Hallo Solkar,
„Also gibt es im ortsfesten System des Jahrmaktes keine Kraftkomponente, die nach aussen gerichtet ist und die Addition der Kraftvektoren kann somit höchstens eine nach innen gerichtete Zentripetalkraft liefern“
Wenn so wäre, müsste die Gondel sich unweigerlich in Richtung Achse bewegen. Stattdessen bleibt sie jedoch auf einem konstanten Abstand von der Achse! Warum!!!
„Im Gegenteil - contravariant, Ernst, Harald Maurer, Trigemnia u.a. haben hier nach meiner Wahrnehmung im Wesentlichen lediglich nur das angewandt, was sich in Standardlehrbüchern ...“
Eben, das ist das Problem, dass sie Scheuklappen aufgezogen haben, nicht weiter denken und Widersprüche in den Lehrbüchern übersehen. Das gilt auch für Dich.
Problemstellung:
Scheinkraft – Beschleunigter Beobachter sieht, dass FREIE Körper sich entfernen oder nähern. Da er dämlich ist und sich in RUHE empfindet, meint er, eine Kraft wirkt auf diesen FREIEN Körper.
Der außenstehende Beobachter meint, kein Körper wird durch irgendeine Kraft beschleunigt, die Körper verbleiben in Inertialbewegung.
Diese empfundene, erdachte vom beschl. Beobachter, nicht existente Kraft wird in den Lehrbüchern richtigerweise als Scheinkraft bezeichnet und aber auch als „Trägheitskraft“ betitelt.
Wird ein Körper aber fest mit dem rotierenden System verbunden, sieht die Sache gaaaanz anders. Auf diesem Körper wirkt eine reale Kraft, die den Körper in Rotation zwingt, diese Kraft nennt man Zentripetalkraft. Genauso ist der Fall in allen beschleunigten Systemen. Ein Körper hat Masse, somit Trägheit und wie wir wissen, strebt der Körper seine ursprüngliche Bewegungsrichtung beizubehalten. Diese Strebung, Trägheit genannt, wirkt mit einer Gegenkraft zu der „äußeren“ Kraft. Diese reale Gegenkraft, die nur paar Seiten weiter in den Lehrbücher als sehr nützlich beschrieben wird und damit bestimmte Tatsachen erklärt werden, z.B. Satellitenbahnen, wird Flieh- oder Zentrifugalkraft aber unglücklicherweise auch „Trägheitskraft“ benannt. Und hier scheiden sich die Geister.
Die Nachplapperer meinen, beide Kräfte seien das Gleiche und somit nur Scheinkräfte.
Wir sind der Meinung, nein, beide haben miteinander nichts zu tun – erste ist Scheinkraft, zweite ist Realkraft, die exakt Newton entspricht.
Frage: Wie kann eine einzigwirkende Zentripetalkraft einen Körper aus seiner Bahn ablenken, ohne dass der Körper sich mit einer Kraft dagegen wehrt? Etwas von Newton gehört?
Einen Guten Rutsch!