Bell hat geschrieben:Ernst hat geschrieben:Mein Original lautet:
Die Kraft der "Massenträgheit" gegen eine Beschleunigung ist kleiner als die angreifende Kraft.
Der Satz scheint mir trotzdem falsch zu sein.
Die Kraft der "Massenträgheit" ist eine Scheinkraft und wird von daher nicht berücksichtigt, weil sie als Kraft gar nicht existiert.
Wäre es anders, müßt man ja
Die Kraft der "Massenträgheit" von der angreifenden Kraft abziehen. Die Beschleunigung wäre dann ja niedriger, als wenn man nur mit der angreifenden Kraft rechnet.
Das ist doch alles das alte
actio = reactio (III. Newton) - oder auch Kraft=Gegenkraft - und hier speziell:
Beschleunigungskraft=Trägheitskraft. Der einzige Unterschied zwischen diesen Kräften wäre die Kausalität, d.h. die Beschleunigungskraft wäre die Ursache und die Trägheitskraft die Wirkung - somit muß erst von außen eine Beschleunigungskraft existieren, damit aus dem beschleunigten Körper eine Trägheitskraft reagieren kann.
Die Begrifflichkeit der Scheinkraft - die dann plötzlich nichtmal mehr existieren soll, wirkt unnütz - und insbesondere auf der Ebene, auf der die Angelegenheit besprochen wird, unpassend. Denn eine solche Trägheitskraft ist durchaus wahrnehmbar, wenn man eine Karre schiebt, die einmal leer und einmal schwer beladen ist - solche Trägheitskraft wirkt genauso als ob eine Druckfeder oder eine andere Person gegenan schiebt.
Wollte man detailliertere Aussagen zum Thema Kraft und Trägheitskraft machen, dann sollte man auf die molekulare Ebene zurück gehen.