Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Hier wird die Relativitätstheorie Einsteins kritisiert oder verteidigt

Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Di 22. Nov 2011, 02:23

Kurt hat geschrieben:Erzeuge so eine Welle, eine einzige!
Merke dir einen Punkt davon, renne mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit nebenher und beobachte.
Du wirst sehen dass sich dieser Punkt nicht verändert, immer in gleicher Beziehung zu den anderen Punkten der Welle ist und bleibt.

Kurt, merke Dir einen Punkt der Welle und renne nicht nebenher (der Detektor des MMI rennt ja auch nicht nebenher!). Fixiere diesen Punkt und schau was geschieht. Da entsteht eine Amplitude und verschwindet wieder - und danach entsteht wieder eine Amplitude und verschwindet wieder - und das wiederholt sich fortwährend mit der Periodendauer. Nun betrachte zwei parallel laufende Wellen mit gleicher Wellenlänge, gleicher Geschwindigkeit und übereinstimmender Periodendauer, fixiere diesen Punkt wieder und dann wirst Du sehen, dass bei beiden Wellen an diesem Punkt die Amplituden beider Wellen gleichzeitig entstehen und wieder verschwinden - übereinstimmend mit derselben Periodendauer.
Und nun denke daran, dass vom Umlenker des MMI zwei Wellen mit gleicher Wellenlänge, gleicher Geschwindigkeit und übereinstimmender Periodendauer zum Detektor laufen. Fixiere einen Punkt im Detektor und schau was geschieht!
Man kann zwar den Amplituden nicht einfach zugucken, aber der Detektor zeigt, was geschieht. Denn hier erfolgt diese Schwingung von Entstehung der Amplitude bis zum Verschwinden und abermaligem Entstehen gleichzeitig am gleichen Punkt bei beiden Wellen. Damit ist alles gesagt.
Nun müsste es bei Dir nicht nur klingeln, sondern die Weihnachtsglocken müssten vorzeitig läuten.
Aber da besteht wohl wenig Hoffnung.

Grüße
Harald Maurer
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kurt » Di 22. Nov 2011, 07:58

Hallo Harald, guten Morgen.
Harald Maurer hat geschrieben:
Kurt hat geschrieben:Erzeuge so eine Welle, eine einzige!
Merke dir einen Punkt davon, renne mit der Ausbreitungsgeschwindigkeit nebenher und beobachte.
Du wirst sehen dass sich dieser Punkt nicht verändert, immer in gleicher Beziehung zu den anderen Punkten der Welle ist und bleibt.

Kurt, merke Dir einen Punkt der Welle und renne nicht nebenher


Wie soll denn das gehen!
Der Punkt der Welle rennt, (mit der Welle über die Strecke), wenn du einen Punkt der Strecke fixierst dann rennen da die Punkte der Welle vorbei.

Harald Maurer hat geschrieben:(der Detektor des MMI rennt ja auch nicht nebenher!).


Aber die Punkte der Welle auf ihn zu.


Harald Maurer hat geschrieben:Fixiere diesen Punkt und schau was geschieht. Da entsteht eine Amplitude und verschwindet wieder - und danach entsteht wieder eine Amplitude und verschwindet wieder - und das wiederholt sich fortwährend mit der Periodendauer.


Richtig, nach einer Periodendauer sind alle Punkte der Welle vorbeigelaufen.
Wir wollen aber einen Punkt der Welle betrachten wie er von der Quelle zum Ziel läuft.
Und da verändert er sich nicht, wer bleibt so wie er die Quelle verlassen hat.

Harald Maurer hat geschrieben: Nun betrachte zwei parallel laufende Wellen mit gleicher Wellenlänge, gleicher Geschwindigkeit und übereinstimmender Periodendauer, fixiere diesen Punkt wieder und dann wirst Du sehen, dass bei beiden Wellen an diesem Punkt die Amplituden beider Wellen gleichzeitig entstehen und wieder verschwinden
- übereinstimmend mit derselben Periodendauer.


Natürlich, es wurden zwei identische Wellenzüge erstellt, diese laufen nun am fixiertem Punkt vorbei.
Nach einer Periode sind alle Punkte der Welle vorbeigelaufen.


Harald Maurer hat geschrieben:Und nun denke daran, dass vom Umlenker des MMI zwei Wellen mit gleicher Wellenlänge, gleicher Geschwindigkeit und übereinstimmender Periodendauer zum Detektor laufen. Fixiere einen Punkt im Detektor und schau was geschieht!
Man kann zwar den Amplituden nicht einfach zugucken, aber der Detektor zeigt, was geschieht. Denn hier erfolgt diese Schwingung von Entstehung der Amplitude bis zum Verschwinden und abermaligem Entstehen gleichzeitig am gleichen Punkt bei beiden Wellen. Damit ist alles gesagt.


