Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » So 25. Dez 2011, 22:22

Gerhard Kemme hat geschrieben::mrgreen: Frohe Weihnachten!


Ebenfalls.
Nun weiss ich warum es bei einer Gesprächsrunde um den mondabgewandten Flutberg (Ebbe/Flut) absolut keine Fliehkraft geben durfte.
Es wurde sich mit Händen und Füssen dagegen gewehrt.
Damals konnte ich es nicht verstehen/begreifen, jetzt schon.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Lothar Pernes » Mo 26. Dez 2011, 08:20

Gerhard Kemme hat geschrieben::mrgreen: Frohe Weihnachten!

Kurt hat geschrieben::mrgreen: Frohe Weihnachten!

Pardon, Kemme und Kurt.
Ihr gehört natürlich auch zu den echten Einsteinkritikern, die hier bei den Trägheitskräften nicht auf die Hütchenspielertricks der relativistischen Sockenpuppe hier im Forum hereingefallen sind und dies durch entspechende Beiträge gezeigt haben. Das ist Bewährung genug.
Ich habe deshalb den Nachsatz in meinem Beitrag korrigiert und Euch auch auf die Liste gesetzt. Noch jemand, den ich übersehen habe ;) ?

Mit freundlichen Grüßen
L.Pernes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Mo 26. Dez 2011, 10:01

Hallo Lothar Pernes !
Pardon, Kemme und Kurt.
Ihr gehört natürlich auch zu den echten Einsteinkritikern, die hier bei den Trägheitskräften nicht auf die Hütchenspielertricks der relativistischen Sockenpuppe hier im Forum hereingefallen sind und dies durch entspechende Beiträge gezeigt haben. Das ist Bewährung genug.
Ich habe deshalb den Nachsatz in meinem Beitrag korrigiert und Euch auch auf die Liste gesetzt. Noch jemand, den ich übersehen habe ?

Mit freundlichen Grüßen
L.Pernes

Das Beispiel des rotierenden Karussels ist so trivial, dass einem der Fehler des "Lehrbuches" gar nicht so schnell auffällt. Chief als Schnelldenker hat das sofort geschafft.
Die Trägheitskraft ist in meinen Augen nämlich keine Scheinkraft, sondern eine latente Kraft, die so lange verborgen bleibt, bis eine andere Kraft an dem Objekt wirksam wird und sofort verschwindet, wenn die verändernde Kraft wieder zu wirken aufhört.
Deine Darstellung ist so aufschlussreich, dass dem nichts mehr hinzuzufügen ist.

Mit besten Wünschen zu den Feiertagen und viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr 2012

Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Mo 26. Dez 2011, 10:38

Hannes hat geschrieben:Das Beispiel des rotierenden Karussels ist so trivial, dass einem der Fehler des "Lehrbuches" gar nicht so schnell auffällt. Chief als Schnelldenker hat das sofort geschafft.


Und er hat mit seiner Animation, die um die ihn Bell gebeten hat, eine Basis erstellt auf der man -beweisen/zeigen- kann dass GPS c +- v bestätigt, ja sogar eineutig zeigt.
Denn wenn das nicht so wäre würde GPS nicht funktionieren.
Welche "Hütchenspiele" zum "Beweisen" der Lichtinvarianz noch angewendet werden wurde in den Gesprächen im Blog deutlich.
Diese können alle mit GPs als solche enttarnt weden, wurden als solche enttarnt.

Hannes hat geschrieben:Die Trägheitskraft ist in meinen Augen nämlich keine Scheinkraft, sondern eine latente Kraft, die so lange verborgen bleibt, bis eine andere Kraft an dem Objekt wirksam wird und sofort verschwindet, wenn die verändernde Kraft wieder zu wirken aufhört.


Man braucht sich nur die Ursache dieser Kraft anschauen.
Sie tritt nur dann in Erscheinung wenn eine Änderung im Bewegungsverhalten von Materie erzwungen wird.

