Chief hat geschrieben:Wenn ich mich richtig erinnere er wollte die Bewegung des Sonnensystems relativ zu Fixsternen messen. Ob das gelungen ist und welche Schlüsse daraus gezogen werden können weiß ich nicht.
Wir haben mit dem Jupiter-Experiment überprüft, ob es einen dem Sagnac-Effekt entsprechenden Effekt auch bei linearer Bewegung gibt. Damit kann man die Messung von Smoot, welcher eine absolute Bewegung der Erde mit rund 370 km/s gegen den CMB gemessen hat, bestätigen. Wenn man diese Erd- bzw. Planetensystembewegung gegen das Licht des CMB messen kann, muss man das auch gegen das Licht auf der Erdoberfläche können, denn es gibt keinen Grund anzunehmen, dass sich das Licht auf der Erdoberfläche anders verhält als im Weltraum, bloß weil man irgendwelche Koordinatensysteme errichtet. Dass dieser quasi-Sagnac-Effekt auch linear auftritt, ist naheliegend, weil er auf der Erdoberfläche auch in kurzen Streckenabschnitten erscheint, die man mangels geringer Krümmung als Inertialsysteme definieren kann (und muss, weil es die Lehrbuch-Definitionen des Inertialsystems gar nicht gibt). Auch Newton hat seine Beobachtungen in auf der Erdoberfläche definierten Inertialsystemen gemacht.
Einen Äther nachweisen kann man mit keinem Experiment. Man kann lediglich damit eine Äther
theorie bestätigen oder widerlegen. Findet man eine Richtungsabhängigkeit der LG, so bestätigt das z.B. die Äthertheorie von Lorentz, nachweislich gemessen hat man einen Äther damit aber nicht, denn für das jeweils festgestellte Verhalten des Lichts können auch andere Ursachen verantwortlich sein. Um die SRT zu widerlegen, muss man also keinen Äther nachweisen, dazu genügt schon der Nachweis, dass sich das Licht nicht seinem Postulat entsprechend verhält oder c keine universelle Grenzgeschwindigkeit ist (OPERA-Experiment!).
Ob man die SRT jemals als widerlegt ansehen wird, ist fraglich, weil man Religionen nicht mit Experimenten widerlegen kann.
Grüße
Harald Maurer