Lieber Ernst,
offensichtlich bist Du nicht imstande, einfache Fragen zu beantworten, wie ich vermutet habe, aber im Bellen, wie Chief meint, bist Du der Größte.
Nochmals die einfachen Fragen, oder bleibt Dir die Sprache verschlagen?:
1. Ist v in dt bei OTP u. UTP = 0 ???
2. Ist die Summe der Kräfte in dt bei OPT u. UTP = 0 ???
Zu Coriolis:
Nach wie vor ist dieser Effekt für Dich ein Buch mit sieben Siegeln. Ich wollte ursprünglich nicht wie Du zu bellen anfangen, aber Du zwingst mich dazu.
Nochmals für Mitleser, Du wirst es sowieso nicht verstehen wollen:
Eine Kraft, unabhängig davon, ob real oder eingebildet, die bei einem mit v bewegten Objekt in einem rotierenden BS
beim Übergang von niedriger auf höherer und umgekehrt Bahngeschwindigkeit auftritt, nennt man Corioliskraft. Eine einfache Newtonsche Angelegenheit – um ein Objekt in höhere oder niedrigere Geschwindigkeit zu versetzen, ist eine Kraft erforderlich, die das Objekt beschleunigt.
Bei einer Kreisbewegung um die gleiche BS-Achse des Objektes
existiert zu keiner Zeit ein Übergang zu einer anderen Bahngeschwindigkeit. Genauso ist der Fall auch, wenn die Bewegung des Objektes parallel zu BS-Achse verläuft. Entsprechend ist auch keine Kraft erforderlich, da nichts beschleunigt wird.
Zu Deinen billigen „mathematischen“ Mogeleien:
„1. Motorrad entgegen Drehrichtung der Scheibe (linkes Bild)
Es wirken folgende Kräfte:
Fz=m*ω²*r Fliehkraft
Fc=2*m*ω*v=2*m*ω²*r Corioliskraft(wirkt entsprechend Rechtehandregel radial nach innen)
Fz-Fc= - m*ω²*r
Dies ist eine Kraft, welche bekanntlich eine Kreisbewegung der Masse bewirkt. Die Bewegung ist damit beschrieben. Eine weitere (richtige, äußere) Gegenkraft Fgeg ist nicht erforderlich und muß daher das Motorrad nicht über den Reifenkontakt erzeugen.
Fgeg = 0
2. Motorrad in Drehrichtung
Fz=m*ω²*r Fliehkraft
Fc=2*m*ω*v=2*m*ω²*r Corioliskraft(wirkt entsprechend Rechtehandregel radial nach außen)
Fz+Fc = 3*m*ω²*r
Diese Kraft ist nach außen gerichtet und würde das Motorrad nach außen treiben. Es muß daher über den Reifenkontakt eine Gegenkraft erzeugt werden. Zuerstmal eine gleichgroße Fz+Fz. Das reicht aber nicht, dann dann würde erstmal nur das Motorrad tangential weiterfahren. Es muß noch zusätzlich über die Räder eine Radialkraft erzeugt werden, welche eine Kreisbewegung erzeugt. Diese Zusatzkraft ist bekanntlich F+ = m*ω²*r.
Insgesamt muß folglich eine eingeprägte (richtige, äußere) Gegenkraft Fgeg aufgebracht werden von
Fgeg = -Fz - Fc - F+ = - 4*m*ω²*r“
Also Ernst, willst Du im Ernst uns für dämlich verkaufen?
Schau Dir mal die Vorzeichen der angeblichen Fc !!! In 1 – radial nach innen mit (+); in 2 – radial nach außen auch mit (+).
Nun gut, setzen wir mal das richtige Vorzeichen und korrigieren die letzte Gleichung:
Fz + Fc = m*ω²*r - 2*m*ω²*r = - m*ω²*r – zufrieden?
Fz – Fc = m*ω²*r – (-2*m*ω²*r) = 3*m*ω²*r – oder gefällt Dir das besser?
Nun, wenn Fc = 0 wäre, müsste die Berechnung nicht stimmen:
Fz +/- Fc = m*ω²*r +/- 0 = m*ω²*r – komisch, stimmt doch. Da das Motorrad nicht tangential herausfliegt, muss wohl eine Gegenkraft, die wir alle kennen, entgegenwirken, sodass die Summe der „wirkenden“ Kräfte = 0 ist.
Schauen wir mal 2.
Jetzt wird es schon drollig! Für den mitrotierenden Beobachter, der sich in Ruhe fühlt, besteht also ein Unterschied, ob das Motorrad nach links oder nach rechts fährt??? Ernstsche Privatphysik? BS verwechselt?
„Fz+Fc = 3*m*ω²*r“
???
„Das reicht aber nicht, dann dann würde erstmal nur das Motorrad tangential weiterfahren. Es muß noch zusätzlich über die Räder eine Radialkraft erzeugt werden, welche eine Kreisbewegung erzeugt.“
??? Aha, die „Berechnung“ stimmt doch nicht, da muss eine fehlende Kraft hinzugeschmuggelt werden, dann stimmt es – bravo Zweistein. Diese geschmuggelte Kraft, die über die Räder übertragen eine Kreisbewegung erzeugt, heißt Zentripetal und müsste das (-) Zeichen tragen – Deine ganze „Rechnung“ ist für die Katz.
Und wenn man richtig rechnet, sieht so aus:
Fc = 0
Fz = m*W²*r = m*(Ws + Wm)²*r = 4*m*W²*r – na so was, hier braucht man nichts einzuschmuggeln, die Rechnung stimmt.
So einfach ist die Sache, lieber Ernst!
Du schreibst unentwegt, jede Bewegung auf der Scheibe eine Fc hervorruft, die nur von v abhängt und nicht von der Richtung. Nun, hier im Forum hat ein Teilnehmer geschrieben, dass wenn in der Scheibe eine bestimmte Nut ausgeschnitten wird, dann wird auch das Objekt, das sich vom Zentrum bis Rand der Scheibe in der Nut bewegt, KEINE Corioliskraft verspüren. Ein Geistesblitz! Den Teilnehmer kennst Du ja, die Frage lautet: Welche Nut muss man ausschneiden, sodass ein Objekt, der sich ständig auf gleichem Radius befindet, auch keine Coriolis verspüren kann???
Denkhilfe – v im ersten Fall ist radial, das Objekt bewegt sich ja mit v vom Zentrum bis zum Rand. Jetzt wird diese v immer verringert, bis sie die 0 erreicht. Coriolis wird entsprechend immer kleiner und kleiner und bei v = 0 ???
Noch eine Denkhilfe: Du meinst, bei Kreisbewegung wäre die Bahngeschwindigkeit gleich mit v in Coriolis ersetzt. Wenn wir dann die radiale Geschwindigkeit verringern, müsste die Bahngeschwindigkeit zunehmen. Da aber die Bahngeschwindigkeit für Dich auch v sein soll, dann müsste die Coriolisgleichung unabhängig von der Geschwindigkeit werden. Da widerspricht sich aber etwas!
Also Ernst, bevor Du dich hier lächerlich machst, lies die obige Definition für Coriolis und begreife sie endlich.
Es steht Dir offen, uns zu erklären, woher eine Coriolis bei einer Kreisbewegung entstehen kann. Diese Erklärung wirst Du garantiert nicht finden können.
Und bitte, hör auf zu bellen! Damit kannst Du nur „Kopernikus“, der nicht mal weiß, was Summe der Kräfte bedeutet, beeindrucken.
Liebe Grüße
Ljudmil