Sobald die Änderung erfolgte ist die Kraft auch schon wieder weg.
Die Trägheit zeigt dass diese Änderung nur in Einzelschritten erfolgt.
Und das weist auf die Quantelung die dahintersteckt hin.
Quantelung der Änderung in Einzelschritten, also einer Menge an Dauern.


Gruss Kurt

http://www.relativ-kritisch.net/blog/kr ... kurt-bindl

Irgendwo ab November
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Mo 26. Dez 2011, 11:21

Hallo Kurt !

Es wäre eine Veröffentlichung deines Klarnamens und deines persönlichen Umfeldes gar nicht notwendig gewesen, um deine sympatische Persönlichkeit kennenzulernen.
Deine Diskussionsbeiträge sagen alles über deine Persönlichkeit .
Für spezielle Berufe aus dem wissenschaftlichen Bereich ist natürlich eine Anonymität notwendig, um nicht aus einer Position gemobbt zu werden.
Meinen Klarnamen kennt Karl Hilpolt ganz genau, er hat mich sogar über facebook zu seinen Freunden erklärt. Ansonsten ist es aber vorteilhaft, ein Synonym zu haben, damit unqualifizierte Angriffe und abwertende Beurteilungen abprallen .

Mit Gruß
Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Dez 2011, 12:20

Lotar Pernes hat geschrieben:Bis zur relativistischen „Überarbeitung“ galt nach Newton, daß Trägheitskräfte reale physikalische Kräfte sind, wie beispielsweise die Gravitationskraft auch, und daß auch die Trägheitskräfte dem bewährten und fundamentalen Newtonschen Prinzip von actio und reactio unterliegen.


Diese Ansicht wird allerdings von Newton selbst nicht bestätigt. Dazu muss man sich eben die rund 660 Seiten seiner "Principia" zu Gemüte führen, um zu wissen, dass Herr Pernes sich hier ganz gewaltig irrt. Zur Zentripedalkraft schreibt Newton in seiner "Principia" in den einleitenden Erklärungen:

Erklärung 4.
Eine angebrachte Kraft ist das gegen einen Körper
ausgeübte Bestreben, seinen Zustand zu ändern, ent-
weder den der Ruhe oder den der gleichförmigen
geradlinigen Bewegung.

Diese Kraft besteht nur in dem Bestreben und sie verbleibt, nach-
dem sie dieses ausgeübt hat, nicht im Körper. Dieser verharret nämlich
in jedem neuen Zustande nur vermöge der Kraft der Trägheit. Die bei-
gebrachte Kraft ist verschiedenen Ursprungs, wie z. B. durch Stoss,
Druck, Centripetalkraft.

Erklärung 5.
Die Centripetalkraft bewirkt, dass ein Körper gegen
irgend einen Punkt als Centrum gezogen oder ge-
stossen wird, oder auf irgend eine Weise dahin zu
gelangen strebt.