Und nun mache einen der beiden Wege länger oder kürzer.
Lasse alle Punkte der beiden Wellenzüge dort eintreffen.

Da sie unterschiedlich lange unterwegs waren treffen sie zu unterschiedlicher Zeit ein.
Und da ergibt es sich halt dass unterschiedliche Punkte der beiden Wellen zusammentreffen.

Harald Maurer hat geschrieben:Nun müsste es bei Dir nicht nur klingeln, sondern die Weihnachtsglocken müssten vorzeitig läuten.
Aber da besteht wohl wenig Hoffnung.


Wasdenn? Schon wieder Weihnachten, war doch erst.


Gruss Kurt
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » Di 22. Nov 2011, 10:07

Harald Maurer hat geschrieben:
contravariant hat geschrieben:Das ist beides falsch. In beiden Fällen koppeln die Felder nicht an das emittierte Licht, sondern an die Elektronen. Die führt zu einer Aufspaltung der Energieniveaus und damit zum Auftauchen zusätzlicher Spektrallinien.

Das mag schon so sein. Diese Erklärung stützt sich allerdings auf das klassische Bohrsche Atommodell, von dem man weiß, dass es falsch ist. Wie auch immer, wenn also hier keine unmittelbare Beeinflussung des Lichts durch die Felder stattfindet, muss uns wohl Kopernikus mitteilen, wo und wie man das schon bewerkstelligt hat. Hat er ja behauptet.

Grüße
Harald Maurer



Also, hier ein Beispiel,
vor mehr als 100 Jahren hat hat schon der alte Faraday entdeckt, daß z. Bsp. ein magnetisches Feld die Schwingungsebene polarisierten Lichts dreht.

Grüße

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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Di 22. Nov 2011, 10:19

Chief hat geschrieben: In der offiziellen Physik ist viel durcheinander geraten (mit "Scheinkräften" und so).

Rein quantitativ für v=r X omega wäre die Corioliskraft doppelt so groß wie die Zentrifugalkraft. Also die Bahn müsste eine andere sein!

Bild

Nein ganz im Gegenteil. Die klassische Mechanik ist ein schönes einheitliches Gebäude. Da paßt alles in jeder Beziehung zusammen. Ich werde demnächst noch unser Beispiel etwas erweitern, um das nachvollziehbar zu zeigen. Dauert aber etwas.

Gruß
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Di 22. Nov 2011, 10:37

Harald Maurer hat geschrieben: Der Vergleich mit den Läufern hinkt gewaltig. Man muss diesen Vergleich etwas ergänzen. Man gebe jedem Läufer Uhren mit, die mit gleicher Zeigerstellung gestartet wurden und in der Folge synchron laufen.

Nein, das muß man nicht. Du legst da einfach zu viel rein, machst es dadurch viel zu kompliziert. Die Läufer reichen vollkommen aus.

Die unveränderliche Frequenz beträgt 1Hz (bzw. Periodendauer 1s) sowohl beim Start auch auch im Ziel. Die Frequenz ist also konstant. Und die Wellenlänge ist nichts anderes als der Abstand zweier folgender Läufer. Die Wellenlänge ist folglich auf beiden Strecken unterschiedlich. Die Läufer aus beiden Strecken laufen immer mit einem konstanten Zeitversatz am Ziel ein. Das ist der Phasenversatz.

Diese Analogie ergibt deshalb eine komplette Nachbildung der Verhältnisse:

Startfolge=Eintreffenfolge > Freqeunz
Abstand aufeinanderfolgender Läufer > Wellenlänge
Zeitdifferenz des Eintreffens der Kontrahenten am Ziel > Phasendifferenz

Gruß
Ernst
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon fb557ec2107eb1d6 » Di 22. Nov 2011, 11:02

Ernst hat geschrieben:
Harald Maurer hat geschrieben: Der Vergleich mit den Läufern hinkt gewaltig. Man muss diesen Vergleich etwas ergänzen. Man gebe jedem Läufer Uhren mit, die mit gleicher Zeigerstellung gestartet wurden und in der Folge synchron laufen.

Nein, das muß man nicht. Du legst da einfach zu viel rein, machst es dadurch viel zu kompliziert. Die Läufer reichen vollkommen aus.

Die unveränderliche Frequenz beträgt 1Hz (bzw. Periodendauer 1s) sowohl beim Start auch auch im Ziel. Die Frequenz ist also konstant. Und die Wellenlänge ist nichts anderes als der Abstand zweier folgender Läufer. Die Wellenlänge ist folglich auf beiden Strecken unterschiedlich. Die Läufer aus beiden Strecken laufen immer mit einem konstanten Zeitversatz am Ziel ein. Das ist der Phasenversatz.

