was mich am meistens ärgert ist die Wendehalsigkeit eines Diskussionspartner.
„Wir sollten bei Ernsts Kugelbeispiel bleiben. Die Eiskunstläuferin war nur eine Veranschaulichung der über das Drehmoment einwirkenden Kräfte und der Drehimpulserhaltung. Die mit v relativ zum Scheibenboden bewegte Kugel soll eine vernachlässigbare Masse zur rotierenden Scheibe haben.“
Aha, hast Du den Braten gerochen? Nein, wir bleiben dabei und die Frage besteht nach wie vor: Was ist mit der Impulserhaltung? Wird Ernst (unsere Supermechaniker) sein PM erster Art patentieren lassen?
„Ordnen wir den Nut (die Rille) entlang des Scheibendurchmessers durch den Rotationsmittelpunkt hindurch an, so wirkt auf die Kugel im Scheibenzentrum dennoch die Corioliskraft:“
Mir soll´s recht sein: da v = dr/dt bei Corioliseffekt ist, weiß Du auch was herauskommt. Und, dass bei Coriolis nur v = dr/dt in Frage kommt, habe ich Dir einige Links unten gestellt. Und dass im Zentrum KEIN IMPULSAUSTAUSCH stattfindet, ist Elementarphysik. Und wer das nicht kapiert, soll weiter an seine PM-Maschine weiter basteln.
„Nein. Die Geschwindigkeit v in der Bestimmungsgleichung bezieht sich auf das Rotationssystem mit den kartesischen Raumkomponenten [x, y, z]. Ob sich die Kugel darauf radial oder tangential bewegt hat keinen Einfluss auf den Betrag der Corioliskraft.“
Falsch! Wenn so wäre, bekommt man recht komische Ergebnisse. Und wenn Du mir nicht glaubst, darfst Du die Rosette beim Pendel über Drehscheibe erklären. Du kannst Dir den A zerreißen, der Pendel wird immer die Mitte der Drehscheibe durchlaufen. Wo ist dann Deine Coriolis in Zentrum der Drehscheibe?
Nochmals, Coriolis wird mit Impulserhaltung erklärt, Coriolis entsteht bei RADIALER (auch RADIALRANTEIL) Bewegung eines Körpers auf, in Bezug zu, einem rotierenden Bezugssystem, erklärt wird mit der Übergang in einer höheren oder niedrigeren Bahngeschwindigkeit – da der bewegte Körper sein Impuls behalten will (Trägheit) übt er eine (scheinbare) Kraft entgegen der Rotations-, Führungs-, Beschleunigungskraft, die ihn in diese andere Bahngeschwindigkeit zwingt.
Bei 100% der Publikationen wird eine Bewegung des Körpers in radialer Richtung beschrieben und in 80% der Publikationen wird bedenkenlos nur v geschrieben, ohne die Ursache, Ableitung der Coriolis zu berücksichtigen. Der Winkel von v zu w-Achse, aufgrund Beschreibungen der Erde (Wind) ist schon angegeben. Eine Abweichung der v von r-Richtung ist kaum zu finden, wird aber in vielen gründlichen Arbeiten durchaus angegeben – die Formel gilt für radiale Bewegungen, oder v in der Formel ist = dr/dt – und das ist eine deutliche Sprache.
Manche Autoren, die die Bedeutung von v, besonders aus der Impulserhaltung-Ableitung verkannt haben, erfinden auch eine Coriolis bei tangentialer Bewegung. Das ist schlicht und ergreifend falsch, da bei einer tangentialer Bewegung ändert sich der Betrag von w und somit allein Fz. Wird man solche Behauptungen verfolgen und auslegen, ergibt sich ein Körper, der für den Außen- und Innenbeobachter eine Kreisbewegung durchführt und wo die Kraft, die ihn in dieser Kreisbewegung zwingt, Zentripetalkraft heißt - dafür brauchen wir nicht noch "eine Art Coriolis" . Wird v = -vB dann steht der Körper, es wirk keinerlei Kraft (Motorrad auf Karussell). Wo ist die angebliche tangentiale Coriolis geblieben? Unserer Supermechaniker postuliert in dem Fall ein Komplex von Kräften, die angeblich in Gleichgewicht stünden – dass ich nicht lache, und die Superphysiker hier merken das nicht mal.