Hierher gehört die Schwere, vermöge welcher ein Körper sich
dem Mittelpunkte der Erde zu nähern sucht ; die magnetische Kraft,
durch welche das Eisen zum Pole des Magneten hingezogen wird und
jene Kraft, welche es auch immer sei, durch welche die Planeten be-
ständig von der gradlinigen Bewegung abgezogen und, in krummen Linien
sich zu bewegen, gezwungen werden. Ein in der Schleuder herumge-
drehter Stein hat das Bestreben, sich von der herumtreibenden Hand zu
entfernen; er spannt durch dieses Bestreben die Schleuder an, und zwar
desto stärker, je schneller er herumgedreht wird, und er fliegt davon,
sobald man ihn loslässt. Die jenem Bestreben entgegengesetzte Kraft,
durch welche die Schleuder den Stein beständig gegen die Hand zurück-
zieht und ihn im Kreise festhält, nenne ich die Centripetalkraft,
weil sie gegen die Hand, als den Mittelpunkt des Kreises gerichtet ist.
Dasselbe findet bei allen Körpern statt, welche im Kreise herumgetrieben
werden. Sie haben alle das Bestreben, sich vom Mittelpunkte ihrer Bahn
zU entfernen, und wenn nicht eine jenem Bestreben entgegengesetzte
Kraft da wäre, wodurch sie gebunden und in ihren Bahnen zurückgehalten
werden, welche Kraft ich Centripetalkraft nenne; so würden sie längs
einer geraden Linie mit gleichförmiger Bewegung fortgehen.
Ein Pro-
jectil würde, wenn es von der Schwerkraft befreit wäre, nicht zur Erde
abgelenkt werden, sondern gradlinig gegen den Himmel fortschreiten
und zwar mit gleichförmiger Bewegung, wenn nur der Widerstand der
Luft aufgehoben wäre. Durch die Schwere wird es vom gradlinigen
Laufe abgezogen und beständig gegen die Erde gelenkt, und zwar stärker
oder schwacher nach Verhältnis seines Gewichtes und der Geschwindigkeit
seiner Bewegung. Je kleiner sein Gewicht nach Verhältnis der Menge
der Materie, und je grösser die Geschwindigkeit ist, mit welcher es fort-
geworfen wird; desto weniger wird es vom gradlinigen Wege abweichen
und desto länger ihn fortsetzen. Wenn eine Bleikugel mit gegebener
Geschwindigkeit längs einer horizontalen Linie von der Spitze eines
Berges fortgeschossen wird und auf einer krummen Linie 2 Meilen weit
fortgeht, ehe sie auf die Erde trifft; so würde sie mit der doppelten Ge-
schwindigkeit etwa doppelt so weit, mit lO-facher etwa 10 mal so weit
fortgehen, wenn nur der Widerstand der Luft aufgehoben wäre. Durch
Vergrösserung der Geschwindigkeit könnte nach Belieben die Entfernung
in welche sie geworfen wird, vergrössert und die Krümmung der beschrie-
benen Linien vermindert werden ; dergestalt, dass sie endlich erst in einer
Entfernung von 10, oder 30 oder 90 Meilen niederfiele, oder auch um die
ganze Erde herumliefe, oder endlich gen Himmel fortginge und diese
abweichende Bewegung in's Unendliche fortsetzte. Eben so wie das
Projectil in eine Bahn gebracht werden und so die ganze Erde umlaufen
könnte, kann auch der Mond entweder durch die Schwerkraft, wenn er
nur schwer ist, oder durch eine andere ihn gegen die Erde drängende
Kraft stets vom geradlinigen Wege zur Erde hingezogen und in seine
Bahn gebogen werden. Ohne eine solche Kraft kann er nicht in der-
selben erhalten werden. Diese Kraft würde ferner, wenn sie angemessen
kleiner wäre, ihn nicht stark genug vom geradlinigen Wege ablenken,
hingegen, wenn sie zu gross wäre, ihn mehr als hinreichend zur Erde
ablenken und gegen diese hinfuhren. Es ist daher notwendig, dass sie
gerade von der richtigen Grösse sei. Aufgabe der Mathematik ist es,
die Kraft zu finden, durch welche ein Körper in einer gegebenen Bahn
und mit gegebener Geschwindigkeit erhalten werden könne, und umge-
kehrt, den krummlinigen Weg zu finden, auf welchen ein von einem ge-
gebenen Orte und mit gegebener Geschwindigkeit ausgegangener Körper
durch eine gegebene Kraft abgelenkt wird.
(Zitatende)

Wie man lesen kann, kommt eine "Zentrifugalkraft" bei Newton überhaupt nicht vor. Die Kreisbewegung entsteht durch das Bestreben des Körpers, seinen Zustand - nämlich die gleichförmige geradlinige Bewegung - beizubehalten und aus der Zentripedalkraft, die ihn an diesem Bestreben behindert. Von einer Zentrifugalkraft ist keine Rede. Das Wort "Fliehkraft" kommt im Übrigen in der ganzen Principia ein einziges Mal vor, in der Mehrzahl als "Fliehkräfte" im Kapitel, das seinen berühmten Eimerversuch beschreibt.
Auch Herr Pernes unterliegt der falschen Vorstellung, in einer Kreisbewegung müssten Zentripedalkraft und Zentrifugalkraft im Gleichgewicht sein, weil sie zueinander in einer actio-reactio-Beziehung stehen. Das ist ebenso falsch wie eben nicht im Sinne Newtons. Dass das nur falsch sein kann, erhellt sich sofort aus der Überlegung, dass das Gleichgewicht dieser beiden Kräfte bedeutet, dass der Körper kräftefrei wäre. Kräftefreie Körper bewegen sich aber gleichförmig linear und nicht auf Kreisbahnen, denn Körper, die sich kreisförmig bewegen, sind beschleunigt und somit keinesfalls kräftefrei!