Diese Analogie ergibt deshalb eine komplette Nachbildung der Verhältnisse:

Startfolge=Eintreffenfolge > Freqeunz
Abstand aufeinanderfolgender Läufer > Wellenlänge
Zeitdifferenz des Eintreffens der Kontrahenten am Ziel > Phasendifferenz

Gruß
Ernst


Das hatten wir doch schon in aller Ausführlichkeit im Mai diskutiert:

Auto2.gif
Auto2.gif (420.06 KiB) 4716-mal betrachtet


An jeder Stelle der dargestellten Strecke kommen pro Zeiteinheit die gleiche Anzahl an roten und grünen Autos vorbei. Damit ist die Frequenz überall die selbe. Die Abstände und Geschwindigkeiten sind jedoch unterschiedlich. Deshalb ergibt sich am Ziel eine Phasenverschiebung gegenüber dem Start. So sollte es beim MMI auch sein, wenn es sich denn gegenüber dem (absoluten) Äther bewegte. Trotzdem beharrt Harald auf seine Darstellung und ein halbes Jahr später sind wir wieder beim Punkt Null.
fb557ec2107eb1d6
 
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Kopernikus » Di 22. Nov 2011, 12:39

Ernst hat geschrieben:
Kopernikus hat geschrieben: Daß Sie die Physikalischen Gesetze nicht verstehen, ist eindeutig zu erkennen, Bei Ihnen steht es wie gemeißelt, was sich nicht bewegt erfährt auch keine Kraft.

Eine freie Masse, die sich nicht oder gleichförmig bewegt, erfährt auch keine Kraft. Das steht seit 400 Jahren in Stein gemeißelt. Schlaf weiter.
Alles andere unsachliche erzähl Deiner Großmutter.
.
.


Opa Ernst hat mir vor einiger Zeit erzählt,
daß die 2. Ableitung des Sinus wieder der -Sinus ist, also die Kraft bei Sinus(pi/2) maximal in entgegengesetzter Richtung zeigt
und bei Duirchgang durch den Nullpunkt(x = 0) null ist, bei max v.

hab ich das nicht verstanden ?

die Kontraposition meiner Aussage ist: was eine Kraft erfährt, bewegt sich, das weiß auch oma, daß das nicht stimmt.

der Finder für ein Beispiel erhält 100 Punkte

Grüße

Enkel Kopernikus
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon contravariant » Di 22. Nov 2011, 13:44

Harald Maurer hat geschrieben:Auch recht. Ist ja prima, dass man die Effekte auch quantenmechanisch behandeln kann. Ich kenne nur die Behandlungen mit dem Bohrschen Atommodell (so findet sich die Behandlung auch bei Wikipedia). Also die Behandlung mit dem Bohrschen Atommodell ist nicht korrekt. Wikipedia ist demnach tatsächlich Mist. Behandeln wir die Effekte also mit einer anderen Theorie. Oder vielleicht mit der Stringtheorie? Oder mit einer zukünftigen Theorie, die uns vielleicht wirklich sagen kann, wieso sich die Emissionslinien aufspalten?
Also wie man diese Effekte theoretisch behandelt, ist mir eigentlich völlig egal.

Ich verstehe nicht so recht, warum du versuchst andere Leute über die Zusammenhänge zu belehren, obwohl es dir völlig egal ist.

Für andere Mitlesen, die es vielleicht interessiert:
mit der Stringtheorie lässt sich im Moment recht wenig sinnvoll beschreiben, da noch keine geschlossene Formulierung dieser existiert. Auch mit dieser Formulierung wäre es sinnlos die Stringtheorie zu verwenden, da die Quantenmechanik bereits eine quantitative Beschreibung liefert. Für eine qualitative Überlegung braucht man ohnehin kein Theorievoodoo. Beim Wasserstoffatom sind alle ausser dem Grundzustand entarten. So gibt es drei p-Orbitale, die alle drei dieselbe Energie haben. Dies lässt sich ohne Rechnung mit der Kugelsymmetrie begründen. Wenn man nun ein externes Feld anlegt, dann wird diese Symmetrie gebrochen, da nun eine Achse ausgezeichnet ist. Damit macht es einen Unterschied, ob das p-Oribtal parallel oder senkrecht zu dieser Achse ist. Dies führt nun dazu, dass die Entartung aufgehoben wird und parallel/senkrecht verschiedene Energien haben. Das verursacht die Aufsplittung der Spektrallinie.

Kein Theorievoodoo, nur elementares Physikverständnis.
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Harald Maurer » Di 22. Nov 2011, 14:54

contravariant hat geschrieben:Ich verstehe nicht so recht, warum du versuchst andere Leute über die Zusammenhänge zu belehren, obwohl es dir völlig egal ist.