So, da habt Ihr genügend Links, um mit Eurer Feen- und Elfen-Physik vergleichen zu können. Oder meint Ihr, die aufgeführten Autoren hätten keine Ahnung davon?
Prof.Dr. H.P. Braun Hochschule München:
„Ein sich gleichförmig bewegender Beobachter auf einem mit w=konst. rotierenden Bezugssystem unterliegt der Corioliskraft Fc = 2mv x w. Ursache: bei der Kreisbewegung mit konstanter Winkelgeschwindigkeit w ist die Bahngeschwindigkeit vB proportional zum Radius r. Bewegt sich ein Körper mit konstanter RADIALER Geschwindigkeit v auf einer drehenden Scheibe aus einem Gebiet mit niedriger Bahngeschwindigkeit in ein Gebiet mit höher Bahngeschwindigkeit, dann fehlt ihm die tangentiale Bahngeschwindigkeit dvB = w*dr. ....
Ein mit konstanter Geschwindigkeit bewegter Punkt erscheint, vom Beobachter in einem rotierenden System betrachtet, senkrecht zur radialen Bewegungsrichtung beschleunigt, denn die Länge der Kreisbogen wächst mit der zweiten Potenz der Zeit
http://www.uni-tuebingen.de/uni/pki/skr ... skraft.ppt
Die Geschwindigkeit v in S ergibt sich wie gewohnt durch Bildung der Zeitableitung dr/dt.
https://elearning.mat.univie.ac.at/phys ... ioliskraft
Fc=2mvw
In dieser Gleichung ist v die radiale Geschwindigkeitskomponente ..... Die Corioliskraft ... radial nach außen ... sie wirkt in tangentialer Richtung.
http://books.google.de/books?id=lH6182v ... t#PPA26,M1
Wenn sich der Punkt in radialer Richtung bewegt,
dann erscheint außerdem noch die Corioliskraft.
http://www.uni-tuebingen.de/uni/pki/skr ... 6Kreis.pdf
Die Coriolis-Kraft ist eine Kraft die in rotierenden Systemen auftritt, wenn eine Bewegung
auf die Drehachse zu / rsp. von ihr weg stattfindet. Bei konstanter Winkelgeschwindigkeit
(Umdrehungen/s) und sich änderndem Radius der Rotation muss sich die Geschwindigkeit
(m/s) und damit der Impuls anpassen.
v : radiale Geschwindigkeit des Körpers
http://theory.gsi.de/~vanhees/faq-pdf/coriolis.pdf
a1 = w*dr/dt + v*df/dt = 2wv a1 ruft die Coriolis-Kraft
Seite 76: Corioliskraft – Drehimpuls
DL/dt = m*w*(d/dt)*r² = m*w*2*r*(dr/dt),
http://books.google.de/books?id=ykSDJPo ... t#PPA73,M1
v= radiale Bewegung
aC=2w*dr/dt
Pendel auf Drehscheibe – Bild
http://www.physik.uni-kl.de/fileadmin/b ... _04_08.pdf
vR radial nach außen; Fc = - 2mvRw
http://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Hend ... epunkt.pdf
vR = dr/dt Fc = -2mvRw
http://www.stud.fh-hannover.de/~schrewe ... sld355.htm
Fc = 2mw x dr/dt
http://www.tu-chemnitz.de/physik/AFKO/p ... Sci_53.doc
Coriolis – Original – Wer französisch kann, ist hier in Vorteil (ich kann´s nicht).
http://www.aos.princeton.edu/WWWPUBLIC/ ... s-1835.pdf
Wünsche Euch allen viel Spaß mit der Elfen- und Feen-Physik
Ljudmil