Die Ausführungen von Herrn Pernes haben demnach mit Newtons Mechanik nichts zu tun. Die Zentrifugalkraft ist keinesfalls eine Reaktionskraft zur Zentripedalkraft, sondern die Gegenkraft zur Zentripedalkraft ist die Trägheit des Körpers - wie man bei Newton eindeutig nachlesen kann. Von all den Erklärungen in diesem Forum ist jene von Ernst die einzige, die konform mit Newton geht. Trägheit darf nicht mit Trägheitskraft verwechselt werden. Trägheitskräfte entstehen aufgrund der Trägheit und sind somit immer Scheinkräfte.
Ich empfehle, Newtons "Principia" zu lesen, ehe man sich in falsche Vorstellungen verirrt und meint, Newton nach Gutdünken interpretieren zu können.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Mo 26. Dez 2011, 13:40

Highway hat geschrieben:Hallo Harald,

dir auch erstmal frohe Festtage.

Harald Maurer hat geschrieben:...Die Zentrifugalkraft ist keinesfalls eine Reaktionskraft zur Zentripedalkraft, sondern die Gegenkraft zur Zentripedalkraft ist die Trägheit des Körpers - wie man bei Newton eindeutig nachlesen kann. ...


Newton hat geschrieben:...Ein in der Schleuder herumge-
drehter Stein hat das Bestreben, sich von der herumtreibenden Hand zu
entfernen; er spannt durch dieses Bestreben die Schleuder an, und zwar
desto stärker, je schneller er herumgedreht wird, und er fliegt davon,
sobald man ihn loslässt. Die jenem Bestreben entgegengesetzte Kraft,
durch welche die Schleuder den Stein beständig gegen die Hand zurück-
zieht und ihn im Kreise festhält, nenne ich die Centripetalkraft, ...


Ich lese das so:
Durch das schleudern der Masse entsteht eine nicht näher bezeichnete Kraft, die in Opposition zu etwas wirkt was Newton Centripetalkraft nennt. Ich sage zu dieser, von Newton nicht mit einem eigenen Bezeichner versehenen Kraft, in der Regel Zentrifugalkraft. Die Gegenrichtung zur Zentripetalkraft hat's verraten.


Und diese existiert nur wenn sich am Bewegungszustand des Steins gegen den Hintergrund (Bezug für Massebewegung) etwas ändert.
Vielleicht hat er in seiner Beschreibung diese Kraft als so selbstverständlich angesehen dass er sie nicht mit Nahmen erwähnt hat.
Ev. steht dazu im Anhang oder in der Einführung zum Buch was.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Hannes » Mo 26. Dez 2011, 14:24

Hallo Harald !

Trägheit darf nicht mit Trägheitskraft verwechselt werden. Trägheitskräfte entstehen aufgrund der Trägheit und sind somit immer Scheinkräfte.
Ich empfehle, Newtons "Principia" zu lesen, ehe man sich in falsche Vorstellungen verirrt und meint, Newton nach Gutdünken interpretieren zu können
.
Wir sollten uns nicht an Worte klammern. Die Zentrifugalkraft ist doch nur eine andere Benennung der Trägheitskraft. und ist keine scheinbare Kraft, sondern eine latente Kraft. Schau dir doch die zerstörerische Wirkung der "Scheinkraft" bei einem Eisenbahn- oder einem Autounfall an. Die Kraft wurde dem bewegten Körper schon vorher aufgeprägt in Form von Bewegungsenergie.
Es spielt doch überhaupt keine Rolle, ob der große Newton gerade das Wort Trägheitskraft gebraucht hat.