Ich habe nicht versucht, andere Leute über die Zusammenhänge zu belehren, sondern auf die beiden Effekte hingewiesen, und dazu geschrieben:
"Es gibt also schon eine gewisse Beeinflussung des Lichts durch Magnet-oder elektr.Felder."
Mit dem Ausdruck "gewisse Beeinflussung" meinte ich eine nicht näher bestimmte Beeinflussung (unspecified influence), weil ich nicht sicher war, ob hier eine direkte Beeinflussung vorliegt. Dass sie nicht vorliegt, darüber hast Du uns nun belehrt! Besten Dank dafür, und damit ist das Thema für mich erledigt.

Grüße
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Re: Zwillingsparadoxon: Unterschrift-Aktion aus den USA

Beitragvon Ernst » Di 22. Nov 2011, 17:21

Coriolis Motorrad.png
Coriolis Motorrad.png (22.61 KiB) 5058-mal betrachtet

Hier nun die angekündigte Analyse für ein etwas erweitertes Modell. Auf der rotierenden Drehscheibe fährt nun zusätzlich noch auf einem Kreis ein Motorrad m. Die Drehscheibe rotiert mit der Winkelgeschwindigkeit ωs und relativ zur Scheibe rotiert das Motorrad zusätzlich mit der Winkelgeschwindigkeit ωM. Im linken Bild fährt das Motorrad gegen Drehrichtung der Scheibe. Im Rechten Bild fährt es in Drehrichtung der Scheibe. Wir beschränken uns auf den Sonderfall ωs=ωm; d.h das Motorrad fährt auf der Scheibe nochmal mit der gleichen Winkelgeschwindigkeit, mit welcher sich die Scheibe selbst dreht.

A) Betrachtung im rotierenden Bezugssystem
(Dazu verinnerlichen, daß die Scheibe im Bild ruht). Hier sind äußere/eingeprägte Kräfte und zusätzlich Trägheitskräfte (Zentrifugal, Coriolis) vorhanden.

1. Motorrad entgegen Drehrichtung der Scheibe (linkes Bild)

Es wirken folgende Kräfte:
Fz=m*ω²*r Fliehkraft
Fc=2*m*ω*v=2*m*ω²*r Corioliskraft(wirkt entsprechend Rechtehandregel radial nach innen)
Fz-Fc= - m*ω²*r
Dies ist eine Kraft, welche bekanntlich eine Kreisbewegung der Masse bewirkt. Die Bewegung ist damit beschrieben. Eine weitere (richtige, äußere) Gegenkraft Fgeg ist nicht erforderlich und muß daher das Motorrad nicht über den Reifenkontakt erzeugen.

Fgeg = 0

2. Motorrad in Drehrichtung

Fz=m*ω²*r Fliehkraft
Fc=2*m*ω*v=2*m*ω²*r Corioliskraft(wirkt entsprechend Rechtehandregel radial nach außen)
Fz+Fc = 3*m*ω²*r
Diese Kraft ist nach außen gerichtet und würde das Motorrad nach außen treiben. Es muß daher über den Reifenkontakt eine Gegenkraft erzeugt werden. Zuerstmal eine gleichgroße Fz+Fz. Das reicht aber nicht, dann dann würde erstmal nur das Motorrad tangential weiterfahren. Es muß noch zusätzlich über die Räder eine Radialkraft erzeugt werden, welche eine Kreisbewegung erzeugt. Diese Zusatzkraft ist bekanntlich F+ = m*ω²*r.
Insgesamt muß folglich eine eingeprägte (richtige, äußere) Gegenkraft Fgeg aufgebracht werden von

Fgeg = -Fz - Fc - F+ = - 4*m*ω²*r

B) Betrachtung im äußeren nicht rotierenden Bezugssystem (/u]
(Dazu verinnerlichen, daß die Scheibe im Bild dreht). Hier sind nur äußere, eingeprägte Kräfte vorhanden

[u]1. Motorrad entgegen Drehrichtung


Das Motorrad fährt mit der gleiche Winkelgeschwindigkeit auf der Scheibe nach links, wie sich die Scheibe nach rechts dreht. ωges = ω-ω =0.
Das bedeutet,, das Motorrad ruht. Und da greift folglich keine Kraft an.

Fgeg=0

Übereinstimmend mit der obigen Rechnung.
(Der Fall ist identisch mit der roten Person am Karussell).

2. Motorrad in Drehrichtung

Die gesamte Winkelgeschwindigkeit ergibt sich aus der Summe beider einzelnen
ωges = ω+ω = 2*ω
Die Zentripetalkraft Fgeg, welche das Motorrad über Reifen aufbringen, muß ist folglich

Fgeg= - m*ωges²*r = - 4*ω²*r

übereinstimmend wieder mit obiger Rechnung

Fazit:
Unabhängig von der Wahl des Bezugssystems erhält man identische Ergebisse. Das muß ja auch zwingend so sein. Es zeigt sich das universelle einheitliche Gebäude der Technischen Mechanik.

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