenrichtung. Was heißt das? Ist F1 eine Anziehung, dann ist auch F2 eine Anziehung, die zurückwirkt (Gravitation); ist F1 eine Abstoßung, dann ist auch F2 eine Abstoßung in die Gegenrichtung (Rückstoßprinzip) etc. Und Du setzt nun einer Anziehung eine Abstoßung entgegen und meinst, das wäre Newton III ?

Eine Rakete fliegt deshalb weg, weil sie eine Masse abstößt und dadurch selbst abgestoßen wird. Würde man gegen die Abstoßung eine Anziehung setzen, käme sie nicht vom Fleck. Abstoßung wird also beantwortet mit Abstoßung, Anziehung mit Anziehung. Du lässt das Karussell an der Gondel ziehen, dann ist die einzige richtige Kraft nach Newton III, dass nun die Gondel am Karussell zieht. Eine abstoßende Kraft auf die Gondel nach außen kann dadurch aber nicht entstehen!

Demnach ist Zentrifugal-und Zentripetalkraft kein Kräftepaar nach Newton III, weil Anziehung und Abstoßung gleichzeitig kein Kräftepaar nach Newton III sein können, und Erde und Mond einander nicht anziehen und Raketen nicht fliegen würden...

Highway hat geschrieben:Du scheinst es auch noch nicht geschnallt zu haben?


Das glaube ich eher nicht. Sondern denke, Du bist da an der Reihe ;)

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Fr 27. Jan 2012, 09:18

Hannes hat geschrieben:Du sollst der Kraft, die nach außen zieht, einen Namen geben.

Ich weiß es! Rund um's Karussell sind viele starke Magneten angebracht, welche die Gondeln nach außen ziehen. Es handelt sich daher wohl um Magnetismus! :lol:

Grüße
Harald Maurer
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Fr 27. Jan 2012, 09:57

Chief hat geschrieben:Er hat auch nichts anderes gesagt. Die Gondel zieht am Karussell was denn sonst.


Er schrieb:
3.) Zentrifugal- und Zentripetalkraft sind vom gleichen Betrage und wirken entgegengesetzt. (NEWTON III !!!)

Die Zentrifugalkraft ist aber keine Kraft, die von der Gondel ausgeübt wird und am Karussell zieht.

Grüße
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Re: Scheinkräfte

Beitragvon Harald Maurer » Fr 27. Jan 2012, 12:01

Chief hat geschrieben:Ja aber unter 1) steht: "Die Zentrifugalkraft wirkt auf das Karussell und wird verursacht durch die Gondeln".

Ja eben! Dann ist die Bezeichnung Zentrifugalkraft falsch. Denn der bedeutet sinngemäß "Fliehkraft" (fugere -lateinisch für "fliehen"). Und fliehen möchten ja die Gondeln! Nach außen! Wie können sie das, wenn sie auf das Karussell wirken? Sollte es da nicht eine Kraft geben, welche auf sie wirkt - damit sie "fliehen" können, wenn man sie lässt?

Grüße
Harald Maurer

Die hier an div. Teilnehmer gerichteten Überzeugungsversuche hinsichtlich eines richtigen Verständnisses Newtonscher Gesetze ist zwar eine didaktisch interessante und unterhaltsame Aufgabe - aber ich fürchte, es macht wenig Sinn, mit Menschen zu diskutieren, die nicht einmal Rechts und Links voneinander unterscheiden können. :x
Harald Maurer
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