Mit Gruß
Hannes
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Dez 2011, 14:27

Highway hat geschrieben:Durch das schleudern der Masse entsteht eine nicht näher bezeichnete Kraft, die in Opposition zu etwas wirkt was Newton Centripetalkraft nennt. Ich sage zu dieser, von Newton nicht mit einem eigenen Bezeichner versehenen Kraft, in der Regel Zentrifugalkraft. Die Gegenrichtung zur Zentripetalkraft hat's verraten.


Das Bestreben des Steins, sich von der herumtreibenden Hand zu entfernen, stammt aus seiner Trägheit. Gäbe es eine in Opposition zur Zentripedalkraft wirkende Kraft in Gegenrichtung (als reactio), dann hätte sie denselben gegengerichteten Betrag und würde damit den Körper kräftefrei stellen. Der Körper würde daher keine Kreisbahn einschlagen. Die Kreisbahn zeigt, dass die Zentripedalkraft die Trägheit des Körpers überwiegt. Zur Beschreibung der Kreisbahn durch einen Außenbeobachter wäre die Annahme einer Zentrifugalkraft daher nicht nur überflüssig, sondern sogar hinderlich.

Anders sieht das im rotierenden Bezugssystem aus. Da der Körper bezogen auf dieses Koordinatensystem ruht, dem Beobachter aber die absolute Rotation seines Bezugssystems nicht verborgen bleibt, muss er für den ruhenden Zustand des Körpers in seinem BS eine der Zentripedalkraft entgegen gerichtete Kraft annehmen - und das nennt er dann Zentrifugalkraft. Die verspürt er auch - und man bezeichnet sie deshalb als Scheinkraft, weil in beiden Bezugssystemen die tatsächlich reagierenden Opponenten nur die Zentripedalkraft und die Trägheit sind. Deshalb gibt es die Zentrifugalkraft als direkte Reaktion auf die Zentripedalkraft in keinem der Bezugssysteme!

"Echte" Reaktionskräfte sind unabhängig vom Bezugssystem und verschwinden bei Transformation nicht. Scheinkräfte verschwinden bei Transformation ins Inertialsystem. So verschwindet die Zentrifugalkraft bei der Transformation vom rotierenden System zum Außensystem, was auch logisch ist, denn der Außenbeobachter braucht sie ja nicht zur Beschreibung des Geschehens. Der Beobachter im rotierenden System braucht sie hingegen zur Zustandsbeschreibung des hier ruhenden Körpers.
Was ist denn daran so schwer zu verstehen? Einfach das Bezugssystem beachten, aus welchem der Vorgang beschrieben wird.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Mo 26. Dez 2011, 15:56

Highway hat geschrieben:Falsch! Die Masse ist kräftefrei zur Kreisbahn, wenn sich Zentrifugal und Zentripedalkraft gegenseitig aufheben! Genau wie von Lothar beschrieben.

Und wieder wird das Bezugssystem nicht beachtet! Ein Kräftefrei zu einer Kreisbahn gibt es nicht. Denn da muss eine Kraft sein, welche die Kreisbahn verursacht - eben die Zentripedalkraft! D.h. der Körper hat eine Zentripedalbeschleunigung!
Ist ein Körper kräftefrei, dann bewegt er sich geradlinig gleichförmig - was gleichbedeutend mit Ruhe ist.
Aber dem Beobachter im rotierenden BS erscheint der Körper kräftefrei, weil er bezogen auf dieses BS in Ruhe ist! Nur in diesem Bezugssystem muss daher eine Kraft angenommen werden, die der Zentripedalkraft entgegen gerichtet ist - eben die Zentrifugalkraft!
Beachte: im Außenbeobachter-BS hat der Körper eine Kreisbahn. Im rotierenden BS hat er das nicht!

Grüße
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